Ort: Parc del Fòrum, Barcelona
Bands: Voxtrot, Arab Strap, Lambchop, Blonde Redhead, Billy Woods, Beth Gibbons, Pulp, Justice

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Als ich gegen 4 Uhr in der Früh die letzte Bierdose dem Hotelkühlschränkchen entnehme, bin ich glücklich und kaputt. Seit 18 Uhr war ich im Parc del Fòrum unterwegs und, obwohl ich im Vorfeld etwas über das – für mich – schwache Lineup des Festivals gezetert hatte, habe sieben Bands gesehen. Das ist eine ordentliche und eine gute Ausbeute. Neuentdeckungen machte ich dabei allerdings keine, ich sah jedoch das beste Konzert des Festivals. Doch dazu später mehr.
Den Schwerpunkt des Tages legte ich auf drei Bands: Lambchop gegen 20 Uhr im Auditori,  Beth Gibbons um 23 Uhr an der Cupra Stage und Pulp als finalen Headliner (neben Justice) gegen Mitternacht auf einer der großen Bühnen. Da ich aber nicht erst um 20 Uhr das Festivalgelände betreten wollte, entschied ich mich dazu, vorher noch Voxtrot und Arab Strap anzuschauen.

Voxtrot - Primavera Sound Festival Barcelona, 30.05.2024

Voxtrot. Der Sänger kniet mir zu oft pathetisch auf der Bühne. Voxtrot sind eine amerikanische Indiepopband aus Austin, der Name des immerzu knienden Sängers ist Ramesh Srivastava. Der ist mittlerweile als Solokünstler unterwegs, Voxtrot lösten sich 2010 nach 7 Jahren, mehreren EPs und einem Album auf. Seit 2022 spielen sie wieder ein paar Konzerte. Es ist also die übliche Geschichte, die diese Band schreibt. Mir sind Voxtrot null bekannt, ich suchte mir ihr Konzert als Starter aus Mangel an einer Alternative aus. Der Indiepop der Amerikaner wird mir dann auch schnell belanglos. „Your biggest fan“, ihren größten kommerziellen Hit, spielen sie zum Schluss. Den kenne ich gar nicht. Und ich könnte ihn jetzt auch nicht vorsingen, da ich gedanklich zu dem Zeitpunkt schon bei meinen nächsten Konzerten und der weiteren Abendplanung bin und nicht aufmerksam genug zuhöre. Dieses Konzert werde ich schnell vergessen haben.

Im Anschluss spielen Arab Strap gegen die tiefstehende Sonne auf der Cupra Stage. Es muss übel für Bands sein, hier einen Slot gegen 19 Uhr zugewiesen zu bekommen. Die Sonne knallt zu dieser Zeit direkt auf die Bühne und verschwindet auch nach wenigen Minuten nicht. Wenn es also wettertechnisch schlecht läuft, muss man als Band das gesamte Konzert über in die Zuschauer und in Richtung Sonne blinzeln. Ich stelle mir das nervig vor und ich glaube, auch Aidan Moffat von Arab Strap findet das nervig.

Arab Strap - Primavera Sound Festival Barcelona, 30.05.2024

Ich kann nicht lange bleiben, ich möchte pünktlich bei Lambchop im Auditori sein und muss daher vor Konzertende los. Arab Strap Songs funktionieren bei Dunkelheit viel besser, daher bin ich nicht sonderlich traurig darüber, vorzeitig gehen zu müssen.

Im Auditori ist es dunkel. Zumindest ist der Kontrast zwischen draußen und drinnen so stark, dass sich meine Augen erst an das wenige künstliche Licht gewöhnen müssen. Mit meinen ersten Schritten stolpere ich förmlich in den 3000 Plätze großen Konzertsaal. Lambchop, an intimate solo piano set, nennt sich die Performance, die ich in der nächsten Stunde sehen werde und die mich – um es klar vorweg zu sagen – umgehauen hat. Das Konzert von Kurt Wagner und seinem Begleiter Andrew Broder ist eines der stärksten Konzertes des Jahres, da leg ich mich fest.

Mit relativ geringer Erwartung betrat ich das Auditori, das an diesem Abend nicht wirklich voll ist. Lambchop, ja gut, ganz lange nicht gesehen und in dieser Kombination schon mal gar nicht. Gucken wir mal, was das gibt. Ich möchte mich überraschen lassen und nach den ersten Minuten bin ich enorm positiv überrascht. Auf der Bühne stehen ein Flügel und ein Mikrofonständer, die beide punktuell durch einen Deckenspot angestrahlt werden. Das ist es. Mehr ist nicht. Es ist ein schönes Ambiente, denn der Rest der Bühne bleibt im Dunkeln. Pünktlich um 20 Uhr betreten dann Lambchop, oder besser gesagt Kurt Wagner und Andrew Broder, die Bühne. Es beginnt mit einem minutenlangen Klaviersolo, bevor Kurt Wagner gemächlich ans Mikrofon tritt und die ersten Strophen sprechsingt. Ab dem Moment bin ich direkt gefangen von dem Auftritt. Die nahezu sakrale Ruhe im Auditori und die Unaufgeregtheit des Vortrags nehmen mich komplett mit. Wow, sowas habe ich nicht erwartet. Hoffentlich spielen sie noch drei Stunden weiter! Machen sie natürlich nicht, auf 60 Minuten ist das Konzert angesetzt. Aber immerhin ändern sie das Setting in dieser Stunde nicht. Es bleibt ruhig, es bleibt unaufgeregt. Kurt Wagner singt/spricht seine Texte ins Mikrofon, während Andrew Broder die Klavierbegleitung gibt. Nur ganz zum Schluss in den letzten beiden Songs höre ich seine Stimme zum Duett. Und diese Duette sind dann tatsächlich die Sahnehäubchen auf ein perfektes Konzert. Hier schrauben sich die beiden noch einmal in höhere Sphären. „Up with people“ wird der schönste Song des Festivals!

Setlist Lambchop:
01: His song is sung
02: So there
03: Dylan at the mousetrap
04: Give it / Once in a lifetime
05: Daisy
06: A major minor drag
07: A chef’s kiss
08: Listening (to Lambchop by myself again)
09: That’s music
10: Up with people
11: Police dog blues

Das sind die Konzerte, die das Primavera Sound so besonders machen. Lambchop sind – genau wie der Yo la tengo Auftritt am Dienstag – ein definitives Highlight meines diesjährigen Primavera Sound Festivals.

Danach ist es schwer, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Blonde Redhead versuchen es bei mir mit Hits und anderen guten Songs. Es gelingt. Das Konzert der Zwillinge Amedeo und Simone Pace (wer von den beiden sprach mich noch vor einem halben Jahr in der Schlange vor dem Abendbuffet beim Primavera Weekender an?) und Kazu Makino ist ein gutes Konzert, ihr Set beinhaltet alle mir wichtigen Songs. Ich freue mich auf ihre nächsten Konzerte in Antwerpen (mit Sleater-Kinney) und in Breda. Souverän wie gewohnt. Blonde Redhead gefallen mir live immer besser.

Blonde Redhead - Primavera Sound Festival Barcelona, 30.05.2024

Auf den Auftritt von Billy Woods war ich sehr gespannt. Im Vorfeld las ich einige Sachen über ihn und hörte ein paar Songs, die mich neugierig machten. Dass Billy Woods mein einziges Rap Konzert auf dem diesem Jahr beim Primavera sein wird, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Billy Woods ist kein Newcomer. Seit Mitte der 2000er Jahre macht der New Yorker Musik, hat mehrere Alben veröffentlicht. Trotzdem rappt er im Underground, Billy Woods ist keine Person des öffentlichen Interesses. Maps heißt sein letztes Album, „Spongebob“ der Song, den viele kennen. ‘You promised’ schallt es mehrfach laut über den Platz vor der Plenitude Stage. Ich kenne nichts, meine Anspieler von vor ein paar Tagen trägt er nicht vor. Aber mein Bauchgefühl trügt nicht. Billy Woods gefällt mir, seine beklemmenden Sounds, die schwarz-weiß Ästhetik der Videosequenzen im Bühnenhintergrund und die sehr dunkel gehaltene Bühnenbeleuchtung zaubern eine Atmosphäre, die in sich sehr stimmig ist und es mir leicht macht, aufmerksam zuzuhören. Hier weiß einer, was er tut und wie er seine Raps in Szene setzt. Doch kurz vor Schluss muss ich los, Beth Gibbons startet gleich nebenan und ich brauche einen guten vorderen Platz.

Das Beth Gibbons Konzert ist eines auf der must-see Liste beim 2024er Primavera. Lange haderten wir damit, warum das Konzert nicht im Auditori angesetzt worden ist, wo die dann doch eher ruhigen Soundpassagen viel besser zur Geltung kommen als in einem open-air Rahmen. Ich erinnerte mich an das Konzert von The Weather Station, dass durch die vom Wind rübergetragene Musik von der Nachbarbühne mehr als gestört wurde. Auch Beth Gibbons merkte manchmal den Bass von einer anderen Bühne an und nickte dann demonstrativ mit dem Kopf. Doch der ist Gott sei Dank nur in den Songpausen zu hören, während der Songs dran kein anderer Ton zur Cupra Bühne vor. Das Konzert konzentriert sich auf die Songs des aktuellen Beth Gibbons Album Lives outgrown. Ehrlich gesagt, nach bisherigen zwei, drei Durchläufen finde ich es gar nicht so dolle. Es hat mich noch nicht wirklich gepackt. Auch live gehen viele Sequenzen des Konzerts an mir vorbei. Natürlich ist das große Musikeraufgebot beeindruckend, natürlich ist die Liveumsetzung nahezu perfekt und natürlich hat Beth Gibbons eine tolle Stimme; sie klingt immer noch geheimnisvoll, erhaben und manchmal klagend. Aber trotzdem, der gewisse Funke will zu mir nicht richtig überspringen. Gefühlt stehen 1000 Instrumente auf der Bühne, als die Band um 23 Uhr zu ihrem Konzert startet. Die Band ist acht Musiker, Beth Gibbons hat die Namen dankenswerterweise auf ihrem Instagram Kanal veröffentlicht: Eoin Rooney, Emma Smith, Tom Herbert, Jason Hazeley, Howard Jacobs, Richard Jones und James Fond. Sie spielen Gitarre, Bass, Kontrabass, Klarinette, Vibraphone, Saxophon, Geige, Harmonium und anderes. Sie spielen mal laut und wuchtig, mal leise und zart. Beth Gibbons steht dazu meist im Halbschatten des Bühnenlichtes, immer – oder besser gesagt oft – beide Hände über den Mikrofonständer gefaltet. Wie gesagt, die Bühne ist pickepackevoll mit Equipment. Vor der Bühne ist es auch voll und jetzt wird mir klar, warum das Konzert nicht im Auditori angesetzt wurde. Es ist mit seinen 3000 Plätzen schlichtweg zu klein. Die Band wird gefeiert, oft gibt es zwischen den Songs langanhaltenden Applaus. Neben den Songs von Lives outgrown spielt sie auch Sachen von Out of season (die klanglich deutlich herausstechen) und einen Portishead Song (der klanglich deutlicher heraussticht). Bravo! Out of season habe ich echt lange nicht mehr gehört, denke ich. Daher habe ich auch „Tom the model“ und „Mysteries“ nicht direkt wiedererkannt. Eine Schande, denn „Tom the Model“ war eines meiner Lieblingssongs des Albums. Ich erinnere mich an den Titel. An den Song leider nicht so gut. Auf der nächsten Autofahrt muss ich das ändern.

Setlist Beth Gibbons:
01: Tell me who you are today
02: Burden of life
03: Floating on a moment
04: Rewind
05: For sale
06: Mysteries
07: Lost changes
08: Oceans
09: Tom the model
10: Beyond the sun
11: Roads
12: Reaching out

Beth Gibbons - Primavera Sound Festival Barcelona, 30.05.2024

Pulp. Tanzen und mitsingen. Nachts um 2 Uhr geht das am besten. Die Stimmung ist ausgelassen, Pulp sind gerade auf der Zielgeraden. Um mich herum ist einiges an Platz. Vor mir tanzen ein paar twenty somethings, neben mir schauen lachend ein paar fourty somethings, hinter mir steht eine große Gruppe gleichaltriger Menschen und lauscht aufmerksam. Ich stehe am Rand, vielleicht 50 Meter von der Bühne entfernt, auf einem kleinen Hügel. Die Sicht von hier ist gut, das bemerkte ich schon letztes Jahr. Und es ist nicht so voll, weil man hier quasi mehr neben als vor der Bühne steht und die Sicht etwas eingeschränkt ist. Eigentlich sehe ich nur Jarvis Cocker, und ihn auch nur deutlich, wenn er in der Nähe des Bühnenrands rumturnt. Gott sei Dank macht er das sehr oft. Für alle anderen Musiker benötige ich die Leinwandaufnahmen. Bei Pulp hatte ich im Vorfeld des Konzerts keine großen Erwartungen, unterschätze aber erneut die Entertainerfähigkeiten des Frontmanns und vergaß überdies ganz die Großartigkeit von Pulp Songs. Dadurch, dass ich bis zum Schluss bei Beth Gibbons war – und somit nicht wie manch andere ihren Portishead Moment verpasst habe („Roads“) – bin ich etwas verspätet auf dem großen Platz der beiden Hauptbühnen.

Pulp - Primavera Sound Festival Barcelona, 30.05.2024

„Weeds“ ist der erste Song, den ich bewusst wahrnehme, nachdem ich mich zur Bühne vorgearbeitet habe. Es dauerte ein bisschen, da Ordner die Menschenmassen, die wie ich erst jetzt auf die große Wiese pilgern, in bestimmten Bahnen leiten. Aber es staut sich nur selten und es gibt genug Platz (inklusive Komfortzone) für alle. Die Stimmung ist gut, aber während des Triples „This Is Hardcore“, „Do you remember the first time?“ und „Babies“ explodiert sie förmlich. Das Konzert biegt jetzt im letzten Drittel ein und erreicht damit standesgemäß seinen emotionalen Peak. Von der Bühne regnet es irgendwann Konfetti und ein „Common People” in der Zugabe lässt keine Zweifel mehr daran aufkommen, dass Pulp berechtigterweise zu dieser Uhrzeit hier spielen.
Das hat Spaß gemacht. Sehe nicht nur ich so.

Setlist Pulp:
01: I spy
02: Disco 2000
03: Mis-shapes
04: Something changed
05: Pink glove
06: Weeds
07: Weeds II (the origin of the species)
08: F.E.E.L.I.N.G.C.A.L.L.E.D.L.O.V.E.
09: Sorted for E’s & Wizz
10: This is hardcore
11: Do you remember the first time?
12: Babies
13: Sunrise
Zugabe I:
14: Like a friend
15: Underwear
16: Common people
Zugabe II:
17: Razzmatazz

Zum Abschluss geben wir uns noch ein paar Takte des Justice Spektakels auf der zweiten großen Bühne nebenan. Der Bass lässt die nächsten 90 Minuten das gesamte Viertel nicht schlafen, so viel ist klar. Ich hatte allerdings eine spektakulärere Lichtshow erwartet, da bin ich dann doch enttäuscht. Nun ja, sicher war meine Erwartung einfach zu hoch.

Pulp - Primavera Sound Festival Barcelona, 30.05.2024

Kontextkonzerte:
Arab Strap – Primavera Weekender Benidorm, 18.11. und 19.11.2022
Lambchop – Dortmund, 07.11.2008 / Konzerthaus
Blonde Redhead – Primavera Weekender Benidorm, 17.11./18.11.2023
Blonde Redhead – Köln, 19.08.2018 / Luxor
Blonde Redhead – Köln, 19.11.2007 / Palladium
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