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IGYOT – Spinning for the cause

30 Jul 2010 | von frank | Kategorie: im cd regal | kein Kommentar
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IGYOT-Spinning for the causeI got you on tape (IGYOT) sind Sänger Jacob Bellens, Gitarrist Jacob Funch, Jeppe Skovbakke (Bass) und Schlagzeuger Rune Kielsgaard. Alle vier stammen aus Dänemark, genauer gesagt aus Kopenhagen.
„Spinning the cause“ ist ihr drittes reguläres Album. Ihr selbst betiteltes Debütalbum aus dem Jahr 2006 und der Nachfolger “2” aus dem Jahr 2007 bilden den ersten und zweiten Output der Band. Ein irreguläres Remix-Album erschien 2008. Das war vier Jahre nach ihrer Bandgründung.
Soweit die musikalischen Eckdaten.

In Deutschland, oder weit fassender gesagt, außerhalb Dänemarks, sind IGYOT irgendwie unbekannt. Also behaupte ich mal. Oder anders gesagt: ich kannte diese Dänen nicht, freue mich aber umso mehr, dass sie mir diese Woche vorgestellt wurden.
IGYOT machen melancholischer Rock-Pop-Folk. Das ist so neu nun nicht, viele haben der Welt schon vor einiger Zeit gezeigt, wie toll dies im 21. Jahrhundert klingen kann. Anschließend kamen andere und haben dieses verfeinert und ausgebaut. Melancholischer Indierock ist also etabliert und eigentlich wurde alles gesagt. Uneigentlich gibt es aber immer wieder kleine Ausrufezeichen, Überraschungen. „The Black heart procession“ zum Beispiel oder eben IGYOT. Also was Neues im Sektor der melancholischen und getragenen Gitarren? Jein. Nicht neu, aber aufhorchenswert, wie ich finde.
Sommersault könnte man kennen. Ich kannte es nicht. Das ist die Single vom zweiten Album „2“ und ein seltsamer Song mit einem merkwürdigen Video. „Sommersault“ ist aber irgendwie gut.
Und genau so ist es mit „Spinning For the Cause“:
Seltsam, aber irgendwie gut.
Da wäre die sehr britisch klingende Stimme des Sängers, die mich an Blur oder die Bluetones denken lässt. Ein Umstand, der mir spontan sehr sympathisch ist. Der Eindruck legt sich im Laufe des Albums, und live ist davon ehedem nicht allzu viel übrig. Aber das sammelt erste Pluspunkte. Und mehr Pop als im sehr guten „The Blacksmith“ geht eigentlich nicht. Das macht Spaß.
Und dann sind da die merkwürdigen Momente. Das aus dem Takt fallende Schlagzeug im Eröffnungsstück, das mich kurz an der Funktionalität meines mp3 Players zweifeln lässt, oder das letzte Stück des Albums, „Wedding Song“. Ein Song, der durch seine Shoegazeästhetik völlig aus dem Rahmen fällt und den ich hier nicht erwartet hätte. Es ist das lauteste Stück auf „Spinning the cause“ und passt einerseits so gar nicht zu den anderen neun Songs. Andererseits macht es großen Sinn.
Trotz aller netten Merkwürdigkeiten ist „Spinning for the cause“ Pop. Erst etwas munterer, dann etwas melancholischer. Pop und Melancholie, eine Kombination, die in den nördlichen Breitengraden nicht ungewöhnlich ist.
In diesem Sinn sind IGYOT eine skandinavische Band.

Viel Spaß beim hören. Das Tracklisting des Albums liest sich wie folgt:
01) Cabaret
02) Permanent Vacation
03) The Blacksmith
04) Ace In The Hole
05) Polkadots
06) Spinning For The Cause
07) Waking Up The Brotherhood
08) Beggars And Bangers
09) Talk About The Threadmill
10) Wedding Song

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K’s choice

28 Jul 2010 | von frank | Kategorie: platzhalter | ein Kommentar
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Eine Geschichte aus dem Leben.
Naivität ist meine größte Schwachstelle. Zu oft glaube ich, dass Menschen generell so handeln, wie ich in bestimmten Situationen handeln würde. Sehr oft wurde ich belehrt, dass dies nicht so ist. Trotzdem, das Denken an den guten Menschen lässt mich diese Enttäuschungen vergessen und mich – ohne groß darüber nachzudenken – zu Handlungen hinreißen wie dieser:
Im April musste es schnell gehen. Die lange vorher gekaufte Konzertkarte für das K’s Choice Konzert in der Kölner Kulturkirche wollte ich nicht unnütz verfallen lasen. Da mir ein Termin einen Strich durch die Besuchsrechnung gemacht hatte, dachte ich, ein Verkauf wäre die ideale Lösung. Ich könnte jemanden anderes glücklich machen, in dem ich ihm ein Ticket für ein ausverkauftes Konzert überlasse, und ich selbst könnte so den Kartenpreis wieder hereinwirtschaften. Ein lohnenswerter Deal für zwei Leute, wie er tausendmal gemacht wird. Mehr als den Originalpreis wollte ich nicht verlangen. Schon kurz, nachdem ich eine Anfrage über last-fm gestartet hatte, meldete sich Frau Schmitz*. Nach kurzem Mail hin und her entschied ich, die Karte für glatte 30 Euro abzugeben. Da die Zeit voranschritt und ich sichergehen wollte, dass das Ticket rechtzeitig bei der neuen Besatzerin ankommt, verschickte ich es umgehend per Post. Der Betrag, so dachte ich, mein Gott, wird dann schon überwiesen. Warum auch nicht?
Genau, warum denn nicht …
An diesem Punkt – denn natürlich ist der Fortgang der Geschichte sehr vorhersehbar – denkt bestimmt der ein oder andere: Schön blöd, selber schuld. Und ich sage: Stimmt. Wie erwähnt: Gutgläubigkeit ist meine große Schwachstelle.

Ich warte immer noch auf die Überweisung, aber vielleicht ist ja auch was dazwischengekommen. Mittlerweile aber habe ich einen Gegenvorschlag: Du lädst mich zum nächsten Kölner K’s Choice Konzert ein.
Ach, so was ist ärgerlich und im höchsten Maß unsportlich. Leider werden die Leidtragenden Mal wieder andere sein, denn natürlich werde ich jetzt nicht mehr auf diese Art Tickets weiterreichen. Aber so ist es ja immer. Und, nun ja, einige Menschen denken halt nur bis zur eigenen Wohnungswand.
Leider ist es nicht die erste unsportliche Aktion, die ich im Rahmen von K’s Choice Konzerten beobachten konnte. Ich weigere mich aber zu glauben, dass dies kein Zufall ist.

Everything’s for free

* im Kölner Telefonbuch gibt es über 1700 Einträge zum Namen Schmitz, so las letztens in der Zeitung. Namensübereinstimmungen können rein zufällig sein.

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Sonic Youth

27 Jul 2010 | von frank | Kategorie: video - late night(s) live | kein Kommentar
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Direktlink: youtube

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Marie Fisker

24 Jul 2010 | von frank | Kategorie: bands und musiker | kein Kommentar
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Dänin. Aufgewachsen und wohnhaft in Kopenhagen. Ihr Debütalbum „Ghost Of Love“ erschien vor über einem Jahr. In Dänemark, nicht hierzulande. In unseren Regionen ist Marie Fisker weitestgehend unbekannt. Doch das muss sich ändern. Jetzt und sofort. Der erste Schritt: „Ghost of love“ wird in einigen Wochen auf Cargo Records veröffentlicht.
Bis dahin bleibt noch ein wenig Zeit, sich auf YouTube oder MySpace mit der Künstlerin auseinanderzusetzen. Wer dies macht, wird mit wunderbaren, spärlichen, behutsamen und feinen Songs belohnt. Alternative-Folk, Rock. Einiges erinnert an PJ Harvey oder Cat Power, womit ich Marie Fisker den Menschen, die besagten Sängerinnen nahe stehen, unbedingt empfehlen möchte. Alle anderen sollten aber auch mal klicken.
Marie Fisker wurde 1976 in Kopenhagen geboren. Anfang 2000 richtete sie sich ein Studio im Zentrum von Kopenhagen ein. Dort komponierte sie Lieder, nahm Demos auf und lud Musiker ein, sie im Studio zu begleiten. So entwickelte sich ein eigener musikalischer Klang, der auch ihr Debütalbum prägt, das Marie zusammen mit Schlagzeuger Jakob Høyer (ex-The Raveonettes) produziert hat.

Toll ist auch ihre Zusammenarbeit mit Anders Trentemøller. Auf der Single Sycamore Feeling seines zweiten Albums „Into the great wide yonder“ singt Marie in atemberaubender, Sandoval-esker Schönheit. Das Video selbst ist überdies von besonderer, dunkler Eleganz.

Marie Fisker @ myspace
Marie Fisker @ home

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10 Mother Love Bone

21 Jul 2010 | von frank | Kategorie: (un)vergessene indiehelden | ein Kommentar
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Kitchens of distinction

Die erste Alternative Rock Band der Welt. Behaupte ich mal. Die Band, die den Grunge und das ganze Seattle Ding wahrscheinlich erst möglich gemacht hat.
Beziehungsweise deren Bandauflösung beziehungsweise der viel zu frühe Tod von Sänger Andrew Wood.
Ohne Mother Love Bone kein Pearl Jam und kein MTV- Alternative Rock. Ebneten Green River den Weg, so haben Mother Love Bone daraus eine befestigte Fahrbahn gemacht, die Pearl Jam anschließend zur sechsspurigen Autobahn ausbauten. All das zwischen den Jahren 1985 („Come on down“ EP) und 1991 („Ten“). Fünf, sechs Jahre, die alles Zukünftige so nachhaltig prägten und veränderten.
Aber der Reihe nach.
Nachdem sich Green River 1987 auflösten, suchten Stone Gossard, Jeff Ament und Bruce Fairweather einen neuen Sänger für ihre neue Band. Sie fanden ihn in Andrew Wood, der kurz zuvor die Band Malfunkshun verlassen hatte.
Mark Arm und Steve Turner, die anderen beiden Green River’er, gründeten zusammen mit Matt Lukin und Dan Peters eine Band namens Mudhoney.
Angeblich führen musikalische Differenzen zum Split von Green River. Einfach gesagt: Mark Arm wollte mehr Punk, Stone Gossard und Jeff Ament wollten rocklastigere Songs schreiben. Wer Mudhoney und Mother Love Bone vergleicht, hört, was ich sagen möchte. Genau wie später bei Nirvana und Pearl Jam. Auch zwischen diesen beiden Viechern erhört man die unterschiedlichen Ansätze und Motivationen.
Aber zurück ins Jahr 1989.
Mother Love Bone nehmen ein paar Songs auf, veröffentlichen eine EP („Shine“) und ein Album. „Apple“, so der Titel, erscheint im Sommer 1990, zu einem Zeitpunkt, als Andrew Wood bereits an einer Dosis Heroin verstorben war. Sein Tod bedeutet gleichzeitig das Ende der Band. „Apple“ blieb folgerichtig das einzige Album der Band.
Nachdem Stone Gossard und Jeff Ament mit Eddie Vedder einen neuen Sänger fanden, gründeten sie zusammen mit Mike McCready Pearl Jam.

Mother Love Bone // kurze Kurzbio
– Stil: Rock
– gegründet 1987
– Auflösung 1990

Mother Love Bone // wichtige Mitglieder
Andy Wood (Gesang, Klavier)
Jeff Ament (Bass)
Stone Gossard (Gitarre)
Bruce Fairweather (Gitarre)
Greg Gilmore (Schlagzeug)

Mother Love Bone // Alben
1989 Shine (EP)
1990 Apple

Mother Love Bone // unser Kennenlernen
Singles. Der Film, nicht der Lebenszustand. Ich war sehr beeindruckt von Bridget Fonda, Kyra Sedgwick, dem „Superzug“ und den anderen Geschichten rund um die Singlewohnanlage in Seattle. Also doch ein bisschen Lebenszustandsbeschreibung. Und war Matt Dillon als Citizen Dick Frontmann nicht überragend? („I don’t wanna hear anything negative.“)
Der lokale Soundtrack machte Singles zu einem Generationenfilm, der Kauf der Filmmusik-CD war also Pflicht. Neben bekannten Bands wie Alice in Chains, Pearl Jam, Nirvana und anderen waren auch Mother Love Bone vertreten. “Chloe Dancer/Crown of Thorns” war bzw. ist ein 8-Minuten-Kracher, der sehr nach Pearl Jam klang und mein Interesse weckte.
Auf einer der nächsten Lüner Plattenbörsen entdeckte ich “Pearl Jam & Andrew Wood – Demos“ ein wenig später die 1992er Zusammenstellung “Mother Love Bone“, übrigens sehr empfehlenswert. Das war’s. Gut so.

Mother Love Bone // Lieblingssong
Chloe Dancer /Crown of Thorns, einer der besten Songs über sieben Minuten ever!

Mother Love Bone // Noch was?!
Nach dem Tod seines Freundes Andy Wood schrieb Chris Cornell zwei Songs (“Say Hello 2 Heaven” und “Reach down”).
Zusammen mit dem Soundgarden-Schlagzeuger Matt Cameron, Jeff Ament und Stone Gossard ging er ins Studio, um die beiden Songs als Single aufzunehmen. Hierbei entstanden eine Reihe neuer Songs, so dass man sich letztendlich entschloss, ein komplettes Album unter dem Namen Temple of the dog zu veröffentlichen. Der leitet sich aus einer Textpassage von Andy Wood ab (“Man of golden words”). Da sich die Aufnahmen mit denen von Pearl Jams Ten überschnitten, wurde Eddie Vedder bei dem Song “Hunger Strike“ einfach mit eingebunden.

Mother Love Bone // Links
@ youtube (ganz viel gutes schlechtes Filmmaterial aus dem Jahr 1989)
@ lastfm

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Cymbals eat guitars

17 Jul 2010 | von frank | Kategorie: video - live im konzert | kein Kommentar
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Direktlink: youtube

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