| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Anna Ternheim – Köln, 11.04.2016

‘Do you like the Backstreet Boys?‘ fragt Anna Ternheim zu Beginn der Zugabe ins Rund des Stadtgartens. Eine Antwort bleibt aus, das Grummeln zeigt aber, dass man irritiert ob der Frage ist. Uahh, die Backstreet Boys! Himmel hilf, nein, die mag man nicht. Wirklich nicht. Das ist doch die Musik der Kinder und/ oder Neffen; aber es ist doch nicht unsere Musik, die wir hier im Stadtgarten stehen.

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Nada Surf – Köln, 04.04.2016

1996. Nada Surf veröffentlichen ihr fulminantes Debütalbum High/Low. Als Produzent verpflichteten sie hierfür einen gewissen Rick Ocasek, den damaligen Hitproduzenten der Sparte Indiepop / College Rock schlechthin. Rick Ocasek produzierte unter anderem Weezer’s blaue und grüne Album, oder auch diverses Material von Guided by Voices). In diesem Jahr feiert nach mathematischen Gesetzmäßigkeiten High/Low 20 jähriges Veröffentlichungsjubiläum. Eigentlich Grund genug für eine schöne Albumtour.

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Public Service Broadcasting – Köln, 18.03.2016

Ich bin sehr angetan. Von Public Service Braodcasting. Von Big Deal. Von diesem Konzertabend. Erwarte nichts, dann bekommst du viel. Von Zeit zu Zeit ist dieses Motto nicht das schlechteste. Von Public Service Broadcasting hörte und sah ich vor diesem Konzert nur gutes, konnte das aber nicht so recht einordnen und mir gerade die Mitschnitte der Livevideos nicht über eine Konzertlänge vorstellen. Von Big

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Savages – Köln, 03.03.2016

Bo Ningen waren gut. Die japanisch/englische Gruppe eröffnete das Savages Konzert in Köln und ist auch auf der gesamten Adore life Tour als Vorband am Start. Savages verbindet eine Geschichte mit Bo Ningen. Im vorletzten Jahr traten beide zusammen bei Le Guess who Festival und anderswo auf, um Words to the Blind auf die Bühne zu bringen. Words to the Blind ist ein 37 minütiges ein-Song-Album, das die beiden Bands zusammen

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Foals – Köln, 27.02.2016

Die Foals sind eine gute Liveband. Die Foals sind eine gute Liveband. Die Foals sind eine gute Liveband. Man kann zu dem neuen Foals Album What went down stehen wie man möchte: zu wenig Indierock, zu viel Gitarren, zu wenig Vertracktheit, zu wenig Raffinesse, zu viel Elektronik. Mir persönlich gefällt es sehr. Ich habe es in den letzten Tagen ein paar Mal gehört und Fakt ist: Song Nummer eins, den sie auch an diesem Abend als erste - und

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Lanterns on the lake – Köln, 22.02.2016

Es ist ein regnerischen Spätwinterabend, ein Abend, an dem man lieber daheim bleiben möchte. Das Aufraffen fällt mir schwer, aber es nützt nichts, ich habe noch einen Termin, einen Termin mit einer Band, die ich vor vielen bereits einmal live gesehen habe und die mich seinerzeit auf eine bestimmte Art und Weise beeindruckt hat: Lanterns on the lake, eine fünfköpfige Band aus England, genauer aus Newcastle.

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Grimes – Köln, 21.02.2016

Die beiden ersten Alben der Musikerin Claire Boucher lungern irgendwo auf meiner Festplatte. Als ich am Nachmittag Visions und Halfaxa höre, erkenne ich keinen Song wieder. Im Gegenteil. Gerade die schwer eingänglichen Songs des Debütalbums verwirren mich. Grimes hatte ich anders in Erinnerung, vielleicht etwas poppiger, nicht so experimentell verfrickelt. Dabei hätte ich die noch sehr junge Kanadierin schon einmal live

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Other lives – Köln, 20.02.2016

Ein gern genommener Jahresvorsatz ist dieser: du sollst die Feste feiern, wie sie fallen. Das sagt auch der Rheinländer zum Karneval, egal ob der Festzug nun am Rosenmontag im Februar oder – wie in meinem Wohn- und Lebensort - mitten in der Fastenzeit im März stattfindet. Ich muss die Feste feiern, wie sie fallen bzw. Konzerte besuchen, wenn sie stattfinden. Das sagte ich mir am Samstagabend,

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Wolf Alice – Köln, 12.02.2016

Es begann irritierend. „Das neue Wolf Alice Album klingt aber ganz anders als ihre letzten Alben“. Bands und ihre Namen. Hier lag offensichtlich eine Verwechslung vor. My love is cool ist nämlich das Debütalbum der britischen Band. Schnell wurde klar, dass ich Wolf Alice mit Chelsea Wolfe durcheinander gebracht habe. Alben beider Bands kaufte ich etwa zur gleichen Zeit im Sommer des letzten

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The Libertines – Köln, 10.02.2016

Andreas Bourani. Der hatte mir an diesem vermaledeiten Tag noch gefällt. Andreas Bourani bespielt die Lanxess Arena in Köln. Soweit, so ‘na ja‘. Das würde mich normalerweise sehr wenig interessieren, wenn ich nicht just an diesem Abend durch den Kölnarena-Tunnel und durch Deutz in Richtung The Libertines gewollt hätte. Wollte ich aber, und so stand ich, da das Konzert sehr viele Menschen, die gegen halb acht

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Benjamin Clementine – Köln, 10.12.2015

Es war eines der bewegendsten Konzerte im letzten Jahr. Benjamin Clementine, damals noch ohne Album und nur mit ein paar EPs ausgestattet, spielt eine knapp Stunde im Stadtgarten vor zwar bestuhltem aber vollem Haus. Es war ungefähr die gleiche Jahreszeit, es war kühl, es war trüb. Also genau das passende Ambiente für einen ehemaligen Straßenmusiker, der singt wie Nina Simone und Klavier

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El Vy – Köln, 04.12.2015

In der Konzertnachbesprechung ging es nicht nur um ein Konzert. Es ging um zwei Konzerte. Genauer gesagt waren die beiden ausverkauften Palladium Konzerte der Kölner Band AnnenMayKantereit gefühlt das Hauptgesprächsthema. Die gerade gesehenen El Vy fanden nicht statt. Irgendwie schien jeder mehr Gesprächsbedarf daran zu haben, dass eine Band, die gerade einmal ein Album veröffentlicht hat, an zwei Abenden das Palladium ausverkauft.

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Destroyer – Köln, 14.11.2015

Ich hatte kein gutes Gefühl, als ich am frühen Abend in den Zug in Richtung Köln stieg. Einige Minuten zuvor hatte ich eine kleine Diskussion darüber, ob es gut, schlecht, richtig oder falsch sei, an diesem Abend ein Konzert zu besuchen. ‚Es wird sicherlich eine komische Stimmung herrschen, jeder wird an Paris denken‘ so das Argument, dass mich in meiner ursprünglichen Entscheidung,

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Built to Spill – Köln, 13.11.2015

'Where’s Brett?' Gemeint ist wohl Brett Nelson, ehemaliger Bassist der Band Built to Spill. Where’s Brett? Bis zu diesem Abend dachte ich, Anschreier gäbe es nur in Berlin. Ich habe mich geirrt. Where’s Brett? Unaufgefordert sehr oft wurde mir diese Frage gegen den Kopf gerufen. Ich weiß nicht, wo Brett ist, zumindest ist Brett nicht mehr Built to Spill. Schon seit einigen Jahren nicht mehr. Also falls sie Brett Nelson

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Best Coast – Köln, 02.11.2015

Die Überraschung kommt gleich zu Beginn des Abends. „Warum war ich damals eigentlich bei Best Coast im MTC, als sie zusammen mit Sky Larkin auftraten“ wurde ich gefragt, als wir uns im Luxor trafen. „Das weiß ich nicht, ich war ja auch nicht da.“ „Doch du warst da, ich hab’s bei dir nachgelesen.“ „Ach, daran kann ich mich gar nicht erinnern. Sicher?“ „Ja, sicher.“ Tja, so ist das mit den Erinnerungen.

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