| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Garbage – Köln, 31.10.2015

Plötzlich war da Blitzeis. Ich weiß nicht, ob es Ende der 1990er Jahre diesen Begriff für plötzliches auftretendes Glatteis schon gab, heutzutage würde man es so nennen. Blitzeis. Es ruiniert uns unseren Garbage Konzertbesuch. Wir waren an diesem Wintersonntag auf dem Weg aus dem nördlichen Ruhrgebiet in Richtung Köln. Garbage sollten im Palladium auftreten, Grund genug, dahin zu fahren. Das Wetter war widrig, es

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Yo la tengo – Köln, 28.10.2015

Damals in Bochum konnte ich nicht so richtig etwas mit der Band anfangen. Yo la tengo spielten in der Zeche, ich kaufte mir ein blaues Katzen Tour-T-Shirt, habe aber sonst wenig bis gar keine Erinnerungen mehr an diesen Konzertabend aus dem Jahr 1997. Heute denke ich, ich war damals noch nicht bereit genug, die Lo-Fi Songs der Band aus Hoboken richtig genießen zu können.

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Metric – Köln, 23.10.2015

2009. Als ich Metric zum letzten Mal live sah, war es anders. Damals stand die Band aus Kanada vor ihrem Durchbruch, spielte Indiepop an der Grenze zum Mainstream und füllte das Luxor gerade einmal zur Hälfte. Mittlerweile müssen Emily Haines und Kollegen im großen Popgeschäft angekommen sein, zumindest in den USA. So mein Kurzfazit nach einem ziemlich genau handgestoppten 90 Minuten Metric Stadionrockkonzert in der Kölner Kantine.

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Grant-Lee Phillips – Köln, 10.10.2015

„Geht ihr auch zu Yo la tengo?“ „Ja, und wir sind auch bei Kurt Ville.“ „Ich war übrigens noch bei My morning jacket in Amsterdam.“ Nebenan-Gespräche vor einem Konzert. Ah, dachte ich - mit halbem Ohr aus Versehen mithörend -, dass passt ja vom namedropping her sehr gut. Hier bin ich richtig. Wir saßen im Stadtgarten und warteten darauf, dass Grant-Lee Phillips die Bühne betrat,

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Speedy Ortiz – Köln, 07.10.2015

Warum ich Speedy Ortiz so mag, ist schnell erklärt. Ich mag Pavement, ich mag Schrammel-Indie-Pop-Rock-LoFi. „Tiger tank“ ist mit Sicherheit das beste Pavement Stück, das die Amis nie geschrieben haben. Höre ich diesen Song, dann kommt mir keine andere Band als Spontangedanke in den Sinn. Und tausche ich dann gedanklich noch Sängerin Sadie Dupuis mit Stephen Malkmus Schräggesang,

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Django Django – Köln, 20.09.2015

Im Vorgriff auf das Konzert habe ich mir Django Django – das Debütalbum der gleichnamigen Band -auf meinen IPod gezogen, um bei meinen wöchentlichen Joggingrunden im Stadtwald mal wieder „Hail Bop“, „Default“ oder „Storm“ zu hören. Mal wieder deswegen, weil das Album nach einer relativ intensiven aber doch sehr kurzen Hör-Phase vor einigen Jahren im CD Regal verschwand.

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Waxahatchee – Köln, 08.06.2015

Es war ein wundervolles Konzert! Als ich vor einigen Jahren ein Feature über Katie Crutchfield alias Waxahatchee im Kulturprogramm auf arte gesehen hatte, habe ich mir Tage später direkt das damals aktuelle Album Cerulean Salt gekauft. Nichtwissend, dass ich im Kaufrausch eine Sonderedition bestellte, die neben Cerulean Salt auch noch American Weekend

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Ghostpoet – Köln, 08.05.2015

Was machen eigentlich gerade Melanie de Biasio, Nadine Shah und Bowlermann Paul Smith? Ich frage deswegen, weil alle drei Musiker Gastauftritte auf Ghostpoets neuen Album „Shedding Skin“ haben. Gerade die Songs mit Nadine Shah als zweite Stimme sind wahre Knüller, und so wäre es doch schön gewesen, wenn

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Tocotronic – Köln, 27.04.2015

Ich fuhr an diesem Abend mit zwiespältigen Gefühlen in den Stadtgarten. Tocotronic. Sagten mir ihre letzten Konzerte nicht eigentlich nichts mehr? Hatte ich mich nicht bei jedem Konzert etwas über sie geärgert, gab es nicht immer irgendwas, was mich nach diesen Abenden unzufrieden grummelnd nach Hause fahren ließ?

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Archive – Köln, 04.03.2015

„Die Sängerin hat so eine Hammerstimme“, bemerkte das Mädchen mit den blond-schwarzen Haaren hinter mir vollkommen zu Recht und richtig. Holly Martin, die Song zu Song Teilzeit-Sängerin der Band Archive, hat wirklich eine wunderschöne Stimme. Gerade auch live schafft sie es, die ruhigen, und damit schwächeren, Songs des aktuellen Albums Restriction nicht zu schnulzig klingen zu lassen.

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Interpol – Köln, 25.01.2015

Ich mache sowas eigentlich grundsätzlich nicht, mir vor einem Konzert die Setlisten der vergangenen Konzerte angucken oder gar noch mal die Platten der Konzertbands anhören. Ich möchte mich von einem Konzert noch ein Stück weit überraschen lassen, die Musik nochmals, falls nötig und länger nicht gehört, neu und quasi unverbraucht erleben.

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Stars – Köln, 20.01.2015

Was machen eigentlich That Petrol Emotion? Gibt’s die Band überhaupt noch? Diese ersten Fragen, die das Stars Konzert aufwarf, hatten nichts mit der kanadischen Band zu tun. Oder doch. Denn der mit Edding selbst gekritzelte Bandname auf dem weißen T-Shirt, das Stars Sänger Torquil Campbell unters einem dunklen Sakko trug, hieß: That Petrol Emotion.

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Benjamin Clementine – Köln, 29.11.2014

Ort: Stadtgarten, Köln
Vorband:

Benjamin Clementine

Edmonton, London.
Hier wuchs Benjamin Clementine auf. Über Edmonton gibt es an diesem Abend zwei Songs, die das Konzert elegant einrahmen. „Edmonton“, von seiner zweiten EP Glourious you, steht am Beginn des Abends, „Gone“, der Song handelt über Benjamin Clementine’s Weggang aus Edmonton, sehr am Ende der Setlist. Dazwischen lagen wundervolle und beklemmende Minuten mit 13, 14 Songs, die so einmalig und emotional dargeboten wurden, wie ich es selten in einem Konzert erlebt habe.
Als ich nach dem Haldern Pop Festival einen unheimlich begeisterten Post über den Auftritt von Benjamin Clementine gelesen hatte, schaute ich mir aus kurzzeitiger Langweile ein Video des Musikers an.
Benjamin Clementine? Mit dem Namen konnte ich direkt nichts anfangen. Also googlen. Google brachte mir als erstes das Video zu „Cornerstone“, und ich war beeindruckt, sehr beeindruckt. Was um Himmels Willen macht dieser junge Mann, den die halbe Welt mit ‚männlicher Nina Simone‘ taggt, da am Klavier und wie toll ist seine Stimme! Seine tiefe und warme Soul-Stimme ist es, die Clementines Klavierballaden das Besondere verleiht. Allein schon über das Video wird dadurch eine so beklemmende Stimmung vermittelt, der ich mich nur schwer entziehen konnte. Wie muss das dann erst live im Konzert sein?!

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Teenage Fanclub – Köln, 27.11.2014

Ort: Stadthalle Mühlheim, Köln
weitere Band: The Clientele

Teenage Fanclub

Ihr dudelsack-eskes „Is this music?“ war sehr oft das letzte Lied auf meinen Kassetten-Mixtapes. Es zu nehmen bot sich an, weil das Instrumentalstück so herrlich eintönig klingt und ich es unkompliziert an die Restspielzeit des Kassettenbandes anpassen konnte. Egal ob zwei Minuten oder drei Minuten Restlaufzeit, „Is this music?“ ließ sich jederzeit wunderbar ausblenden.
So habe ich in den 1990ern Jahren sehr viel Teenage Fanclub Musik unter meinen Bekannten und Freunden verstreut. Ob es was geholfen hat, weiß ich nicht. Ich zumindest fand die Band aus Schottland toll, „Radio“ war und ist eines meiner Lieblinge. Überhaupt gefiel mir das zugehörige Album Thirteen besser als das Teenage Fanclub Durchbruchalbum Bandwagonesque. Damit stehe ich wohl etwas einsam dar, denn generell – so las ich – wird just dieses Album als eines ihrer schwächeren bezeichnet. Thirteen ist lärmiger, nicht so poppig weichgespült und irgendwie amerikanischer. Sicher ist das genau der Kritikpunkt, frei nach dem Motto: jetzt müssen also Teenage Fanclub nach Grunge klingen. (mehr …)

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