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List-o-mania 2016 > LiveActs und das beste Konzert

Januar. Der Rückblick auf das vergangene Jahr. Listen. In den vergangenen Tagen poppten sie wieder überall auf: Jahreslisten. Platten des Jahres. Songs des Jahres. Konzerte des Jahres. Events des Jahres.
Ich bin ja nicht so der Listentyp, jedes Jahr aufs Neue fällt es mir schwer, meine Konzertbesuche des vergangenen Jahres in irgendeine Art von Reihenfolge zu bringen. Daher habe ich im letzten Jahr erstmalig beschlossen, dies nicht mehr zu tun, sondern einfach – ohne Reihenfolge – meine Konzerterlebnisse zusammenzufassen. Was bringt es denn, Veranstaltungen gegeneinander auf- oder abzuwerten, nach irgendwelchen Parametern wie Wohlfühlatmosphäre, Spiellaune der Band oder persönlichem Eindruck zu klassifizieren?

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Mutter – Düsseldorf, 16.12.2016

‘Hoffentlich drückt mir niemand das Mikrofon in die Hand. Hoffentlich drückt mir niemand das Mikrofon in die Hand.‘ Mutter sind beim letzten Song des Konzertes angekommen, „Ein kleines Stück Papier“, gleichzeitig auch das letzte Song auf der Platte Hauptsache Musik, und Sänger Max Müller, der bis dahin schon viel erzählt hat, leitet den Song als poppiges sing-a-long Stück ein, bei dem jeder die Möglichkeit haben soll, mitzumachen. ‘Ich lasse einfach das Mikron rundgehen und jeder singt einmal den Refrain. Der ist ganz einfach und geht so: Ein kleines Stück Papier, lalala, ein kleines Stück Papier.

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The Notwist – Düsseldorf, 12.12.2016

Neon Golden ist bis heute beste Indietronic-Album aus diesem Lande. Punkt. Diskussion zwecklos, weil es keine Gegenargumente bzw. ein besseres Album gibt.
Tja, so ist das und ich gestehe, dass ich The Notwist verehre. Seit vielen Jahren liebe ich ihre Musik, ihre Konzerte. Ein Jahr ohne ein The Notwist Konzert ist für mich ein vertanes richtiges Konzertjahr. Ich kann mich einfach nicht sattsehen an ihren Livedarbietungen. Waren und sind phänomenal, dass sich in den nächsten Jahren daran etwas ändert, ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.

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Ash – Köln, 04.12.2016

Wenn ich meine letzten Konzertbesuche Revue passieren lasse, komme ich ins Nachdenken. Es waren doch ganz schön viele 1990er Jahre Erinnerungsveranstaltungen dabei: Pixies, L7, The Rifles. Eigentlich alles Bands, die mich vor 20 Jahren mehr faszinierten als sie es heute tun. Und nun kommt noch ein weiteres dazu: Ash. Oh Gott, wie lange habe ich diese Bands nicht mehr verfolgt, wie lange keinen einzigen Song von dieser Band bewusst gehört. Gibt es denn kein spannendes junges Gemüse, das mich vom Ofen hervorholen kann? Doch, das gibt es zu genüge. Aber irgendwie bleibe ich doch immer wieder an meinen frühen Lieblingen hängen,

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Preoccupations – Köln, 28.11.2016

Viet Cong war aber auch ein scheußlicher Bandname. Dass man sich damit wenig Freunde und viel Ärger einhandeln kann, ist nicht nur fast vorprogrammiert, die Band aus Kanada hätte sich das an 5 Fingern abzählen können. Ein bisschen Rumoren hatten Matt Flegel, Mike Wallace, Scott Munro und Daniel Christiansen sicher beabsichtigt, als sie sich diesen Namen gaben. Dass dann aber wegen ihres Bandnamens Konzerte abgesagt wurden, hatten sie wohl nicht erwartet. Schlussendlich sah die Band ein, der Name ist doof und ein großes Hindernis.

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Pixies – Köln, 24.11.2016

Und alle so: hahaha hahaha hahaha. („Tame“). Es ist immer gut, wenn Black Francis ins Mikrofon schreit. Keiner kann das so gut wie er.
Das Angebot kam überraschend und kurzfristig. Hast du Lust zu den Pixies zu gehen? So lautete tags zuvor die Anfrage. Ab und an schreibe ich Konzertberichte für ein Onlinemagazin, der ursprünglich angesetzte Schreiber schien kurzfristig ausgefallen zu sein. Ich zögerte nicht, obwohl ich diese Art von ‘Auftragsarbeiten‘ nur sehr ungern und nicht zu oft machen möchte. Der Zwang, ein paar Worte abliefern zu müssen, ist mir nicht geheuer. Aber in diesem Fall stimmte ich zu.