| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Grimes – Köln, 21.02.2016

Die beiden ersten Alben der Musikerin Claire Boucher lungern irgendwo auf meiner Festplatte. Als ich am Nachmittag Visions und Halfaxa höre, erkenne ich keinen Song wieder. Im Gegenteil. Gerade die schwer eingänglichen Songs des Debütalbums verwirren mich. Grimes hatte ich anders in Erinnerung, vielleicht etwas poppiger, nicht so experimentell verfrickelt. Dabei hätte ich die noch sehr junge Kanadierin schon einmal live

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Other lives – Köln, 20.02.2016

Ein gern genommener Jahresvorsatz ist dieser: du sollst die Feste feiern, wie sie fallen. Das sagt auch der Rheinländer zum Karneval, egal ob der Festzug nun am Rosenmontag im Februar oder – wie in meinem Wohn- und Lebensort - mitten in der Fastenzeit im März stattfindet. Ich muss die Feste feiern, wie sie fallen bzw. Konzerte besuchen, wenn sie stattfinden. Das sagte ich mir am Samstagabend,

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Wolf Alice – Köln, 12.02.2016

Es begann irritierend. „Das neue Wolf Alice Album klingt aber ganz anders als ihre letzten Alben“. Bands und ihre Namen. Hier lag offensichtlich eine Verwechslung vor. My love is cool ist nämlich das Debütalbum der britischen Band. Schnell wurde klar, dass ich Wolf Alice mit Chelsea Wolfe durcheinander gebracht habe. Alben beider Bands kaufte ich etwa zur gleichen Zeit im Sommer des letzten

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The Libertines – Köln, 10.02.2016

Andreas Bourani. Der hatte mir an diesem vermaledeiten Tag noch gefällt. Andreas Bourani bespielt die Lanxess Arena in Köln. Soweit, so ‘na ja‘. Das würde mich normalerweise sehr wenig interessieren, wenn ich nicht just an diesem Abend durch den Kölnarena-Tunnel und durch Deutz in Richtung The Libertines gewollt hätte. Wollte ich aber, und so stand ich, da das Konzert sehr viele Menschen, die gegen halb acht

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Benjamin Clementine – Köln, 10.12.2015

Es war eines der bewegendsten Konzerte im letzten Jahr. Benjamin Clementine, damals noch ohne Album und nur mit ein paar EPs ausgestattet, spielt eine knapp Stunde im Stadtgarten vor zwar bestuhltem aber vollem Haus. Es war ungefähr die gleiche Jahreszeit, es war kühl, es war trüb. Also genau das passende Ambiente für einen ehemaligen Straßenmusiker, der singt wie Nina Simone und Klavier

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El Vy – Köln, 04.12.2015

In der Konzertnachbesprechung ging es nicht nur um ein Konzert. Es ging um zwei Konzerte. Genauer gesagt waren die beiden ausverkauften Palladium Konzerte der Kölner Band AnnenMayKantereit gefühlt das Hauptgesprächsthema. Die gerade gesehenen El Vy fanden nicht statt. Irgendwie schien jeder mehr Gesprächsbedarf daran zu haben, dass eine Band, die gerade einmal ein Album veröffentlicht hat, an zwei Abenden das Palladium ausverkauft.

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Destroyer – Köln, 14.11.2015

Ich hatte kein gutes Gefühl, als ich am frühen Abend in den Zug in Richtung Köln stieg. Einige Minuten zuvor hatte ich eine kleine Diskussion darüber, ob es gut, schlecht, richtig oder falsch sei, an diesem Abend ein Konzert zu besuchen. ‚Es wird sicherlich eine komische Stimmung herrschen, jeder wird an Paris denken‘ so das Argument, dass mich in meiner ursprünglichen Entscheidung,

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Built to Spill – Köln, 13.11.2015

'Where’s Brett?' Gemeint ist wohl Brett Nelson, ehemaliger Bassist der Band Built to Spill. Where’s Brett? Bis zu diesem Abend dachte ich, Anschreier gäbe es nur in Berlin. Ich habe mich geirrt. Where’s Brett? Unaufgefordert sehr oft wurde mir diese Frage gegen den Kopf gerufen. Ich weiß nicht, wo Brett ist, zumindest ist Brett nicht mehr Built to Spill. Schon seit einigen Jahren nicht mehr. Also falls sie Brett Nelson

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Best Coast – Köln, 02.11.2015

Die Überraschung kommt gleich zu Beginn des Abends. „Warum war ich damals eigentlich bei Best Coast im MTC, als sie zusammen mit Sky Larkin auftraten“ wurde ich gefragt, als wir uns im Luxor trafen. „Das weiß ich nicht, ich war ja auch nicht da.“ „Doch du warst da, ich hab’s bei dir nachgelesen.“ „Ach, daran kann ich mich gar nicht erinnern. Sicher?“ „Ja, sicher.“ Tja, so ist das mit den Erinnerungen.

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Garbage – Köln, 31.10.2015

Plötzlich war da Blitzeis. Ich weiß nicht, ob es Ende der 1990er Jahre diesen Begriff für plötzliches auftretendes Glatteis schon gab, heutzutage würde man es so nennen. Blitzeis. Es ruiniert uns unseren Garbage Konzertbesuch. Wir waren an diesem Wintersonntag auf dem Weg aus dem nördlichen Ruhrgebiet in Richtung Köln. Garbage sollten im Palladium auftreten, Grund genug, dahin zu fahren. Das Wetter war widrig, es

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Yo la tengo – Köln, 28.10.2015

Damals in Bochum konnte ich nicht so richtig etwas mit der Band anfangen. Yo la tengo spielten in der Zeche, ich kaufte mir ein blaues Katzen Tour-T-Shirt, habe aber sonst wenig bis gar keine Erinnerungen mehr an diesen Konzertabend aus dem Jahr 1997. Heute denke ich, ich war damals noch nicht bereit genug, die Lo-Fi Songs der Band aus Hoboken richtig genießen zu können.

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Metric – Köln, 23.10.2015

2009. Als ich Metric zum letzten Mal live sah, war es anders. Damals stand die Band aus Kanada vor ihrem Durchbruch, spielte Indiepop an der Grenze zum Mainstream und füllte das Luxor gerade einmal zur Hälfte. Mittlerweile müssen Emily Haines und Kollegen im großen Popgeschäft angekommen sein, zumindest in den USA. So mein Kurzfazit nach einem ziemlich genau handgestoppten 90 Minuten Metric Stadionrockkonzert in der Kölner Kantine.

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Grant-Lee Phillips – Köln, 10.10.2015

„Geht ihr auch zu Yo la tengo?“ „Ja, und wir sind auch bei Kurt Ville.“ „Ich war übrigens noch bei My morning jacket in Amsterdam.“ Nebenan-Gespräche vor einem Konzert. Ah, dachte ich - mit halbem Ohr aus Versehen mithörend -, dass passt ja vom namedropping her sehr gut. Hier bin ich richtig. Wir saßen im Stadtgarten und warteten darauf, dass Grant-Lee Phillips die Bühne betrat,

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Speedy Ortiz – Köln, 07.10.2015

Warum ich Speedy Ortiz so mag, ist schnell erklärt. Ich mag Pavement, ich mag Schrammel-Indie-Pop-Rock-LoFi. „Tiger tank“ ist mit Sicherheit das beste Pavement Stück, das die Amis nie geschrieben haben. Höre ich diesen Song, dann kommt mir keine andere Band als Spontangedanke in den Sinn. Und tausche ich dann gedanklich noch Sängerin Sadie Dupuis mit Stephen Malkmus Schräggesang,

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Django Django – Köln, 20.09.2015

Im Vorgriff auf das Konzert habe ich mir Django Django – das Debütalbum der gleichnamigen Band -auf meinen IPod gezogen, um bei meinen wöchentlichen Joggingrunden im Stadtwald mal wieder „Hail Bop“, „Default“ oder „Storm“ zu hören. Mal wieder deswegen, weil das Album nach einer relativ intensiven aber doch sehr kurzen Hör-Phase vor einigen Jahren im CD Regal verschwand.

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