| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Ort: Irving Plaza, New York
Vorband: Brothers and sisters, Celebration, Blood Brothers

Wenn man schon nach New York fährt, sollte man, wenn möglich, ein Konzert mitnehmen.  Trail of dead (um mal die Kurzform einzuführen) gaben sich die Ehre, und glücklicherweise gab es für die Sonntagabendshow noch Karten bei Ticketmaster. Also, Krdeditkarte gezückt und mit der Metro von Central Station zum Union Square, dann zweimal um die Ecke und schon steht man vor einem unspektakulären Stadthaus. Das Irving Plaza ist ein ein kleiner Club, der Konzertbereich befindet sich in der ersten Etage. Ich schätze, er ist etwas kleiner als das Bürgerhaus Stollwerck in Köln. Bereits um halb acht spielt eine Band, ich höre sie aus dem Vorraum. (Nachher stellte sich heraus, sie nennen sich Brothers and Sisters). In den in den Saal gelange ich erstmal nicht. Was ich so noch nicht kannte: bevor ich den Konzertbereich betrete, muss ich mich noch als über 21jähriger outen lassen. Nach Vorzeigen des Personalausweises bekomme ich ein Armband angelegt, das den Getränkeverkäufern signalisieren soll, „aha, dem darf ich Bier verkaufen, der ist alt genug“. Der Saal ist immer noch halb leer als gegen 20 Uhr die nächste Band auf die Bühne geht, Celebration heissen sie und erinnern ein wenig an Mia. Zumindest die Frontfrau, die eine ähnliche 80er Jahre angehauchte Performance an den Tag legt wie Mia’s Mieze. Musikalisch hat man sich das auch so vorzustellen.
Um 21 Uhr spielen die Blood Brothers. Es geht hier wirklich zu wie in einem Taubenschlag. Bands kommen und gehen. Ich kannte sie nicht, ein paar Zuschauer schon. Der Saal ist nun zu zweidrittel gefüllt (daran sollte sich bis zum Ende nichts mehr ändern) und angetan von der Band. Na ja, ganz nett, aber auf Dauer ein wenig einfältig. Erinnern mich an Atari Teenage Riot wenn man sich den Elektro-/Technokram wegdenkt und ihn durch Gitarren ersetzt.
Gegen halb zehn kommen dann endlich, als vierte Band an diesem Abend Trail of dead. Es ist laut, sehr laut, der Gesang kommt kaum durch. Abgesehen von dieser tontechnischen Misslage ist es ein gutes Konzert. Von der neuen CD werden zwei Stücke gespielt, ansonsten die alten Hits. Überraschenderweise ist schon nach einer guten Stunde schicht. Dies der einzige Wermutstropfen an diesem interessanten Abend.

p.s.: Meine Jeans konnte ich auch noch am nächsten Tag anziehen, denn natürlich war die Irving Plaza absolut rauchfreie Zone. Es gab noch nicht einmal einen Wiedereinlass in die Halle, so dass auch die Kippe während der Umbaupausen ausfallen musste. Arme Raucher.

Trail of Dead im Irving Plaza für über 21jährige

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