| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Pop-Kultur Festival – Berlin, 26.08.2015

Konzerte in Berlin sind anstrengend. Das Publikum empfinde ich hier rücksichtloser als zum Beispiel in Köln oder Brüssel; die Clubs kommen mir irgendwie abgehobener vor. In Summe bedeutete das für mich, die Konzertszene in Berlin ist gewöhnungsbedürftig und aktuell nicht in den TOP 3 meiner Lieblingskonzertorte. Das kann sich aber ändern, und sicher ist meine Erfahrung auch nicht repräsentativ

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25 Jahre Cityslang Festival – Bochum, 15.08.2015

Früher war das mit dem Musik kaufen und entdecken so. Ich kaufe CDs von Bands, die auf dem gleichen Label vertreten waren wie Lieblingsbands und oder mit denen in irgendeiner Verbindung standen und ich kaufte keine CDs, die der beste Freund hatte. Letztere hatte ich dadurch sowieso, weil wir es so machten, wie es wohl alle machten. Einer kauft, der andere nimmt auf. Es war ein gegenseitiges Geben und

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 30.05.2015

Ich spüre merklich erste Abnutzungserscheinungen. Drei Tage Primavera liegen hinter uns und ich bin angeschlagen. Obwohl auch der letzte Tag im Parc del Forum enorm viele Höhepunkte bereithält, mag ich mich nicht so recht auf ihn einlassen. Ich verspüre nicht so viel Lust, die Strokes und Interpol zu sehen, mich reizen Health und Thee oh sees

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 29.05.2015

Mir gefällt der Post-Punk von Disappears. Die Band um Sänger Brian Case wirkt auf mich so unglaublich relaxt und cool, dass es zum Himmel schreit. Trotz des frühen Zeitpunktes, Disappears sind die ersten, die heute im Parc del Forum auftreten, ist es vor der Bühne gut gefüllt. Die Sonne scheint, es sind noch mildwarme Temperaturen,

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 28.05.2015

“This song is for my Iberian bunnies.” Baxter Durie verpasste ich zwar auf der größten Festivalbühne, aber sein Zitat zeigt, dass es lustig zugegangen sein muss am frühen Abend im Parc del Forum. Interpol waren schuld an meinem späten Eintreffen auf dem Festivalgelände. Neben ihrem eigentlichen Konzert am Samstag als einer der Headliner des Festivals

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 27.05.2015

Das diesjährige Primavera Sound Festival war ein Festival ohne richtiges persönliches Headlinerkonzert. Die großen Konzerte, ja, sie gehen in den letzten Jahren etwas an mir vorbei. Bei unserem ersten Primavera Besuch vor fünf Jahren war es die angekündigte Pavementreunion, die uns förmlich zu einer Reise nach Barcelona zwang.

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-M- – Brüssel, 08.08.2014

Ort: Place des Palais, Brüssel (Brussels Sommer Festivals)
Vorband:
M
Das diesjährige Brussels Sommer Festival hat an diesem Freitag seinen Eröffnungstag. Es ist der 8. August und das Line-up für diesen Tag sieht folgende Bands vor:  The Feather, Skip the use, Patti Smith, M. Auf der benachbarten Bühne Laurenzinho, Mickey, Stereoclip, Aeroplane, Rodriguez Jr. und Stephen Bodzin.
Wir waren wegen M da, und wegen Patti Smith. Den Rest hatten wir nicht im Auge. Die Namen der teils belgischen Bands sagten uns nicht viel. Nach einem kurzen vor-hören war jedoch klar, die Fahrt nicht zu früh anzutreten und nicht unnötig Arbeitszeit zu opfern. So spannend klang das nicht, was The Feather und Skip to use online anboten. Und ein Bühnenwechsel zuvor kam überdies nicht auf den Plan. Das passte nicht so recht ins Konzept. Die Bühnen waren einen Fußmarsch voneinander entfernt. Die Hauptbühne stand am Place des Palais, die kleine Bühne, auf der die elektronischen Bands auftraten, am Mont des Arts westlich vom Königspalast. Und da ich viel Publikum erwartete, wollte ich ein hin- und her vermeiden. Denn ja, eigentlich hieß der Plan M und Patti Smith. (mehr …)

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Patti Smith – Brüssel, 08.08.2014

Ort:Place des Palais, Brüssel (Brussels Sommer Festivals)
Vorband:

Patti Smith

Patti Smith. Worte über das Schaffen und Leben dieser Frau zu schreiben ist mehr als überflüssig. Das haben andere längst und viel besser getan und eigentlich kennt ja jeder Patti Smith bzw. ihre Musik. Selbst, wenn er sie nicht glaubt, zu kennen. „Because the night“ zum Beispiel ist Patti Smith (mit Bruce Springsteen), und irgendeine Coverversion ihres Welthits ist sicher jedem wenigstens im Radio über den Weg gelaufen. Sei es die der 10000 Maniacs, Kim Wilde oder Cascada; da kennt jeder die Version, die er verdient. Ich mag die zerstückelte, weit weg interpretierte Sonic Youth Variante sehr gerne, früher auf der Tanzfläche natürlich die der 10000 Maniacs.

Wer „Because the night“ nicht kennt, kennt sicher „Dancing barefoot“ vom 1979 Album Wave der Patti Smith Group. Coverversionen gibt’s von The Mission (!!!), U2 und den Simple Minds. Damals war der Punk fast vorbei und Patti Smith, bzw. die Patti Smith Group (Lenny Kaye, Ivan Kral, Richard Sohl und Jay Dee Daugherty) hatte ihren ersten musikalischen Block – bestehend aus drei Alben – abgeschlossen. Es dauerte viele Jahre bis Patti Smith wieder Musik machte und Alben veröffentlichte. Ihr letztes, Banga, erschien vor zwei Jahren. Der Katalog bleibt also übersichtlich, er besticht eher mit Klasse statt Masse. Das ist gut so, kommerziell bedingte Verwässerungen durch Livealben und Best-ofs gibt es eh genug. (mehr …)

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 31.05.2014
Spoon

Primavera Sound Festival – Barcelona, 31.05.2014

Samstag ging es entspannt zu. Es war mittlerweile Wochenende und was gibt es besseres als einen Nachmittag im Park zu verbringen. Der Himmel blieb nur grau, Regen gab es nicht. Perfekt. Diese Parkkonzerte im Rahmen des Primavera Sound Festivals sind eine feine Sache. In vollkommen lockerer Atmosphäre spielen in einem öffentlichen Park kleinere Bands halbstündige Auftritte unter Bäumen und vor einem auf weißen Plastikstühlen sitzendem Publikum.

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 30.05.2014
Slint

Primavera Sound Festival – Barcelona, 30.05.2014

Ort: Parc del Forum, Barcelona
Bands: Julia Holter, Speedy Ortiz, Hamilton Leithauser, Slowdive, The Julie Ruin, Lee Ranaldo and the dust, Slint, Darkside

Schotterparkplatz Panorama

Wie dokumentiere ich dieses Festival? Nun, in diesem Jahr habe ich mich erneut dazu entschlossen, Tagesberichte zu verfassen. Bei insgesamt vier Tagen Konzerte im Parc del Forum ergibt das logischerweise vier Berichte. Die Aufteilung in Tage erscheint mir lesbarer als ein elendig langer Bericht (#tlc’tr). Dabei kann ich die einzelnen Konzerte natürlich nur kurz anreissen, die gewohnt ausführliche Abhandlung wie bei einem Einzelkonzert würde meinen Blogzeitrahmen sprengen und sicherlich würde ich nie damit fertig werden.
Und ich denke, es tut auch keine Not. Ein Festval ist ein Festival ist ein Festival.
Vorab jedoch ein kurzer Überblick darüber, welche Bands in dieser Blogquadrologie vorkommen. Nach dem zeitlichen Ablauf sortiert sind dies:
– am Mittwoch, 28.05.2014: Sky Ferreira
– am Donnerstag, 29.05.2014:
Colin Stetson, Julian Cope, Real Estate, Girl Band, Warpaint, SVPER, Future Islands, Queens of the stoneage, Arcade Fire, Metronomy
– am Samstag, 31.05.2014:
Speedy Ortiz, Courtney Barnett, Television, Spoon, Goodspeed you! black emperor, The Dismemberment Plan, Cloud nothings, Nine inch nails, Foals

Jemanden vergessen? Ach sieh‘ selbst!

Zum Donnerstag.

Parc del Forum, Freitag, 30.05.2014

Slint

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 29.05.2014
Arcade Fire

Primavera Sound Festival – Barcelona, 29.05.2014

Ort: Parc del Forum, Barcelona
Bands: Colin Stetson, Julian Cope, Real Estate, Girl Band, Warpaint, SVPER, Future Islands, Queens of the stoneage, Arcade Fire, Metronomy

Schotterparkplatz Panorama

Wie dokumentiere ich dieses Festival? Nun, in diesem Jahr habe ich mich erneut dazu entschlossen, Tagesberichte zu verfassen. Bei insgesamt vier Tagen Konzerte im Parc del Forum ergibt das logischerweise vier Berichte. Die Aufteilung in Tage erscheint mir lesbarer als ein elendig langer Bericht (#tlc’tr). Dabei kann ich die einzelnen Konzerte natürlich nur kurz anreissen, die gewohnt ausführliche Abhandlung wie bei einem Einzelkonzert würde meinen Blogzeitrahmen sprengen und sicherlich würde ich nie damit fertig werden.
Und ich denke, es tut auch keine Not. Ein Festval ist ein Festival ist ein Festival.
Vorab jedoch ein kurzer Überblick darüber, welche Bands in dieser Blogquadrologie vorkommen. Nach dem zeitlichen Ablauf sortiert sind dies:
– am Mittwoch, 28.05.2014: Sky Ferreira
– am Freitag, 30.05.2014;
Julia Holter, Speedy Ortiz, Hamilton Leithauser, Slowdive, The Julie Ruin, Lee Ranaldo and the dust, Slint, Darkside
– am Samstag, 31.05.2014:
Speedy Ortiz, Courtney Barnett, Television, Spoon, Goodspeed you! black emperor, The Dismemberment Plan, Cloud nothings, Nine inch nails, Foals

Jemanden vergessen? Ach sieh‘ selbst!

Zum Mittwoch.

Parc del Forum, Donnerstag, 29.05.2014

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 28.05.2014

Ort: Parc del Forum, Barcelona
Bands: Sky Ferreira

Schotterparkplatz Panorama

Wie dokumentiere ich dieses Festival? Nun, in diesem Jahr habe ich mich erneut dazu entschlossen, Tagesberichte zu verfassen. Bei insgesamt vier Tagen Konzerte im Parc del Forum ergibt das logischerweise vier Berichte. Die Aufteilung in Tage erscheint mir lesbarer als ein elendig langer Bericht (#tlc’tr). Dabei kann ich die einzelnen Konzerte natürlich nur kurz anreissen, die gewohnt ausführliche Abhandlung wie bei einem Einzelkonzert würde meinen Blogzeitrahmen sprengen und sicherlich würde ich nie damit fertig werden.
Und ich denke, es tut auch keine Not. Ein Festval ist ein Festival ist ein Festival.
Vorab jedoch ein kurzer Überblick darüber, welche Bands in dieser Blogquadrologie vorkommen. Nach dem zeitlichen Ablauf sortiert sind dies:
– am Donnerstag, 29.05.2014:
Colin Stetson, Julian Cope, Real Estate, Girl Band, Warpaint, SVPER, Future Islands, Queens of the stoneage, Arcade Fire, Metronomy
– am Freitag, 30.05.2014;
Julia Holter, Speedy Ortiz, Hamilton Leithauser, Slowdive, The Julie Ruin, Lee Ranaldo and the dust, Slint, Darkside
– am Samstag, 31.05.2014:
Speedy Ortiz, Courtney Barnett, Television, Spoon, Goodspeed you! black emperor, The Dismemberment Plan, Cloud nothings, Nine inch nails, Foals

Jemanden vergessen? Ach sieh‘ selbst!

Parc del Forum, Mittwoch, 28.05.2014

Sky Ferreira

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PIAS Nites Festival, Brüssel 15.03.2014

Ort: Tours & Taxis, Brüssel
Bands: dEUS, Girls in Hawaii, Milky Chance, Champs, Melanie de Biasio, The Spectors

Girls in HawaiiMein eigentlicher und einziger Grund, das PIAS Nites Festival am Samstagabend zu besuchen, hieß dEUS. Dass sich darüber hinaus die Möglichkeit ergab, Girls in Hawaii ein zweites Mal innerhalb kürzester Zeit live zu sehen, war schön. Ebenso die Chance, mir ein Bild von den deutschen youtube-Schönheiten Milky Chance machen zu können und die viel spannenderen Bands Champs, The Spectors und Melanie de Biasio zu entdecken. Aber das waren zu Beginn des Ausflugs nur geplante Randerscheinungen, dass sich das ganze dann im Laufe des Abends zu einem runden Bild zusammensetzen sollte, war toll und kam für mich eher überraschend.
Ja, es war ein rundum schöner Abend in der alten Fabrikanlage Tours & Taxis, irgendwo im Brüsseler Norden. Der 1903 nach den Plänen des Architekten Van Humbeek im Herzen von Brüssel, am Ufer des Kanals in typisch industrieller Architektur erbaute Gebäudekomplex Tour & Taxis wird heute als Veranstaltungszentrum genutzt. Das einst als Warenumschlagsplatz genutzte Gebäudeensemble mit seiner charmanten Backstein-, Glas und Eisenarchitektur wird heute hauptsächlich für Messen, Ausstellungen und Events genutzt. (mehr …)

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dEUS – PIAS Nites Festival Brüssel, 15.03.2014

Ort: Tours & Taxis, Brüssel
Vorband:

dEUS
Heimspiele sind die besten Spiele, dachte ich, als ich mich gegen 2 Uhr nachts auf den zugegeben etwas unheimlichen Heimweg zu meinem Hotel im Brüsseler Norden machte. Ich hatte gerade zwei Stunden dEUS Konzert hinter mir und war noch völlig aufgekratzt. In Gedanken das grandiose Konzerte vor Augen, die Melodie von „For the Roses“ im Ohr, so ließ sich der kleine Fußmarsch entlang eines Kanals leicht und schrecklos bewältigen.
dEUS gehören zu meinen absoluten Lieblingsbands, seit sie Mitte der 90er Jahre mit ihrem Händchenhalten-Video erstmals bei MTV’s 120 Minutes auftauchten (oder hieß es 1994 bereits 420 Minutes bzw. Alternative Nation?). Die Belgier um die kongenialen Tom Barman und Stef Kamil waren der Beweis, dass intelligenter Rock Underground nicht nur von Sonic Youth oder anderen amerikanischen Bands stammen muss. Einen Festivalsommer waren dEUS der letzte heiße Scheiß, und das zu Recht. Ihr 1994er Debütalbum Worst Case Scenario war ein Noise Album par excellence. Während in Großbritannien die Wiedergeburt des Britpops anstand, Oasis veröffentlichten Defintely maybe, hatte der Kontinent mit dEUS seine eigenen Indielieblinge. Neben „Suds & Soda“ hatte das Debüt mit „Via“ und “Hotellounge“ gleich drei potentielle Indie-Evergreens und zeigte bereits früh, was diese Belgier drauf haben. Welche andere Indieband hatte seinerzeit schon eine Geige im Instrumentenschrank? Bei dEUS war sie elementar wichtig, als Ohrenschmeichler wie bei „Via“ kam sie zum Einsatz, aber auch, wenn es experimentell-laut und kratzig-schräg werden sollte. Unglaublich toll sind die Geigensequenzen in „Suds & Soda“, wenn Tom Barman und Stef Kamil darüber ihr „Friday,Friday“ brüllen. (mehr …)

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