| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Stars – New York, 24.09.2010

Das Terminal 5 liegt in keinem der studentischen oder hippen Stadtbezirke New Yorks. Midtown und Klubs wie die Webster Hall oder Irving Plaza sind einige Metrostationen entfernt. Das stylische Terminal 5, clean und modern eingerichtet, liegt auf Höhe des Central Parks in unmittelbarer Nähe zum Hudson River. Autohäuser gibt es hier zuhauf. Lexus, BMW, VW, Audi. Die gehobene New Yorker Käuferschicht darf und kann sich hier ihren Unsinns- SUV aussuchen.

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Pavement – New York, 23.09.2010

Ort: Summerstage Central Park, New York

Als Marie-Jose van der Kolk vor einigen Wochen im Kölner Saturn zu einer Autogrammstunde vorbeischaute, erzählte ein Bericht im Kölner Stadtanzeiger die Geschichte von Joachim und Gerd. Die Zwillinge sind seit Anfang der 90er Jahre große Fans. Genauso wie Markus und Anke, beide Mitte 30. Beide sind ebenso große Fans und Markus verriet dem Stadtanzeiger, dass sie sogar ihre Urlaube nach den Tourterminen planen. Schon viermal reiste er wegen ihren Konzerten extra nach Mallorca.
„Fans planen Urlaub nach Tourneedaten“ so denn auch die Artikelunterschrift im Kölner Stadtanzeiger.
Leute gibt’s!
Wir würden sowas ja auch machen, jederzeit und immer, wenn es unser Budget erlauben würde. Das macht es aber nicht, und so müssen wir uns die Rosinen rauspicken.
Pavement sind eine solche Rosine, und da wir nun schon mal in New York weilen, können wir uns auch gleich noch eine weitere Show geben.
Es ist die dritte der insgesamt vier Central Park Summerstage Auftritte. Und, was soll ich sagen: Grundsätzlich alles so wie die Konzerte davor. Nette Leute, blauer Himmel, alles in allem ein toller Tag. Klar, die Setlist weist einige Abweichungen auf, und Stephen Malkmus Stimme klingt angekratzt. Kein Wunder, nach der Tortur von vier Konzerten an vier Tagen. (Vor den Shows im Central Park gab es bereits eine in Brooklyn).
Aber es wird im Laufe der nächsten zwei Stunden nicht schlimmer, und so fällt es gar nicht weiter ins Gewicht. Dem guten Konzertabend unter einem lauen New Yorker Stadthimmel stand also mal wieder nichts im Wege. Außer wir uns selbst.

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Arp – New York, 22.09.2010

Ort: Webster Hall, New York

Arp - New York, 22.09.2010

Der Abend war anders geplant. Eigentlich wollten wir uns heute in der Webster Hall Caribou ansehen und anhören, diesen Tausendsassa, der das tolle Odessa so wunderbar gecovert hat und mit „Swim“ ein hervorragendes Album Anfang des Jahres veröffentlicht hat. Eigentlich.
Doch als wir mit vollem Magen der Metrolinie N entstiegen und durch den abendlichen Gewittersturm in Richtung 11th Ecke 4th hasteten, stellte sich schnell Ernüchterung ein. 9 pm Arp, 10pm Embass und 11pm Caribou. So der terminierte Zeitplan. Oh nein, es wird ein langer Abend. Das war so nicht einkalkuliert. Aber nun waren wir hier und so schnell sollte uns nichts vertreiben. So dachten wir …
Die 12 Dollar, die wir für eine Cola und ein Bier bezahlen sollten, schreckten uns nicht ab. In Euro umgerechnet ist das ja gar nicht so viel. Sich sowas einreden, hilft ungemein. Gott sei Dank hatten wir bereits in einem Diner den vermeintlich besten Burger Manhattans verspeist. Laff gesalzen und übersichtlich drapiert. Na ja, ein Highlight amerikanischer Küche sollte man in einer Nebenstrasse des Times Squares nicht erwarten. Aber stolze Preise. Und die zahlten wir selbstredend.
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Pavement – New York, 21.09.2010

Ort: Summerstage Central Park, New York
Vorband: Thee Oh Sees

Komm’, weil es so schön modern klingt, erzähle ich es noch einmal.
Also, vor gut einem Jahr nährten sich erste Pavement Reunion Gerüchte. In verschiedenen Blogs gab es zarte Andeutungen und Hinweise wurden dahingehend interpretiert, dass es 2011 soweit sein könne, dass sich die hoch wichtige und sehr relevante 90er Indierock Gruppe Pavement wieder für einige Liveauftritte zusammenfindet.
Eines Abends stand ich gelangweilt im Düsseldorfer zakk. Es war gerade Umbaupause und in wenigen Augenblicken sollten Dinosaur Jr. die Bühne betreten. Also las ich etwas gedankenverloren die aktuellen Twitter Feeds, um die Wartezeit zu überbrücken.
Stutzig und hibbelig wurde ich bei einem Tweet von Brad Searles. Dem Kollegen mit dem wundervollen Bostoner Musikblog Bradleys Almanac (http://www.bradleysalmanac.com/) folge ich schon Ewigkeiten. Seine Tweets sind interessant und sehr empfehlenswert, sein Blog überdies sensationell.
Also, Brad schreibe von einem Reunionkonzert in new York im September 2011. Sein Tweet- Link führte auf die Matadorseite.
Ich schrieb meinem Konzertfreund Christoph eine sms und fragte ihn, ob er schon was von einem Reunionkonzert Pavement gehört hätte oder gar diese Ankündigung bestätigen könne. Seine Antwort lies nicht lange warten: ja, auf der Matadorseite stehe etwas vom 21.09.2011 und New York City. Da wir beide nicht nur große Pavement Verehrer sind, sondern auch nur ungern machbare Konzerte links liegen lassen, war die Sachlage nach zwei weiteren sms Nachrichten klar. Trunken vor Glück beschlossen wir, am Freitag Punkt 16.01 Uhr Karten via Ticketmaster für dieses Konzert zu kaufen (um 10 Uhr Ortszeit sollte der Vorverkauf beginnen).
Um 16.15 Uhr hatten wir die Tickets (und somit auch den 2010er Urlaub) gebucht. Das sich im Laufe des Jahres herausstellen sollte, dass vor dem eigentlichen Reunionkonzert noch eine ganze Welttournee platziert wird, konnten wir ja nicht ahnen. So wurde das ursprüngliche Exklusivkonzert ein Pavementkonzert unter fünfen. In Berlin, Barcelona, Njimwegen waren sie schon, und wir auch.
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