Moers Festival, Moers 29.05. – 01.06.2020

John Zorn hat leider abgesagt, weil er Streaming grundsätzlich aus Künstlersicht richtig bescheiden findet. Und das verstehen und respektieren wir. Denn wenn man nach Monaten des Wartens seine Abrechnung über die Tantiemen des Streamings erhält, fragt man sich jedes Mal, wer eigentlich die Briefmarke für die Zusendung bezahlt. Und weil John Zorn seine Kompositionen generell auch in der aktuellen Situation nicht gestreamt wissen möchte, bleiben auch die großartige Barbara Hannigan und der phantastische Steve Gosling dieses Jahr in Nordamerika.

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Damon Albarn – The Barn, 18.05.2020

18.05.2020. Kurz vor 20 Uhr. In einer Welt von 2019 wäre ich an diesem Abend in Brüssel. Im ausverkauften BOZAR würde Damon Albarn in ein paar Minuten auf die Bühne gehen, um Songs seines neuen Projektes vorzuspielen. Das BOZAR ist ein Theater inmitten der belgischen Hauptstadt und für diesen Montag hätten wir uns frei genommen, um einen entspannten Tagesausflug nach Brüssel zu unternehmen. Das Wetter wäre perfekt: Sonnenschein und die Temperaturen noch nicht zu hoch, so dass es angenehm ist, draußen rumzuschlendern. Und um neben der Börse Frietjes zu essen, an den Galerien ein Kriek zu trinken und bei Pierre Marcolini Schokolade einzukaufen.

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Unterwegs mit Musik: Manchester

Samstagvormittag. Als ich zum Sackville Park schlendere, um mir noch rasch das Alan Turing Memorial anzuschauen, lausche ich kurz der dort stehenden Reisegruppe. Hat der Reisegruppenleiter gerade tatsächlich Noel Gallagher und Ian Brown zitiert? Er hat, ich habe mich nicht verhört, obwohl das bei meinem eher mäßigen Englisch-Hörverständnis durchaus drin gewesen wäre. „Manchester's got everything except a beach“ (Ian Brown) so der eine,

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List-o-mania 2019 > LiveActs und das beste Konzert

Mein Konzertjahr 2019. Ich weiß, ich bin spät dran, Und vermutlich hätte ich diese Zusammenstellung auch nicht mehr hinbekommen, wenn in diesem Frühjahr alles normal verlaufen würde. Wäre es die Welt die von - ich sag mal - 2018, dann würde ich auf das Rewire Festival zurückblicken, das vor Ostern in den Haag stattfinden sollte, und mich auf die folgenden feinen Indoorfestivals Little Waves und Out of the crowd freuen.

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Benjamin Gibbard – Seattle, 27.03.2020

COVID-19. SARS-CoV-2. Woche 1 des Shut downs. Home Office. Sonnenschein. Keine Konzerte. Wenig Toilettenpapier. Es ist ein befremdliches Frühjahr, in dem sich die Menschheit 2020 befindet. Auf einer Kinoreklame las ich sinngemäß letzte Tage folgenden Satz: Wir sind zurück, wenn sich das Leben nicht mehr wie ein Kinofilm anfühlt.

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Embrace – Manchester, 06.03.2020

Ein Abend in Manchester. Drei Bands. 3500 Leute. Das sind die nackten Fakten, die sich um das Embrace Konzert im Manchester O2 Victoria Warehouse ranken. Es ist ein Abend, der wunderbar und hochinteressant war und der aufgrund der vielen neuen Eindrücke noch einige Zeit in meinem Gedächtnis bleiben wird. Gefühlt ist es ein Konzert, das mich circa 23 Jahre zurückwirft, zurück in die Zeit, als der melodische Britpop kurzzeitig mein Musikinteresse bestimmte.

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Sleater-Kinney – Brüssel, 21.02.2020

Mist, der Tunnel ist gesperrt. Ich bin kurz vor Brüssel, als ich via blinkender Leuchttafeln darüber informiert werde. Der Tunnel am EU-Regierungsviertel ist mein Standardweg in die Brüsseler Innenstadt und die einfachste Anreisevariante zur Botanique. Schnell ist man von dort auf dem Stadtring und drei Ausfahrten später am Konzertsaal. Mist, was nun? Darauf bin ich nicht vorbereitet. Gott sei Dank habe ich mich vor Fahrtbeginn entschieden, mein Mobiltelefon zum Navigationsgerät aufzurüsten und mit der entsprechenden App von Here zu versehen. Als Karten- und Autofahreratlasfan versuche ich, digitale Navigationsmittel zu vermeiden und mein ursprünglicher Gedanke war auch der, aus dem Gedächtnis heraus zur Botanique zu fahren.

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Poliça – Köln, 18.02.2020

Seitdem ich Channy Leaneagh zusammen mit dem stargaze Ensemble Poliça Songs habe spielen sehen, bin ich großer Fan. Ein paar Jahre ist das her. Damals in Eindhoven, Himmel das war sehr großes Kino. Die eher in Elektrobeats gehüllten Songs hinterließen auf großer Bühne und mit starkem Instrumentenaufgebot einen verdammt mächtigen Eindruck auf mich. Das war toll, eines der besten Auftritte, die ich gesehen habe. Die beiden ‘normalen‘ Poliça Konzerte waren dagegen nicht nichts, aber sie konnten natürlich nie so gut sein wie dieses und sind mir folgerichtig nicht so stark in meiner Erinnerung. Poliça mit dem stargaze Ensemble, das überstrahlt alles.

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Algiers – Köln, 14.02.2020

Es ist meine Premiere, ich besuche zum ersten Mal den Club Volta auf dem ehemaligen Industriegelände an der Schanzenstrasse. Er ist sowas wie der kleine Bruder des Carlswerk Victoria. Beide Säle liegen in der gleichen Industriehalle, nur getrennt durch einen gemeinsam genutzten Innenhof. Soweit so gut. Was beide Konzertorte damit aber auch gemeinsam haben, ist die chaotische Parkplatzsuche in der Dauerbaustelle rund um die Schanzenstrasse und für mich die Unmöglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einer einigermaßen akzeptablen Zeit hierhin zu gelangen.

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… and you will know us by the trail of dead – Köln, 12.02.2020

Was soll ich noch über Trail of Dead erzählen? Neun Mal habe ich die Band aus Austin nun schon gesehen, neun Mal habe ich meine Konzerteindrücke wiedergegeben. Ich habe das Gefühl, in meinen Berichten alles gesagt zu haben, was ich über Trail of Dead zu sagen habe. Als Fazit nach jedem Konzertbesuch bleibt dabei immer der gleiche Gedanke: was für eine tolle Liveband sie doch sind und wann es die nächste Gelegenheit geben wird, sie wiederzusehen. Das war 2006 so, das ist 2020 so.

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Shannon Lay – Köln, 11.02.2020

Es stürmt nur noch halb so stark wie tags zuvor. Dafür regnet es. Stark. Gibt es schlimmeres, als Regen, der vom Wind getrieben einem seitlich gegen die beine peitscht? Ich denke nein. Normalerweise ist das ein Abend zum zuhause zu bleiben. Normalerweise sollte ich auf der Couch sitzen und Bad Banks zuende schauen. Normalerweise. Aber ich war dieses Jahr noch nicht oft auf Konzerten und an diesem Abend finden gleich zwei interessante Sachen statt. Als Entscheidungshilfe entpuppte sich ein Ticketgewinn für das Bumann & SOHN. Shannon Lay und Mikal Cronin, ein Konzertdoppel, dass ich eh auf meiner Liste hatte. Also raus in den abflauenden Sturm.

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BEAK> – Brüssel, 25.01.2020

Wenn ich BEAK> höre muss ich unwillkürlich an Filmmusik denken. Ihre dunklen, instrumentalen Songs rufen bei mir Blade Runner, Die Klapperschlange oder Weltraum Assoziationen hervor. Und tatsächlich gestalten BEAK> einen Filmsoundtrack. Allerdings ist es kein Weltraum-Sc-Fi Film, zudem alte und neuere BEAK> Songs als Hintergrundmusik verwendet werden. Denn dass ihre Musik den Soundtrack zu Couple in a hole bildet, wusste ich nicht. Das erfuhr ich erst am Konzertabend, als ich die Platte am Merchstand entdeckte.

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Transformer 4 Festival – Maastricht, 18.01.2020

Vor sechs Jahren veröffentlichten Warpaint ihr erstes Meisterwerk Warpaint. „Frank“ klingt nach Warpaint. Der unbegleitete Gesang ganz am Anfang des Songs, die Leichtigkeit, wenn erst das Schlagzeug leise und später dann der Bass einsteigen. Ja, die aktuelle Single der irischen Band Just Mustard lässt mich an die ersten Songs des Warpaint Debütabums denken. „Frank“

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Cigarettes after sex – Köln, 25.11.2019

‘All the songs sound the same‘ steht auf einem T-Shirt, das ich mir nach dem Konzert am Merchstand gekauft habe. Ein ‘All songs sound the same‘ T-Shirt könnten auch Cigarettes after sex anbieten, in meinen Augen würde das einen feinen ironischen Blick auf das bisherige eigene Werk richten. Ich kaufte meins nach einem The Wedding Present Konzert. Denn was auf die Band um David Gedge zutrifft, möchte ich auch für die amerikanische Band Cigarettes after sex geltend machen. Irgendwie klingt es immer gleich: sanftes Gitarrenintro, beruhigende Keyboards, ein kaum hörbares Schlagzeug und immer eine nahezu gleiche Gesangsstimmlage und -stimmung.

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Cass McCombs – Köln, 14.11.2019

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf den amerikanischen SingerSongwriter aufmerksam geworden bin, vermute aber, es war zu der Zeit, als ich auch Josh Rouse für mich entdeckt habe. Das wäre dann so vor zwei oder drei Jahren. Seitdem ist es mir eine Herzensangelegenheit, Cass McCombs auch einmal live zu erleben. Was bei Josh Rouse, der mittlerweile im spanischen Valencia lebt, sehr schnell klappte, wollte mir bei Cass McCombs nicht so recht gelingen. So oft schaut er nicht bei uns oder in der weiteren nähe vorbei. Vor zwei Jahren verpasste ich ein Konzert in den Niederlanden, 2016 seinen Auftritt beim Primavera. Seitdem kam nichts mehr.

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