| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Wintersleep – Köln, 05.05.2013

Ort: Luxor, Köln
Vorband: Giantree

Wintersleep

Drei BMW seien umlackiert, sagte mein fünfjähriger Neffe am Samstagnachmittag zu mir, als ich ihn vom Fernseher abholte. Es lief das Qualifying zum DTM Rennen in Hockenheim und für meinen Neffen war es dringend notwendig, sich das anzuschauen. „Aha“, antwortete ich, weil ich mich in Autosachen so überhaupt gar nicht auskenne und sonst nichts antworten konnte. „Aha, und warum wurden die umlackiert?“ „Na weil doch jetzt eine neue Sasion beginnt und es andere Fahrer gibt.“ Als er mir dann noch sagte, dass das gerade kein Audi sei sondern ein BMW, war ich ganz schnell ganz still und lockte ihn wenig später nach draußen. Du Schlaumeier, lass uns mal Fußball spielen. Mein Neffe ist ein kleiner großer Autofan, aber Fußballspielen kann er nicht. Ich zwar auch nicht, aber für einen fünfjährigen reicht es noch so gerade. Das Fazit: Ausgleich in Sportdingen und alles in allem ein ruhiges entspanntes Wochenende.
Die passende Musik zum Wochenende wäre „Island in the sun“ oder irgendwas ähnlich fluffig, seichtes, leichtes. „Califorina“ von Phantom Planet zum Beispiel, es fällt in eine ähnliche Kategorie.
Wie komme ich jetzt zu Wintersleep? Die Band aus Halifax ist nicht unbedingt bekannt für ihre Sommerhits, obwohl, vielleicht reichen die Sommer in Kanadas Provinz Nova Scotia nicht zu mehr Fluffigkeit und Leichtheit, so dass Wintersleep Songs Sommersongs sind und wir das nur nicht mitbekommen. Ich weiß es nicht, ich war noch nie dort und es ist jetzt ja auch nicht so, als ob Wintersleep die Miesepeter und Herbstgänger wären.
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Wintersleep – Köln, 06.09.2010

Ort: Luxor, Köln

Wintersleep sind meine mir unbekannteste Lieblingsband. Gerade mal ein Album besitze ich von ihnen, das 2007 erschienene „Welcome to the night sky“. Es ist ihr drittes Album, über die beiden Vorgänger kann ich rein gar nichts sagen, und auch ihr dieses Jahr veröffentlichte Album „New Inheritors“ ist mir ganzähnlich unbekannt.
Eine Band, die es mit zwei, drei Songs geschafft hat, mich zu vereinnahmen. „Drunk on Aluminium“, „Murderer“, „Dead letter & the infinite yes“ oder „Oblivion“ sind klasse Songs. Ach, ich könnte alle 10 Tracks des Albums hier nennen. Und so wurde Wintersleep eine Lieblingsband. Komischerweise hatte ich mich nie um die anderen Alben bemüht, die Veröffentlichung ihres aktuellen Werkes viel dann auch wenig überraschend hinten rüber.

So wird dieser Abend eine Wundertüte. Aber keine allzu große. Ich hatte die Kanadier bereits im letzten Jahr live erlebt, für sagenhafte 20 Minuten. Seinerzeit stellte ich begeisternd fest: „Generell gilt, dass trotz der Kürze ihres Auftritts eine Menge vom Indiepop des Wintersleepkosmos herüber kam.“
Nun, dann gilt es also, Bescheid zu wissen über das, was kommen mag.

Doch erst einmal kamen … sehr wenig Menschen. Das Luxor war relativ schwach besucht. Ich glaube, so übersichtlich habe ich es noch nicht gesehen.
Aber warum waren eigentlich nicht mehr Musikinteressierte vor Ort? Wintersleep sind doch eine tolle Band, ein andauernder Gehheimtipp möchte ich sagen, und der in den letzten Zügen liegende Sommer, der traditionell als klubkonzertarme Zeit bekannt ist, müsste überdies Lust gemacht haben endlich wieder Indoorkonzerte zu besuchen.
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