Warpaint – Köln, 28.06.2011

Ort: Kulturkirche, Köln
Vorband: Heat

Warpaint - Köln, 28.06.2011

Sehr ärgerlich. Da sind wir pünktlich an der Kulturkirche und gurken wie blöde eine knappe halbe Stunde durch das Wohngebiet, um einen Parkplatz zu finden. Den gibt es natürlich nicht und so müssen wir unser Auto jedwede abstellen und ein gutes Stück zu Fuß zur Nippeser Kirche zurück latschen.
Eine Initiative muss her, die die Kulturkirchenleute davon überzeugt, Tickets nur mit Parkschein auszugeben. Oder aber zumindest jegliche Eimer, Baustellenzäune und Stühle mit Papierzetteln wie „Privatparkplatz“ vor einem Konzertabend verbietet.
Nee Quatsch, wir wohnen selber mitten in der Stadt und sind auch leiderfahrene Eigenheimbewohner was das Zuparken (“es war doch nur ‘ne halbe Stunde.“) oder das „ich war doch nur kurz im Getränkeladen gegenüber“ Parken auf dem eigenen Stellplatz angeht. Eine halbe Stunde ist nicht lang, aber es ist ärgerlich, wenn ich just in dieser halben Stunde vom Einkaufen zurückkehre und nicht vor der Tür parken kann.
Es ist also okay, keinen Parkplatz in den Wohngebieten um die Kirche gefunden zu haben.
Als Fazit bleibt schlussendlich: Die Vorband Heat – hach wie passend – verpasst, dafür aber frische Luft gewonnen. Ein genauso wertvolles Gut an diesem heißesten Tag des Jahres. Das Thermometer zeigte den ganzen Tag werte jenseits der 30°-Grad Celsius. Sommerwetter, wie es bei uns üblich ist, nicht angenehm luftig, trocken, sondern drückend, schwitzig.
In den Staaten wäre der Konzertsaal jetzt auf 17° Grad heruntergekühlt, sodass man Schal und Jacke im Gepäck haben müsste, bei uns ist das nicht so. Hier schwitzt man im Stehen.
Ein wahrlich wenig idealer Tag, um abends ein Konzert in einem geschlossenen Raum zu besuchen. Open Air wäre besser, aber manche Dinge kann man sich nicht aussuchen oder gar ändern, zum Beispiel das einzige Deutschlandkonzert der kalifornischen Warpaint just an diesem Tag des Jahres. Da müssen wir natürlich hin, Warpaint sind eine unserer Lieblingsbands, koste es, was es wolle. Und wenn es 60° Grad im Brutofen Kulturkirche sein sollten. Pah, das schreckt nicht ab. Diese Qualen nehme ich auf mich, auch wenn ich es nach spätestens 5 Minuten sehr bereue. Hitze oder auch schon übertriebene Wärme mag ich ganz und gar nicht. Kalte Winter sind toll, Sommer und warme Temperaturen nicht.

Vor einigen Wochen bescherten mir die vier jungen Frauen mein bisher zweitbestes Konzert des Jahres.
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Band of Horses – Köln, 14.04.2010

Dieses Konzert war ein Glücksmoment. Ein ganz großer Glücksmoment!
Selten spürte ich einen so feinfühligen Konzertbeginn, eine solche Ergriffenheit und innere Begeisterung. Die Band of Horses schaffte es, mit wenigen, unspektakulären Mitteln eine Atmosphäre zu zaubern, die das Prädikat „Konzerterlebnis des Lebens“ mehr als verdient hat. Nachfolgende Konzerte werden es schwer haben, sie müssen sich Vergleiche mit diesem Abend gefallen lassen. Ach was, vielleicht sollte ich keine Konzerte mehr besuchen, was kann jetzt noch tolleres kommen? *
Nein, ich übertreibe nicht!

Band of Horses. Ich hatte sie vor zwei Jahren kennengelernt, als ich mir während einer Reise ihr Album „Cease to Begin“ ohne Not kaufte. Es war einer dieser Zielloskäufe, dieser „ich hab da mal was gelesen und das klang interessant“ Kaufoptionen, die ich gerne wahrnehme, wenn es keine bestimmten Alben zu beschaffen gilt. Auf langen Autofahrten lernte ich dann, Songs wie „Detlef Schrempf“, „Is there a ghost“ oder “Cigarettes, Wedding Bands” sehr zu lieben.
Ich freute mich wie doof, als sich mir gestern nun endlich die Gelegenheit bot, die Band live zu sehen. Sehr lange schon lag die Karte in meiner Schublade, und auch ein zeitgleich angesetztes Mumford & Sons Konzert konnte meine Vorfreude nicht trüben. Da wäre ich auch gerne dabei gewesen, aber das übernahmen alle 1live Hörer für mich; Band of Horses waren die Band, die man sehen musste. Und so tummelten sich denn auch viele bekannte Gesichter in und um der Kulturkirche.
Ich habe hier schon einige Konzerte erlebt, aber das die Kirchenorgel genutzt wurde oder das von der Kanzel gesungen wurde, sah ich bei noch keiner der hier aufgetretenen Bands.
Wow, und sehr passend. Und wären dies nicht schon Aufreger genug, nein, es war ja alles noch viel besser. Es war ein perfekter Abend, es war unglaublich schön, es war nicht zu beschreiben.
Das Konzert begann spektakulär. „Habt noch ein, zwei Minuten Geduld. Die Band hat sich was Besonderes für euch ausgedacht. Sie sind dann gleich da“, mit diesen Worten wurden wir vom Kulturkirchen-Conférencier begrüßt. Es ist hier so Usus, dass die auftretenden Künstler kurz angesagt werden (und immer mit dem Hinweis, nicht zu rauchen, aber viel zu trinken).
Ben Bridwell und Tyler Ramsey, der nebenbei noch solo das Vorprogramm bestritt, kamen als erstes auf die Bühne. Im Hintergrund summte leise die Kirchenorgel. Sanft erklangen die ersten Töne von „Detlef Schrempf“. Richtig, Keyboarder Ryan Monroe saß am anderen Ende des Kirchenschiffes und begleitete die beiden auf der Kirchenorgel. Fantastisch! Mit der Hand deutete Bridwell kurz in Richtung Empore, als wolle er sagen, seht, da oben sitzt der Kollege, bevor er ruhig und die Hände tief in den Sakkotaschen vergraben die ersten Zeilen sang.
„Detlef Schrempf“ ist per se schon ein Mordslied, aber in der Kirchenversion war es unschlagbar. Die behutsam gespielte, und dadurch kaum zu hörende Orgel verlieh ihm einen würdevollen Anstrich voller Anmut. Besser kann man den Song nicht interpretieren. Besser kann man ein Konzert nicht beginnen. Der Grundstein zu einem grandiosen Abend war somit gelegt. Auf gleichbleibendem Niveau ging’s weiter. „No one’s gonna love you“. Noch so ein toller Schmachtsong, ebenso sanft und zärtlich dahingespielt.
Meine Augen glänzten, viele Augen glänzten. Hätte ich derzeit eine emotionale Hin- und Hergerissenheit in mir, ich hätte – wie das Mädchen neben mir – kleine Tränen verdrücken können. So blieb es bei großer Gänsehaut. Es war eine ganz besondere Atmosphäre. Das Konzert entwickelte bereits nach zehn Minuten eine nie gekannte Eigendynamik. Ab diesem Zeitpunkt war alles zuckersüß. Die Songzusammenstellung, die Interpretationen, einfach alles. Selbst die nervigen Kameraleute, die ständig vor meiner Nase rumhampelten, störten nicht mehr.
Die Stücke von „Cease to Begin“ bildete meine emotionalen Höhepunkte. Die bereits erwähnten Eröffnungssongs und „Is there a ghost“, live kein Vergleich zu den Albumversionen. Der Tempowechsel bei „Is there a ghost“ wurde traumhaft umgesetzt. Was die anderen Songs jedoch nicht abwerten soll. „Great salt lake“ und „The Funeral“ stehen eh unerreicht für sich. Vom kommenden dritten Album „Infinite arms“ spielten sie fünf Songs. Sie gefielen mir sehr. Factory, ein typischer Band of Horses Song, stach heraus. Mehr kann ich nicht schreiben, denn an diesem Abend verwischte alles unter dem Schleier des perfekten.
Die tolle Stimmung der Kulturkirche färbte auf die Band ab. Mit sichtbarem Spaß waren sie bei der Sache. Keyboarder und Heinz Rudolf Kunze Double Ryan Monroe unterstütze Ben Bridwell, der eingangs entschuldigend anmerkte, dass seine Stimme erkältungstechnisch angeschlagen war (was man aber kaum hörte), in vielen Gesangspassagen, Bassist Bill Reynolds, mit rotem Halstuch, Jeansjacke und weißem T-Shirt in perfekter Cowboymontur, bekam sein Grinsen nicht mehr aus seinen Gesichtszügen. Er genoss das Spektakel sichtlich.
Nach „The Funeral“ befürchtete ich schon das Ende des Konzertes. Der Song hatte etwas Finales, es wäre ein würdiger Abschluss. Eine gute Stunde war auch um und Kulturkirchenkonzerte dürfen ja aufgrund Lärmbelästigung nicht unendlich dauern. So sprach nicht allzu viel für weitere Livemusik. Aber es kamen mit „Ode to LRC“ (toll!) und „Genereal specific“ noch zwei Stücke, bevor es eine weitere Überraschung gab.
Plötzlich richteten sich alle Blicke nach oben. Ryan Monroe, Ben Bridwell und Tyler Ramsey standen auf der Kanzel und spielten die erste Zugabe aus der Predigerbox. Damit hatte sie das Ambiente und die Möglichkeiten, die ein Livekonzert in einer Kirche bieten, voll ausgeschöpft. Mehr geht nicht. The world was such a wonderful place!
Vielen Dank an Ben Bridwell, Creighton Barrett, Ryan Monroe, Bill Reynolds und Tyler Ramsey für diesen wunderbaren Abend.
Der Rockpalast drehte mit. Die Aufzeichnung sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Auch wenn das Fernsehen nur die halbe Wahrheit und Schönheit des Abends vermitteln kann.

* na, das überdenke ich bestimmt noch mal!

Setlist:
01: Detlef Schrempf
02: No one’s gonna love you
03: Factory
04: Laredo
05: Great salt lake
06: Is there a ghost
07: Weed party
08: Older
09: infinite arms
10: Song for you (Gram Parsson Cover)
11: Marry song
12: The Funeral
13: Ode to LRC
14: Genereal specific
Zugabe:
15: Evening kitchen
16: Monsters

Multimedia:
Fotos: frank@flickr

Andere waren ähnlich begeistert. Rita von rock-fucker-rock.de oder die Intro

Julian Plenti – Köln, 08.12.2009

Es war ein klischeefreier Abend gestern in der Kulturkirche. Julian Plenti aka Paul Banks, auch bekannt als Frontmann der Band Interpol, spielte Songs seines Solodebüts „Julian Plenti…is skyscraper“.
Wer die Möglichkeit hatte, Interpol schon mal live zu erleben, weiß um den Live- Coolnessfaktor der Band. Kaltes, rückseitiges Bühnenlicht, das den Fan mehr blendet als die Bühne ausleuchtet und vier in schwarzem Zwirn gekleidete Musiker, die scheinbar emotionslos ihr Set runterspielen. Aber genau sieht man das ja nicht. Interpol, eine der fantastischsten, wichtigsten und newyork-esken Bands der ersten 00er Jahre des Jahrtausends.
So passt es, dass alle Musiker mit Models befreundet sind. Paul Banks hat natürlich noch einen draufgesetzt. Nicht irgendein Model, nein, wenn schon ein Model zur Freundin, dann die schöne Helena Christensen. Der Sänger ist halt per Definition der coolste in der Band.
Im Sommer hat Paul Banks / Julian Plenti in sein Debüt veröffentlich. „Mit ganz viel Interpol drin“ stand in einer Rezension über das Album. Das stimmt, Songs wie „Only if you run“ oder „Games for days“ erinnern stark an seine Hauptband, aber es gibt auch die anderen Stücke, die sich vom Interpolsound lösen.
Und nun kam er für zwei Konzerte nach Deutschland. Für uns war klar, da gehen wir hin. Auch wenn die Karte 30 Euro kostet, was uns viel für maximal 45 Minuten Konzert vorkam. Aber egal, Qualität, nicht Quantität ist das Maß der Dinge. Und sind Konzerte unter einer Stunde nicht eh’ die besten? Aber wieso nur 45 Minuten? Was soll die Theorie?
Nun, ich konnte mir nicht vorstellen, dass Paul Banks es länger tun wird. Cover wird er nicht spielen, Interpol Songs schon gar überhaupt nicht. Bleibt das eigene Material und das füllt eine dreiviertel Stunde. So in einem Satz die Vorstellungen vor diesem Konzert von diesem Konzert.
So kam kurz die Idee auf, nach dem Konzert noch im Gebäude 9 vorbeizuschauen, wo Mark Lanegan mit den Soul Savers ein Konzert spielen sollte. Vom Zeitansatz her schien es möglich, Paul Banks ist um viertel vor zehn durch, und Mark Lanegan startet nicht vor zehn. “Das macht sein Biorhythmus gar nicht mit”, war ein schlüssiges Argument.
Aber wie so oft auch hier: Fiktion und Wirklichkeit gehen nicht immer überein. Die Theorie war nicht nur grau, sie war falsch!
Julian Plenti und Band, zusammengesetzt aus Musikern, die ihn auch bei den Plattenaufnahmen unterstützt haben, spielten eine gute Stunde und sie spielten dreieinhalb Coverversionen. Ein tolles („Into the white“), ein blödes („A horse with no name“) und ein instrumentales (den Opener „Mythsizer“). Und ein halbes.
Die Kulturkirche war nicht sonderlich voll. Das überraschte mich und es überraschte mich auch nicht. Denn neben Mark Lanegan und den Soul Savers im Gebäude 9 gastierten im ausverkauften Palladium Dave Grohl, Josh Homme und John Paul Jones mit ihrem neuen Bandprojekt „Them crooked vultures“. Das waren ebenbürtige Veranstaltungen und für Köln eine nicht alltägliche Eventhäufung.
Das wir uns frühzeitig für die Kulturkirche entscheiden haben, sollte sich aber nicht als Ärgernis herausstellen. Logisch, ich weiß natürlich nicht wie toll Josh Homme im Palladium gesungen hat oder wie düster es im Gebäude 9 war, aber Julian Plenti hat mir gefallen und ich fand es einen gelungenen Abend. Viel besser konnten die anderen Konzerte nicht sein!
Paul Banks kam mit einer schwarzen Gibson Les Paul. Das Instrument stand ihm gut und spiegelte treffend die Gegebenheiten des Abends wieder. Nüchterne, schlichte Eleganz in entspanntem Ambiente. Ein gutes Thema für die Vorweihnachtszeit und eine nahezu perfekte Voraussetzung für einen „erholsamen“ Konzertabend. Ja, es war ein sehr sehenswertes Konzert.
Dass Paul Banks auch als Julian Plenti funktioniert, liegt an seiner ausgeprägten Bühnenpräsenz. Er hat diese besondere Art, auch ohne viel Drumherum (wenn ich das auf Interpolauftritte beziehen darf) Interessantheit auszustrahlen. Im Bandrahmen unter gleichberechtigten kommt dies nicht so rüber, aber als mehr oder weniger Alleinverantwortlicher Julian Plenti ist diese Eigenschaft nicht nur hilfreich sondern eben auch deutlich spürbar. Das hätte ich so nicht unbedingt erwartet, und so war nach kurzer Zeit klar, dass der Abend sich lohnen wird, egal wie lange er dauern möge.
Die Atmosphäre war kuschelig, die Band machte ihren Job und es bildete sich diese wohltuende, ruhige, vorweihnachtlichpassende Stimmung. Julian Plenti spielte wohldosiert. Nicht zu laut, nicht zu hektisch, nicht zu gesternreich. Ebenso wie seine Musiker am Schlagzeug, Bass (Dmitry Ishenko) und Cello (Yoed Nir). Einzig der Gitarrist im Achselshirt tanzte (!!!) aus der Reihe. Er machte den Unterschied, weil er sein Gitarrenspiel sehr theatralisch untermalte und enormen Bewegungsdrang verspürte. Neben mir murmelte jemand etwas von „heavy-metal Gitarrist“. Im Vergleich zu den anderen vier passend.
Die Band schien generell guter Dinge. Als der Schlagzeuger irgendwann zu seinem Getränk griff, grinsten alle. Hatten sie ihm was reingemixt? Trinkt er sonst nie? Diese Fragen werden nie beantwortet werden. Sie sagten mir aber, hier spielt ein sich verstehendes Kollektiv mit spass an der Sache.
Als achten Song spielten sie „Only if you run“, eines meiner Lieblingslieder der letzten Monate und ich war mir sicher, dass dies das Ende des regulären Sets sein würde. Doch weit gefehlt, es folgten noch zwei Songs, bis ich mir bei „Skyscraper“ erneut sicher war, das es das jetzt aber war. Jedoch wieder falsch gedacht, so schnell wollten sie scheinbar nicht die Bühne räumen.
Erst „Goodbye Toronto“ beschloss nach guten 45 Minuten das Set. Den Song starteten sie mit einem zehn Sekunden Anspielcover von Sammy Cahns „Let it snow“ (das halbe Cover). Und wurde im Mittelteil nicht auch ein Interpol Songschnipsel eingebaut? Ich mag mich auch irren….
Als Zugabe dann noch drei Songs, darunter das unsägliche Cover “A horse with no name” (ich mag schon das hippiesk klingende Original nicht) und das tolle „Games for days“, welches den Abend ausläutete.
Mittlerweile war es halb elf. Mark Lanegan spielte ohne uns im Gebäude 9.

Multimedia:
Fotos: frank@flickr

Kontextkonzerte:
Interpol – Köln, 19.11.2007

Pearl Jam – Düsseldorf, 22.06.2007
Interpol – Köln, 11.05.2007

Sarah Bettens – Köln, 12.10.2009

Zwei kleine Geschichten ranken sich um diesen – aller guten Dinge sind drei – erneuten Kulturkirchen Konzertabend.
Welche mich von den beiden mehr geärgert hat, ich glaube, es schwankte minütlich. Die eine handelt von verpassten Gelegenheiten, die andere Geschichte von nur-ich Menschen.
Da letztere leider zum heutigen Sozialverhalten einiger Mitmenschen gehört, ich das trotzdem nicht toll finde, es mich ab und an aufregt, sei es kurz erwähnt.
Folgende Situation: Die Kulturkirche war gestern Abend bestuhlt, die Kirchenbänke waren nicht entfernt worden und so war logischerweise der vordere Bereich für zu-spät-Kommer erledigt. Auch an den Seitenwänden ständen Bänke, auf denen Leute saßen. Von hier hatte man nicht überall uneingeschränkten Blick auf die Bühne, zwei Kirchenpfeiler versperrten an bestimmten Sitzpositionen die Sicht. Soweit so gut. Im laufe das abends kamen immer mal wieder Leute auf der Suche nach guten Plätzen vorbei, sahen den Pfeiler und entdeckten ihn als ideale Anlehnstehstation. Bevor sie es sich jedoch gemütlich machten, schweifte ihr Blick einmal um ihre Achse, und als ihnen nach kurzer Rücksprache bestätigt wurde, dass sie dem ein oder anderen die Sicht versperrten, suchten sie sich einen anderen Platz. Das ist nett, das ist feinstes menschliches Verhalten. Kurz vor Sarah Bettens kamen wiederum zwei vorbei und freuten sich, dass an besagtem Pfeiler noch ein tolles Plätzchen für sie frei sei. Schwupps wurde dieser okkupiert, rücksichtsvolles Nachfragen bei den hinter ihnen sitzenden fiel natürlich aus. Das ist nicht höflich und hässlichstes menschliches Verhalten. Wer jetzt sagt, „na ja, die hinter ihnen sitzenden hätten ja was sagen können“, der verdreht hier irgendwas. Dass das ganze schlussendlich nicht im Dilemma endete lag daran, dass die anderen dann einfach auch aufgestanden sind. „Na dann ist ja nichts passiert, reg dich doch nicht auf.“
Darum geht es mir nicht. Es geht mir um das nur-ich denken, um das, „was kümmern mich die anderen, sollen die sich doch melden“. Das Prinzip „Rücksicht von sich aus“ haben einige verlernt. Das find ich schade. Und wer zu spät kommt, nun ja, der kann halt nicht mehr an die perfekten Plätze. Auch nicht bei einem Konzert. Man sollte seine Höflichkeitsregeln nicht an der Garderobe abgeben. Ach ja, in der Kulturkirche gibt es keine Garderobe. Na dann…
So, zurück zu Frau Bettens.
Vor ungefähr vier Wochen erhielt ich um eine Ecke das Angebot, ob ich nicht Lust hätte, Sarah Bettens zu interviewen. Au Mann, dachte ich, wär‘ was. Einer meiner drei Lieblingssängerinnen der 90er gegenüberzusitzen und schlaue und bescheuerte Fragen zu stellen. Also, warum nicht? Tja, da hatte ich die Rechnung ohne mein zweites Ich gemacht, das immer mehr Zweifel und aufkommen ließen, die den Respekt in unendliche Höhen schraubten und mich dann zu einer Absage zwangen. Ich Feigling.
Und so kam ich am Montagabend kurzfristig in die Nippeser Lutherkirche und ließ mich nur von der Musik und der reinen Bühnenpräsenz Sarahs beeindrucken. Musikalisch lief in eine von mir erwartete Richtung. Das gut 70minütige Set war eine Kombination aus eigenen Song, Familiensongs und Coverversionen. Die Coverversionen von Juli London und Neil Young kannte ich schon, unter anderem von der letztjährigen Theatertour. Damals hatte sie nur Coverversionen ihrer Lieblingskünstler gespielt. Es war ein interessanter Abend.
Ich war mir im Vorfeld nicht sicher, ob es in Köln nicht ähnlich laufen wird. Das hätte mich geärgert, denn – so schön die Coverversionen in Heerlen auch waren – etwas vom Künstler selbst geschriebenes zu hören ist besser. (Ich mag auch keine Coverbands!). Doch nach den ersten vier Stücken war klar, dass dies kein reiner Coverabend wird. Es gab nämlich bis dahin nur eigene Werke.
Große Freude herrschte, als Sarah ein neues K’s Choice Stück ankündigte.
„If this isn’t right“ hatte ich schon in Hamont gehört. Ich mochte es schon damals, aber jetzt im kleinen Kreis, also nur mit Pianobegleitung und Akustikgitarre gefiel es mir um einiges besser.
Apropos K’s Choice. Bildete ich mir das nur ein oder gab es den lautesten Applaus als Sarah in der Ankündigung des neuen Songs erzählte, dass die K’s Choice im nächsten Monat ins Studio begeben, um ein neues Album einzuspielen. Veröffentlicht werden soll es Anfang nächsten Jahres. Bestimmt bildete ich es mir nur ein.
Denn das Größenteils weibliche Publikum klebte förmlich an ihren Lippen und sog jeden Gitarrenzupf gnadenlos auf. Entsprechend hoch der Wert auf dem Applausometer nach den Songs.
Sarah Bettens hat es geschafft, sich eine eingeschworen Fanbase zu erspielen und so war ich nicht sonderlich überrascht, dass ihr Konzert in der Kulturkirche fast ausverkauft war; auch ohne große Werbetrommel.
Und wie immer mit Sarah, so war es auch gestern ein toller Abend. Es war das erste Mal, dass ich die Kulturkirche bebankt erlebt habe. Sehr gemütlich, sehr angenehm.

Auf der Rückfahrt auf der A57 höre ich Thees Uhlmann aus dem Radio tönen:
„Weißt du was du mir bedeutest?
Auf einem Platz in meinem Herz
Steht dein Name an der Wand
Und ich will dass du es erfährst“

Setlist:
01: Win me over
02: I can do better than you
03: Pave the way
04: Scream
05: If this isn’t right (K’s choice – neu)
06: Daddy’s gun
07: Cry me a river (Julie London)
08: I will carry you (Woodface)
09: Shine
10: She’s out of my life (Michael Jackson)
11: Come over here
12: Slow you down
13: The needle and the damage done (Neil Young)
14: Rescue me
15: I can’t make you love me
Zugabe:
16: Too many happy faces (?)
17:?

Multimedia:
Fotos: frank@flickr

Kontextkonzerte:
K’s Choice – Hamont, 06.08.2009
Sarah Bettens – Heerlen,17.11.2008
Sarah Bettens – Köln, 09.12.2007

Soap&Skin – Köln, 30.09.2009

Erst die Schweiz, gestern Österreich. Ausnahmekünstlerinnen aus unseren beiden Nachbarländern gaben sich in dieser Woche in der Kölner Kulturkirche die Klinke, bzw. das Klavier, in die Hand. Begeisterte uns Sophie Hunger am Dienstag abend am im schwarzen Klavierlack gehaltenen Flügel mit tollen Melodien, so legte gestern die Steirin Anja Plaschg aka Soap&Skin auf ihre Art nach.
Aber nicht nur der Flügel war derselbe wie am Vortag, auch der ein oder andere Zuhörer hatte die feminine Doppelpackung gebucht, wie wir bei einem Blick durch die Reihen feststellen konnten. Nicht die schlechteste Entscheidung, versprechen doch beide Künstlerinnen instrumententechnisch ein sehr hohes Niveau.
Anja Plaschg, 19 Jahre jung und Österreichs große Indiehoffnung, kann Klavier spielen. Und wie! Seit ihrem sechsten Lebensjahr macht sie dies und die Leier vom „Ach hätte ich doch früher auch ein Instrument erlernt“ wäre beim Anblick ihrer Fingerfertigkeiten erneut angebracht, aber die gab es ja gestern schon.
Ich hatte Soap&Skin bereits vor einigen Wochen im Dortmunder FZW gesehen, aber in der Kulturkirche erschloss sich mir eine andere Klangdimension. In dem sakralen Raum waren die Töne viel klarer und dominanter zu hören als in der kleinen Dortmunder Konzerthalle. Es war eindeutig die geeignetere Location und meine Idee, Anja Plaschg innerhalb kurzer Zeit zweimal zu sehen, wurde ein erstes Mal belohnt.
Als ich die Lutherkirche betrat, fühlte ich mich dreißig Jahre zurückversetzt. Wie zur besten Messdienerzeit strömte mir weihrauchgeschwängerte Luft entgegen. Dabei geht das mit dem evangelischen Glauben nicht hundertprozentig überein. Die Lutherkirche ist ein evangelisches Gotteshaus, und Weihrauch ist ursprünglich nur in katholischen Kirchen Teil der Zeremonie. Später erfuhren wir, dass dies der Wunsch der Künstlerin gewesen sei soll. Da waren sie, die Worte des Abends: auf Wunsch der Künstlerin. Das kam noch dreimal: Fotografieren, bitte nur ohne Blitz (sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein), auf Wunsch der Künstlerin; kein Gehtränkeverkauf während des Konzertes im hinteren Kirchenteil (Lärmentwicklung durch Plastikbechergeklimper!) auf Wunsch der Künstlerin und die Setlist durfte auch nicht abfotografiert werden (richtig: auf Wunsch der Künstlerin, wie der Mischpultmann sagte. Grosse Geheimnisse um ein junges Mädchen.
Das Konzert begann wie in Dortmund. Die Bühne wurde nur durch einen oder zwei weiße Spotleuchten aufgehellt. Der größte Teil der Bühne blieb im dunkeln. Der Flügel war so aufgebaut, dass Anja Plaschg leicht mit dem Rücken zum Bühnenrand saß. Auf dem Flügel stand der Laptop, das andere Instrument des Abends. All das kannte ich schon vom Dortmunder Konzert.
Gespannt war ich auf den zweiten Teil des Programms, wenn nach „The sun“ symbolisch die Sonne dadurch verdunkelt wird, dass das Bühnenlicht sekundenlang ausgeht und Anja Plaschg zur Performanceshow abdriftet. In Dortmund war diese ganz schön beängstigend und aggressiv und ich fragte mich damals, ob sie das jeden Abend auf diese Art umsetzt oder ob es seinerzeit nur das Ergebnis eines beschissenen Tages war.
Um es kurz zu machen: in Köln war es nicht so dramatisch. Kein besessenes Geschrei, keine exorzistisch anmutenden Tanzeinlagen. Anja Plaschg wirkte von Anfang an innerlich ausgeglichener und weniger angespannt und aggressiv.
Der erste Teil des gut einstündigen Konzertes lief einwandfrei, ihr Klavierspiel war sehr präzise, glasklar und mit nahezu sanftem Tastenanschlag. Gestört wurde der Hörgenuss lediglich durch das Knacken der linken Lautsprecherbox. Hier schien die Technik zu versagen. Ärgerlich, denn gerade in den ruhigen Sequenzen störte es sehr. Anja Plaschg ließ sich aber davon nicht aus der Ruhe bringen. Gut.
Den Laptopeinsatz nahm ich diesmal nicht so deutlich wahr. Lag es an der schwächelnden Lautsprecherbox oder an der feinen Kirchenakustik, die das Klavierspiel in den Vordergrund brachte. Egal, in den wichtigen Momenten war es hörbar. Der Laptop ersetzt wahlweise das große Orchester oder unterstützt die Songs durch kleine, digitale Loopsequenzen. Die Vorgehensweise ist immer gleich. Vor jedem Stück startet Anja Plaschg die entsprechende Sequenz im Computerprogramm und setzt dann punktgenau mit ihrem Klavierspiel ein. Die Exaktheit in den Übergängen oder Anschlusssequenzen zwischen Klavierspiel und Gesang auf der einen, und den digitalen Tracks auf der anderen Seite, ist beeindruckend hoch. Hier ist eine Perfektionistin am Werk.
Das Kirchenambiente ist der ideale Ort für Soap&Skins düstere, dramatische Pianomusik. In der verrauchten Luft entwickelte sich schnell eine besondere Atmosphäre, die mich komplett vereinnahmte. „Spiracle“ schafft so was spielend und war der beste Song des Abends. Wenn Anja gequält zu „When i was a child“ ansetzt, oder das im Refrain aufkommende „Please, help me“ zum Ende hin in ein dramatisches Geschrei mutiert, dann macht mir das Angst.
Frau Plaschg schafft es, durch Stimme und Klavierspiel eine Dramaturgie innerhalb der Songs aufzubauen, die einen eingeschüchtert zurücklässt und die in der Luft schwirrt wie eine hässliche Geisterfratze, die einen jeden Moment anspringen möchte. Im Idealfall rettet sich dieses Gefühl bis in das nächste Stück und es bildet sich eine Kette von euphorisierender Besessenheit, die sich erst durch das plötzliche Ende des Konzertes auflöst. Ein Zustand, schön und irritierend zugleich.
Hatte ich nach dem Dortmunder Konzert geschrieben, so ein Auftritt darf keine Zugabe haben, wurde mir gestern das Gegenteil gezeigt.
Anja Plaschg kam nach lang anhaltendem Applaus noch einmal zurück, ging ans Mikrofon und sang ein österreichischesVolkslied Dem Inhalt und Klangbild nach muss es ein Grablied oder ein Prozessionslied gewesen sein, so ganz konnten wir uns anschließend nicht einigen. Gerade erhielt ich eine Mail mit folgendem Inhalt: “Das letzte Stück, das wir für österreichisch hielten, ist ein jiddisches Kampflied aus dem Baltikum. Ich habe das vorhin bei Google gefunden.”
Ich muß wohl meinen Google-Suchalgorithmus verbessern!

Sei es wie es ist, der zweite Konzertbesuch bei Soap&Skin brachte die wichtige Erkenntnis, dass Anja Plaschg nicht immer so ist, wie ich sie in Dortmund kennengelernt habe. Das beruhigt mich sehr.
Soap&Skin Konzerte sind unbedingt sehenswert. Das nächste Mal ist sie am 16. Dezember in unserer Gegend. Ort ist dann das Düsseldorfer Savoy Theater. Dann in Musikerbegleitung. Es könnte eine dritte, nochmals vollkommen andere Soap&Skin Erfahrung werden.

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Sophie Hunger – Köln, 29.09.2009

Das las ich Anfang der Woche im unterhaltsamen Blog „Das Pop Tagebuch“ von Eric Pfeil.

„Sie hat etwas, was die Leute nicht begreifen (Das Magazin)”.
Ich weiß nicht, ob es klug ist, so etwas auf ein Plakat zu drucken. „Ja, wenn man es nicht begreift, dann gehe ich wohl besser mal nicht hin”, mag mancher hier doch sicher denken, „denn Leute bin ich ja auch”. Andere wiederum könnten anfangen, über die spezifische Art der Unbegreiflichkeit Sophie Hungers nachzugrübeln und dem Eindruck erliegen, die Frau löse vor allem deshalb Nichtbegreifen aus, weil sie auf der Bühne mit eimerweise Tiergedärm hantiert und sich nackend in Wannen voller Gewürm suhlt, derweil ihre ebenso blutspuckenden wie grell frisierten Mitmusiker mit Äxten auf rostiges Instrumentarium eindreschen.

Nein, das mit den Tieren und dem Blut könnte eher auf Anja Plaschg aka Soap&Skin zutreffen. Doch dazu morgen mehr.

Eric Pfeil, mach dir keine Sorgen um die Leute. Sie erliegen keinen falschen Eindrücken. Sie kommen in, na ja Massen wäre übertrieben, aber gewichtiger Menge ist passend, und fressen der Schweizerin aus der Hand. Das war im Mai im Gebäude 9 der Fall, und das war es auch gestern Abend in der schönen Kölner Kulturkirche.
Sophie Hunger, die grandiose Schweizer Songwriterin, Jazzmusikerin und Komponisten war mal wieder in der Stadt, und ihr Konzert ein Pflichttermin. Und so konnten wir alle üblichen Verdächtigen in ersten beiden Reihen entdecken. Es ist beruhigend zu sehen, dass sich einige Dinge nicht ändern und alle die sommerliche Konzertpause gut überstanden haben. Wahrscheinlich denkt man ähnlich über uns, aber es gibt wahrlich schlimmere Gedanken.
Zum Beispiel den, dass es doch eine tolle Idee wäre, abgenudelte Dylan Cover zu spielen. Mit fieser Mundharmonika und so. Wie komme ich darauf? Nun, die einzige Schwachstelle am gestrigen Abend war ein gecovertes „Like a rolling Stone“. Es tut mir weh das zu schreiben, aber das hatte ärgerlichen „Samstag Abend Bürgerhaus Ü30 Party mit Live Cover Band“ Charme und war dem Abend nicht gerecht.
Sophie, bestimmt magst du den Song sehr (auch mir gefällt er), aber es gibt doch so viele interessante Lieder, die noch nicht so abgenudelt wurden. Na, mir fällt jetzt gerade keiner ein, aber das will nichts bedeuten.
Mit „Le vent nous portera“ hast du uns doch gezeigt, wie interessant ein Cover sein kann. Ein schönes Stück, im Original von Noir Desir. Das passt viel besser.
Der weitere Abend war überdies hervorragend. Natürlich, möchte ich sagen. Kann es schlechte Sophie Hunger Abende geben? Dieser war vielleicht noch ein Stück weit schöner als im Mai im Gebäude 9.
Damals war ich in meiner Sophie Hunger Hochphase. Die CD „Monday’S Ghost“ war just erschienen, ich hörte sie rauf und runter und „Walzer für niemand“ rief eine Gänsehaut hervor, wenn ich nur an das Lied dachte. Als im Sommer dann die Ankündigung des Kulturkirchenkonzertes bekannt wurde, war das Ticket schnell gekauft. Ich hoffte und freute mich auf einen ähnlich entspannten, aufregenden und mitreißenden Abend wie im Mai.
Die Hoffnung erfüllte sich. Die guten 90 Minuten Sophie Hunger und Co gingen vorbei wie nichts. Alles passte: Musik, Ambiente. Eine Konzertschönheit in Perfektion.

In ganz kleinen Momenten ärgere ich mich, dass ich nie ein Instrument erlernt habe. Gestern war so einer. Klavierspielen müsste man können, hätte man lernen sollen. Dann könnte ich spielerische Leistungen noch stärker honorieren und müsste nicht laienhaft daherschreiben. Denn vom Handwerk des Musikmachens habe ich keinen blassen Schimmer. Das Sophie Hunger und ihre Mitstreiter Michael Flury (posaune, Glockenspiel), Christian Prader (Flöte, Klavier, Gitarre), Julian Sartorius und Bassist Simon Gerber feine Musiker 8und nette Leute) sind, entging mir aber nicht.

Da sitzen sie am Bühnenrand, nur eine Armlänge entfernt und spielen ein wunderbares „Tell the moon“. Ganz ohne Verstärker und Klimbim. Es ist mucksmäuschenstill in der Kirche. Andächtig still. Ihre Augen leuchten und man merkt ihnen die Freude an. Unsere Augen leuchteten zurück. Es war ein tolles Finale und der Konzertmoment des Jahres bisher.

Das euer „Walzer für niemand“ erneut sofortige Gänsehaut verursachte sag ich nur, weil es mich selbst überrascht hat. Ich habe das Stück länger nicht gehört und war mir nicht sicher, ob mich der Song immer noch so stark beeindruckt. Er tut es.
Andere Songs, die bisher an mir vorbei gingen, blieben gestern auf ein kurzes Hallo stehen. „Round and round“ zum Beispiel, oder „Citylights“. Wunderbar.

Ja, ich bin begeistert. Sophie, du bist toll! Band, ihr seid toll! Bis bald!

Setlist:
01: Die Fahrende
02: Shape
03: Drainpipes
04: House of Gods
05: Mr. Shades
06: The boat is full
07: Lovesong for everyone
08: Marketplace
09: Walzer für Niemand
10: The Musician
11: Round and round
12: Citylights
13: Le vent nous portera
14: Rise and fall
Zugabe I:
15: Hotel Belfort
16: Like a rolling stone
17: Spiegelbild
Zugabe II:
18: Monday’s Ghost
19: Birth-Day
Zugabe III:
20: Tell the moon

Multimedia:
Fotos: frank@flickr

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