| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Best Coast – Köln, 02.11.2015

Die Überraschung kommt gleich zu Beginn des Abends. „Warum war ich damals eigentlich bei Best Coast im MTC, als sie zusammen mit Sky Larkin auftraten“ wurde ich gefragt, als wir uns im Luxor trafen. „Das weiß ich nicht, ich war ja auch nicht da.“ „Doch du warst da, ich hab’s bei dir nachgelesen.“ „Ach, daran kann ich mich gar nicht erinnern. Sicher?“ „Ja, sicher.“ Tja, so ist das mit den Erinnerungen.

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Garbage – Köln, 31.10.2015

Plötzlich war da Blitzeis. Ich weiß nicht, ob es Ende der 1990er Jahre diesen Begriff für plötzliches auftretendes Glatteis schon gab, heutzutage würde man es so nennen. Blitzeis. Es ruiniert uns unseren Garbage Konzertbesuch. Wir waren an diesem Wintersonntag auf dem Weg aus dem nördlichen Ruhrgebiet in Richtung Köln. Garbage sollten im Palladium auftreten, Grund genug, dahin zu fahren. Das Wetter war widrig, es

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Apparat – New Fall Festival Düsseldorf, 30.10.2015

Chassol machen das gut. Auf der Videoleinwand am Bühnenhintergrund flimmern Filmschnipsel. Dokumentationsauszüge, selbstgedrehtes, vornehmlich von der Südseeinsel Martinique. Dazu spielen der französische Komponist und Pianist Christophe Chassol und sein Begleitmusiker eine Art Soundtrack. Man muss sich das so wie früher in einem Stummfilmkino

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Starsailor – Bochum, 24.10.2015

Seit einigen Wochen oder gar Monaten stehe ich kurz davor, mir so ein Online- Streaming-Dings-Gerät zu kaufen, mit dem ich nicht nur am Rechner meine digitale Musik und ferne Radiosender hören kann, sondern auch im Wohnzimmer, in der Küche, im Flur. Denn ich höre sehr gerne Radio und ich bin es leid. Nein, nicht das Radio hören. Ich bin es leid, immer nur diesen unsäglichen Radiosender 1live hören

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Metric – Köln, 23.10.2015

2009. Als ich Metric zum letzten Mal live sah, war es anders. Damals stand die Band aus Kanada vor ihrem Durchbruch, spielte Indiepop an der Grenze zum Mainstream und füllte das Luxor gerade einmal zur Hälfte. Mittlerweile müssen Emily Haines und Kollegen im großen Popgeschäft angekommen sein, zumindest in den USA. So mein Kurzfazit nach einem ziemlich genau handgestoppten 90 Minuten Metric Stadionrockkonzert in der Kölner Kantine.

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Die Nerven – Bonn, 22.10.2015

“Scheiss auf deutsche Texte”, ein Song von den Sternen aus dem Jahr 1996. Seinerzeit und in den Jahren zuvor war es in Popkreisen eher die Ausnahme, auf deutsch zu singen. Erst als der Underground Overground wurde und der HipHop immer wichtiger, wurden die Charts von deutschsingenden Bands erklommen. Eine Diskussion über eine Quotenregelung im öffentlich-rechtlichen Radio – wie man sie

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Grant-Lee Phillips – Köln, 10.10.2015

„Geht ihr auch zu Yo la tengo?“ „Ja, und wir sind auch bei Kurt Ville.“ „Ich war übrigens noch bei My morning jacket in Amsterdam.“ Nebenan-Gespräche vor einem Konzert. Ah, dachte ich - mit halbem Ohr aus Versehen mithörend -, dass passt ja vom namedropping her sehr gut. Hier bin ich richtig. Wir saßen im Stadtgarten und warteten darauf, dass Grant-Lee Phillips die Bühne betrat,

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Speedy Ortiz – Köln, 07.10.2015

Warum ich Speedy Ortiz so mag, ist schnell erklärt. Ich mag Pavement, ich mag Schrammel-Indie-Pop-Rock-LoFi. „Tiger tank“ ist mit Sicherheit das beste Pavement Stück, das die Amis nie geschrieben haben. Höre ich diesen Song, dann kommt mir keine andere Band als Spontangedanke in den Sinn. Und tausche ich dann gedanklich noch Sängerin Sadie Dupuis mit Stephen Malkmus Schräggesang,

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PINS – Berlin, 25.09.2015

Konzertbesuche in Berlin sind höchstinteressant. Wenn nicht das Publikum zur linken und zur rechten nervt, ist sicher irgendwas anderes, was die gemeine Konzertroutine (andere sagen: Langeweile) aus hinfahren - angucken - was trinken und nachbesprechen - zurückfahren durchbricht. Zum Beispiel eine verschlossene Tür des Clubs. Oder aber technische Errungenschaften, die ein gewisses Hauptstadtflair umgibt.

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Django Django – Köln, 20.09.2015

Im Vorgriff auf das Konzert habe ich mir Django Django – das Debütalbum der gleichnamigen Band -auf meinen IPod gezogen, um bei meinen wöchentlichen Joggingrunden im Stadtwald mal wieder „Hail Bop“, „Default“ oder „Storm“ zu hören. Mal wieder deswegen, weil das Album nach einer relativ intensiven aber doch sehr kurzen Hör-Phase vor einigen Jahren im CD Regal verschwand.

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Sufjan Stevens – Essen, 19.09.2015

Es war das Konzert des Jahres. Damals in Barcelona auf dem Primavera spielte Sufjan Stevens an zwei aufeinanderfolgende Abenden im auditori, einem riesengroßen Konzertsaal, der am Rande des Festivalgeländes liegt und in jedem Jahr für Konzerte von kleinen und großen Bands der eher ruhigen reserviert ist. Hier kann man dann Jazz und Weltmusik genießen, oder sich einfach nur in den bequemen

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Bruis Festival – Maastricht, 04.09.2015

Als wir auf dem Festivalgelände eintrafen, hatte die Kaffeebude noch keinen Strom und der spätnachmittägliche Kaffee musste ausfallen. Oh ja, wir waren früh dran an diesem Abend in Maastricht, aber das hatte Gründe. Das Bruis Festival entdeckte ich über eine Mail eines Facebook-Freundes, der mich auf die Veranstaltung hinwies. „Das ist auf so’nem altem Sportplatz,

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Pop-Kultur Festival – Berlin, 27.08.2015

Das Pop-Kultur Festival ist der Nachfolger der Berlin Music Week, die wiederum der Popkomm nachfolgte, die irgendwann in den 2000er Jahren von Köln nach Berlin umzog. Die Popkomm verbinde ich mit der guten Zeit des Musikfernsehens - obwohl sie mit Fernsehen nichts zu tun hat -, als Viva noch in Köln war und Viva2 (oder plus) mit Charlotte Roche meine Vorabende versüßte.

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Pop-Kultur Festival – Berlin, 26.08.2015

Konzerte in Berlin sind anstrengend. Das Publikum empfinde ich hier rücksichtloser als zum Beispiel in Köln oder Brüssel; die Clubs kommen mir irgendwie abgehobener vor. In Summe bedeutete das für mich, die Konzertszene in Berlin ist gewöhnungsbedürftig und aktuell nicht in den TOP 3 meiner Lieblingskonzertorte. Das kann sich aber ändern, und sicher ist meine Erfahrung auch nicht repräsentativ

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25 Jahre Cityslang Festival – Bochum, 15.08.2015

Früher war das mit dem Musik kaufen und entdecken so. Ich kaufe CDs von Bands, die auf dem gleichen Label vertreten waren wie Lieblingsbands und oder mit denen in irgendeiner Verbindung standen und ich kaufte keine CDs, die der beste Freund hatte. Letztere hatte ich dadurch sowieso, weil wir es so machten, wie es wohl alle machten. Einer kauft, der andere nimmt auf. Es war ein gegenseitiges Geben und

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