| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Lana del Rey – Antwerpen, 17.04.2018

Als Lana del Rey vor Jahren ihr „Video games“ auf YouTube hoch lud, wurde sie über Nacht zum Star. Innerhalb eines Monats erreichte sie über eine Millionen Klicks, damals war das viel (ob das heutzutage auch noch so ist, weiß ich nicht). Zwei Nächte später war sie das neue Westküstenpopsternchen, Born to die, das Album von und mit „Video games“, schoss weltweit in die Charts. Lana del Rey hatte mit ihrem DIY Charme von „Video games“ den Nerv der Zeit getroffen. Aber nicht nur das: ihre gleichgültig und resignierend schwermütig klingender Gesang war so speziell, dass er nicht nur bei mir nicht mehr aus den Gehörgängen verschwand.

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Cat Power – Köln, 11.07.2016

„Es war ein schönes Konzert. Ich hatte im Vorfeld schlimmeres befürchtet.“ So fasste ich das Cat Power Konzert vor 8 Jahren in der Live Music Hall zusammen. Ein ähnlich gutes Fazit zog ich ein paar Jahre später nach dem Besuch des Brüsseler Konzertes. Ja, ich bin großer Fan und verfolge das Treiben von Chan Marshall so ziemlich genau seit ihren ersten Alben. Mit „Nude as a news“ wurde ich – wie wohl fast jeder - auf Cat Power aufmerksam. Das Rumpelstück hatte etwas Besonderes, es war Indie und erinnerte mit der Schüchternheit und scheinbaren Gebrechlichkeit der Stimme.

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Cat Power – Brüssel, 26.06.2013

Ort: Ancienne Belgique, Brüssel
Vorband: Maya’s Moving Castle

Cat power

Mein erster Eindruck: Ist Chan Marshall wirklich so groß? Das Ancienne Belgique und seine riesenhafte Bühne sind spärlich ausgestattet und wirken so überdimensioniert. Eine Schlagzeugempore im Hintergrund, daneben die Bass Station, auch leicht erhöht. Links die Keyboards, rechts das Mikrofon der Gitarristin, die auch die Zweitstimme gibt. Jeder Musiker hat seinen angestammten Bereich, klar abgegrenzt. Am vorderen Bühnenrand stehen zwei Mikrofonständer, ein weiteres Mikrofon liegt direkt vor mir auf dem Boden. Zwischen den Instrumenten ist enorm viel Platz. Sicherlich ein kleines Volleyballfeld hat Chan Marshall Raum, um sich ausgibigst zu bewegen. Das hinterlässt Eindruck, der noch verstärkt wird durch die im Hintergrund auf einer Videoleinwand vorbeiziehenden blauen Himmel, Menschen und anderlei Filmsequenzen.
Nach guten anderthalb Stunden fällt die Antwort leicht. Oh ja, Chan Marshall hat mittlerweile eine Bekanntheitsstufe erreicht, die ich noch vor Jahren für nicht möglich gehalten hätte. Vor Jahren heißt Anfang der 00er, als ich sie zum ersten Mal im Kölner Gebäude 9 sah. Es war mein verstörtestes Konzert ever. Der Beginn schleppte sich unendlich, als gegen Mitternacht Cat Power die dunkle Bühne betrat. Mit dem Rücken zum Publikum saß sie am Klavier, spielte Songs, brach sie ab, verharrte in Stille, improvisierte, spielte Songfragmente an, brach ab, verschwand von der Bühne. Nach einer halben Stunde schien das Konzert beendet, wir gingen, um dann später in der Zeitung lesen zu müssen, dass sie noch sehr, sehr lange weitergespielt hat. Ich hatte mich seinerzeit sehr über mich geärgert, dass ich nicht länger diese Eskapaden ausgehalten und ausgestanden habe. Gerade auch, weil es für lange Zeit mein letztes Cat Power Konzert gewesen sein soll.
Spätestens aber mit ihrem Cover Album „Jukebox“ und dem aktuellen „Sun“ ist sie irgendwo im Mainstream angekommen. In den USA ist sie weltbekannt, in Europa fehlt dazu nicht mehr viel.
Das AB ist ausverkauft, seit langem. Es ist dies das Ersatzkonzert der ausgefallenen Novembertour aus dem letzten Jahr. Damals hatte ich ein Ticket für Köln, und mich maßlos geärgert, dass das Konzert wegen „finanzieller Schwierigkeiten“ (wie die gesamte Tour) abgesagt werden musste. Vielleicht hatte es auch andere Gründe, egal.
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Cat Power – Köln, 04.06.2008

Unterwegs. Zwangsaufenthalt Köln-Süd. Ein ICE darf einen Güterzug überholen, daher müssen wir, sprich die Regionalbahn, im Bahnhof warten. Aber gleich - in wenigen Minuten -…

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