| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Scout Niblett – Köln, 19.11.2018

Ich erinnere mich sehr gerne an das Scout Niblett Konzert auf dem Dach des Museums Ludwig zurück. Wir saßen auf Bierkästen, blickten Richtung Domturmspitzen und lauschten den nur mit E-Gitarre vorgetragenen Songs. Himmel, wie lange ist das jetzt her? 4 Jahre? Damals hörte ich sehr viel Scout Niblett Sachen, It’s up to Emma und so.

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FACS – Köln, 15.11.2018

Ein Fakt: FACS, oder sollte ich der Einordnung halber sagen ex-Disappears, wollte ich vom ersten Tag der Konzertankündigung an sehen. Soweit, so gut. Blöd wurde es dann, als just für denselben Tag ein Konzert meiner Seattle Favoriten Mudhoney im Gebäude 9 terminiert wurde. Himmel, hat die Woche nicht mehrere Tage! Ich mag Mudhoney sehr, aber ebenso hörte ich Disappears gerne zu.

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Repetitor – Köln, 14.11.2018

Repetitor sind in Deutschland relativ oft unterwegs. Meine nachmittägliche Recherche ergab für nahezu jedes der letzten vier Jahre Konzerttermine der serbischen Postpunk Band. Komisch, dass sie mir da nicht früher über den Weg gelaufen sind und ich die Band erst vor ein paar Wochen zum ersten Mal gehört und gelesen habe.

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Rolling Blackouts Coastal Fever – Köln, 13.11.2018

Ich kann mir diesen sperrigen Bandnamen einfach nicht korrekt merken. Rolling Back Coastal, Rolling Coastal Blackout, Rolling Blackout Coastal Fever. Rolling Blackouts Coastal Fever. Abgekürzt lese ich auch oft Rolling Blackouts CF, was auf mich wie ein Fußballvereinsname wirkt. Rolling Blackouts Coastal Fever sind eine australische Band, von deren Existenz ich ehrlich gesagt bis vor ein paar Wochen nichts wusste.

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Karies – Köln, 08.11.2018

Public Service Broadcasting in Bochum, Jon Spencer in Köln, Tocotronic in Bochum, Karies in Köln. In Sachen Konzertbesuche sind Novembertage Entscheidungstage. ‘Irgendwas mit Zahnarztbesuch‘ schrieb ich nachmittags und fand das amüsant. ‘Zähneputzen nicht vergessen‘ hallte es mir entgegen, als ich erzählte, dass ich zu Karies gehe.

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BIME Live Festival – Bilbao, 26. – 27.10.2018

Messehalle 1. Genau, das klingt erstmal übel. Und ehrlich gesagt war das auch mein Eindruck, als wir durch die großen Schwingtüten des Messefoyers in die Halle kamen. Unten spielte bereits eine Band und der Sound auf der Eingangsempore war schrecklich: es war laut, es hallte, es krächzte. Der Geräuschpegel war allgemein gruslig. Wie kann man auch eine - ich schätze mal - 4 Fußballfelder große Messehalle zu einem Konzertort umfunktionieren? Ich hatte schlimmste Befürchtungen für die anstehenden Konzerte.

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Bloc Party – Brüssel, 20.10.2018

Beim dritten Song des Albums Silent Alarm packten mich zwei Wellen von rechts und eh ich mich versah, stehe ich mittig vor der Bühne. Wenn „Banquet“just gespielt wurde, aber mit „Helicopter“ und „Like eating glass“ die beiden absoluten Emo-Höhepunkte des Bloc Party Konzertes noch bevorstehen, ist das kein guter Platz für Menschen meines Alters.

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Mono – Heerlen, 17.10.2018

Zu „Breathe“ habe ich endgültig verstanden, dass es eine gute Idee, nach Heerlen zu fahren. Es ist der Moment, in dem Gitarrist Takaakira Goto seinen Lederschemmel umschmeißt, sich auf den Bühnenboden kniet und die Gitarre wie ein Gottesanbeter gegen die Hallendecke reckt. Es wummert und dröhnt im Niewe Nor, der kleine Saal flirrt im Blau- und Weisslicht der Bühnenleuchten.

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The Posies – Heerlen, 12.10.2018

In meiner Kindheit gab es bei uns kaum Kreisverkehre. Spontan kann ich mich an keinen Kreisverkehr erinnern, den ich als Kind mit dem Fahrrad durchqueren durfte. Diese kreuzungsfreie Straßenführung kannte ich nur aus Urlauben in den Niederlanden. Dort waren sie in den 1980er Jahren bei Straßenplanern äußerst beliebt und auf Ausflugsfahrten entsprechend oft anzutreffen. Der Vorteil dieser Art der Verkehrsführung liegt auf der Hand: ruhiger, stetiger Verkehrsfluss und sicheres Einmünden oder Abbiegen.

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They might be giants – Köln, 01.10.2018

„Ana Ng“. Tanzflächenfüller in der Dortmunder Live Station und erster Hit der They might be giants. Es ist 1990 und „Ana Ng“ mein erster, und - so kann ich jetzt sagen - bisher einziger bewusster Berührungspunkt mit den beiden Johns, John Flansburgh und John Linnell. Natürlich nahm ich danach noch „Istanbul (not Constantinople“oder „Dr Worm“ wahr, auch erkannte ich die They might be giants in der TV Serie Malcom mittendrin als Soundtrack Schreiber, aber eines der unzähligen Studioalben der They might be giants habe ich nie gehört.

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Spain – Eupen 30.09.2018

Konzerte in der Provinz. Wenn man wie ich auf dem Land aufgewachsen ist, ist man von klein an das hin und her fahren gewöhnt. Früher erst mit dem Fahrrad eine halbe Stunde in die Stadt zu den Schulkollegen, später dann nachts um zwei Uhr durch Felder und Wälder von merkwürdigen Bauernfeten zurück nach Hause. Noch später dann war das Auto der Eltern ein Segen. So empfinde ich es heutzutage nicht als ungewöhnlich, mit dem Auto in andere Städte zu Konzerten zu fahren.

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Michael Nau & The Mighty Thread – Maastricht, 29.09.2018

Es ist ein Kreuz mit mir und diesem Maastricht. Bisher habe ich mich jedes Mal verfahren, wenn ich mich auf den Weg in die Muziekgieterij gemacht habe.  An diesem Samstag hatte ich mir fest vorgenommen, gegen die Straßenführung der Stadt zu gewinnen und ohne Stadtrundfahrt an der Boschstraat anzukommen. Das ohne Stadtrundfahrt ist mir gelungen, aber dummerweise anders als geplant: Denn stattdessen sah ich mich urplötzlich in Belgien wieder. Wie konnte das passieren? Nun, ich hatte mich ein wenig im Wirrwarr der Baustellenführung rund um die Nordbrücke verfranzte. Uii, nach Belgien wollte ich doch erst am folgenden Tag. Ein bisschen drehen und wenden und hin und her und schnell war der faux pas wettgemacht und die Muziekgieterij geriet in mein Blickfeld. Immerhin - ich verbuche das als Erfolg - bin ich nicht wieder durch den neuen Autobahntunnel bis nach Maastricht Süd gefahren.

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Iceage – Köln, 12.09.2018

Denke ich an Iceage, denke ich zuallererst an Manni das Mammut und Sid das Faultier, die sich durch die letzte Eiszeit quälen und Abenteuer erleben.  Im zweiten Gedankengang kommt mir die Band Iceage in den Sinn, die ich einst am frühen Abend auf einer der Primavera Bühnen gesehen habe. Im Gegensatz zu den spanischen Emo-Punk Bands, die zuvor und danach spielten, bleibt mir ihr Auftritt stärker in der Erinnerung. Warum genau, kann ich nicht sagen. Vielleicht hat es auch etwas mit Manni und Sid zu tun.

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Anna Burch – Köln, 10.09.2018

Das King Georg schließt bald seine Pforten. Also zumindest musikalisch. Die derzeitigen Betreiber hören zum Jahresende auf, las ich die Tage, wie es mit Konzerten im King Georg weitergeht, man hat noch keinen Plan. Ein paar Jahre lang war der ex-Nachtklub mit seiner Nicht-Bühne Hort wunderbarer feiner Musikkonzerte. Ein Liebhaberprogramm von Musikliebhabern, sorgsam und spannend zusammengestellt. Der Satz klingt so richtig wie kitschig. Immer wieder spielten hier neben jungen, neuen Bands auch altsemestrige Indiehelden, von denen man glaubte, sie gäbe es gar nicht mehr.

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Bruis Festival – Maastricht, 31.08.2018

Manchmal passiert nix, manchmal ganz viel. Und wie sich dann entscheiden? Münze werfen? Kosten-Nutzen Analysen aufstellen? Oder einfach losfahren? An diesem Wochenende hieß es also wieder abwägen, überlegen oder einfach losfahren. Gleich einige Festivals standen in meiner Facebook Agenda: die c/o pop in Köln, das Misty Fields in der Nähe von Weert und das Bruis Festival in Maastricht. Die Entscheidung fiel nicht leicht, doch sie viel letztendlich auf Maastricht und das kostenfreie Bruis Festival. Django Django sollten dort am Freitag headlinen. Grund genug, vorbeizuschauen.

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