Och nee, die WM ist doch schon längst vorbei! Stimmt, ich alter Hinterherhinker. Aber das hier ist einfach zu schön, um es unerwähnt zu lassen.
Indiecater Records, ein Label / Vertrieb aus Dublin, verkauft immer noch über seine Webseite die pünktlich zur WM veröffentlichte Kompilation „Fast Forward: The World Cup goes Indie“. Der Sampler umfasst nicht mehr und nicht weniger als 32 Songs. Pro WM-Nation ein Lied.
5 Euro als Download oder 10 Euro als Freihauslieferung auf einem usb- Stick nenn ich mal ein Angebot. Zu hören und kaufen ist der Sampler direkt über die Indiecater Homepage.
Auf den Sampler und auf Indiecater Records aufmerksam geworden bin ich über die belgische Band Showstar, deren Video ich letztens auf YouTube sah und nach denen ich anschließend ein bisschen googlte. Showstar glänzen auf Fast Forward mit dem Song „Uruguay!“ und richtig, repräsentieren aus der Gruppe A Uruguay.
Das passt, den während der WM war ich Uruguayer. Die Mannschaft hat mich begeistert und da ich eine Fußball-WM nicht engstirnig national sehe, hätte ich Uruguay den WM-Titel gegönnt. Während einer WM war ich auch schon Belgier, Rumäne, oder Kroate.
Neben Showstar sind unter anderem noch – und das ist die einzige Band, mit deren Namen ich was anfangen kann – Someone still loves you Boris Yeltsin vertreten. „Back to you“, ihr Kompilationsbeitrag, steht für Brasilien. Das zur Band besser passende Russland hatte sich ja nicht qualifiziert.
Weitere Songs heißen „Kim Jung II“, „Alp Sway snow team“ oder „Don’t get fooled by the football players’ summery outfit“. Letzteres ist hier als kostenloser Download abgreifbar.
Fast Forward is our most ambitious project to date and it has taken over a year to come to fruition. The premise was simple; we asked some of our favourite bands to write about one of the 32 countries participating in South Africa 2010, the only stipulation being that the song be themed on their chosen country and if possible be football related.
Also, wer noch einen usb- Stick benötigt, und obendrauf gute Songs hören und neue Bands entdecken möchte, dem sei diese Kompilation wärmstens empfohlen.
Die mp3’s haben eine gute 320 kbit Qualität und der usb- Stick kommt mit Winamp Playlist, Albumcover sowie einem wunderbaren Artwork-Scrapbook im pdf- Format.
Erwähnte ich es schon? Kaufen! Lohnt sich! Wirklich.
The Hundred in the Hands, ein Duo aus Brooklyn.
Bei Tonspion kann man sich ihre Single „Dressed in Dresden“ besorgen. Dieser tolle Song befindet sich auf der EP „This desert“, die im Frühjahr diesen Jahres erschien und im übrigen sehr viel Lust auf mehr macht. Eleanore Everdell und Jason Friedman, die beiden sind „The Hundred in the Hands“, machen diesen typisch modernen „Indiepop meets Elektro“ Kram. Tanzbar klingt das, und poppig.
Seit ich letzten Donnerstag Mount Kimbie im Vorprogramm von The xx gesehen habe, und ich mich auf dem Juicy Beats in Hundreds verliebte, hatte ich ja entschieden, mich ein wenig in die Elektroecke zu bewegen. Eine Gegend, in der ich immer mal wieder vorbeischaue, mich aber nicht wirklich auskenne. Da kommen THITH gerade recht, dieses Gebiet näher zu erkunden, passen sie doch haargenau in dieses Schema.
In diesen Tagen erscheint ihr selbst betiteltes Debütalbum „The Hundred in the Hands“. Kaufen? Unter diesen Gesichtspunkten definitiv.
Sehtest:
The hundred in the hands @ myspace The hundred in the hands @ home The hundred in the hands @ facebook
In weniger als 12 Monaten vom Luxor ins E-Werk. Von wenigen Hundert auf einige Tausend Zuschauer. Das schaffen nicht viele!
Die drei XXX, die vor einem Jahr noch zu viert waren und die ihre Bühne gerne mit zwei knallgrellen weißen X’en nicht ausleuchten, aber die ersten Reihen blenden, haben es geschafft. In souveräner Art und sehr verdient! Das vorneweg.
Ursprünglich sollte das Konzert schon im Februar sprichwörtlich über die Bühne gehen, aber aufgrund privater Dinge musste es um viele Monate verschoben werden. Raus aus dem tristen Februar, rein in den warmen August.
Ihr Konzert im letzten Jahr ließ keine Wünsche offen, es war ein ergreifender und schöner Abend, der niemanden zögern ließ, sich auch Karten für das nächste Kölner The XX Konzert zu besorgen. Und auch die, die die Show verpasst hatten, lange im Voraus und binnen weniger Tage war das Luxor seinerzeit ausverkauft, witterten nun die Chance. So musste das E-Werk her, um genug Platz für die Hypeband des Jahres 2009 bereitzustellen.
Good old Grunge years! Und wieviel Skateboardvideos gibt es eigentlich? Ich müsste mal eine Liste zusammenstellen.
“100%” fand ich seinerzeit eher schwach, das dazugehörige Album auch. Aber nach “Goo” konnte es auch kaum besser werden. Mittlerweile habe ich meine Meinung geändert. Zumindest was dieses Lied angeht. “100%” ist definitiv ein Klassiker…
Oxford war schon immer gut für interessante Bands.
Mit Spring Offensive biedert sich nun ein weiterer Kandidat aus der sehr alten Uni-Stadt an, zeitgemäßen Indiepop in mein Ohr zu spülen.
Spring Offensive sind fünf Jungs: Lucas Whitworth, Matt Cooper, Theo Whitworth, Pelham Groom und Joe Charlett. Vor einem guten Jahr erschien ihre Debüt EP „The Spring Offensive EP“ mit drei Tracks. Im Frühjahr diesen Jahres folgte mit „Pull us apart“ das Debütalbum. Mit sieben Songs.
Die EP kenne ich leider nicht, das Album schon. „Pull us apart“ ist gut. Einen richtigen Kracher entdecke ich zwar nicht, aber im großen und ganzen ist das Album eine runde Sache schöner und seichter Indiegitarrenmusik.
Jetzt gibt es eine neue Single. „The first of many dreams about monsters“ heißt sie und man kann sie sich hier kostenlos downloaden. Aber nicht erschrecken. Die Single ist sagenhafte 14 Minuten lang und eigentlich sind es fünf Songs in einem.
Neugierig? Dann einfach mal reinhören. Kost ja nix.
Bin ich schon reif für Jazz? Eine Grundsatzfrage, die mich seit vielen Jahren begleitet. „Für Jazz fühle ich mich noch nicht alt genug.“ Dieses Zitat, ich weiß nicht mehr von wem, hängt über mir und krabbelt ab und an hervor. Jazz, dieses wuchtige Ding mit all seinen Verzweigungen und Unterarten, das ist zu viel für mich. Das verstehe ich nicht.
Nichtsdestotrotz habe ich – bewusst oder nicht – schon Jazzerfahrungen. Vor zwei Jahren zum Beispiel, in einem renommierten Jazzklub (mein Arbeitskollege sagt: der Club schlechthin) bei leckerer Suppe und Budweiser Bier. Die Künstler sagten mir nichts, mein Arbeitskollege sprach nachher von Virtuosität, hoher Spielkunst und punktgenauen Einsätzen. Alles Dinge, die mir bei einem Konzert nicht sonderlich wichtig sind, auf die ich nicht achte. Aber, die Abende waren toll, unterhaltsam und spannend. Ich habe viel neues gelernt und hatte meine ersten Jazzberührungspunkte.