| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Primavera Sound Festival – Barcelona, 03.06.2017

Immer dieses Gerenne. Der Auftritt von Thurston Moore war an diesem Tag gesetzt: Da er jedoch auf der hidden stage stattfinden sollte, benötigte es eines dieser kleinen farblichen Armbändchen, die den Eintritt zur hidden stage zuließen. Das Bändchen wurde ab 16 Uhr am Infostand ausgegeben, was bedeutet, dass man schon so gegen halb vier am Gelände sein sollte, um eines der Bändchen zu ergattern. Die Erfahrung aus dem letzten Jahr zeigte, dass überdies ein ganz schönes Gerenne über das Gelände zu diesem Infostand einsetzt, sobald der Zugang zum Parc del Forum geöffnet wird.

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Thurston Moore – Paris, 11.03.2017

Thurston Moore. Der Mann, der das Ende von Sonic Youth zu verantworten hat. Das zumindest ist meine Meinung, nachdem ich die ersten Seiten von Kim Gordon’s Bioraphie Girl in a Band gelesen hatte. Es sind tieftraurige erste Abschnitte, die die Ex-Frau des Sängers dort aufführt. Thurston Moore. Der Mann, der so wunderbar melodiöse Gitarrensongs spielen kann wie vielleicht kein zweiter. Seit Jahrzehnten macht er das. Erst exklusiv für, in und mit Sonic South, später auf mehreren Soloalben und aktuell mit der Thurston Moore Group. Thurston Moore. Der Mann, der an diesem Samstagabend ein kleines Konzert in der Pariser La Maroquinerie spielen wird und mich damit zu einem Kurztrip nach Paris einlud.

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Thurston Moore – Köln, 16.11.2014

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband: All sides

Thurston Moore

Nein, mir war an diesem Abend nicht nach langen Gitarrensoli und -improvisationen zumute. Als die Thurston Moore Band nach 10 Minuten ihren ersten Song beendet hatte, wurde mir das bewusst und ich konnte das Konzert dummerweise bereits zu diesem Zeitpunkt innerlich abhaken.
Eigentlich machen mir die Moore’schen Eskapaden nichts aus, eigentlich finde ich sie sogar sehr schön und versuche jedes Konzert des Amerikaners mitzunehmen, aber eigentlich störten sie mich an diesem Abend schon. Vielleicht habe ich den Krach in diesem Jahr zu oft gehört, eine andere Erklärung habe ich gerade für meine Meinung über das Konzert nicht.
Wie famos die drei Herren miteinander harmonieren, und welche tollen Gitarrensongs sie zustande bringen, konnte ich vor einem knappen halben Jahr im Kölner King Georg sehen, bzw. hören. Im King Georg sieht man ja nix. Damals spielten sie dort an 2 Tagen hintereinander zwei sehr kleine Clubshows, verzückten mit Feedbacks und verzerrten Gitarren den ganzen Laden und ich war froh, zumindest für einen Abend eine Karte ergattert zu haben.
Auch im Gebäude 9 bildete die King Georg Besetzung das Kerngerüst der Band, ergänzt wurde es jedoch um eine weitere Bassistin. Das liest sich jetzt unspektakulär, wenn man aber weiß, wer sich hinter den zwei anderen Musikern und der Bassistin verbirgt, wird sofort leuchtende Augen bekommen. (mehr …)

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Thurston Moore – Köln, 31.03.2014

Ort: King Georg
Vorband:

Thurston Moore Um halb neun stehe ich im King Georg zwischen Theke und Wand. Wer zu spät kommt, den bestraft dieser Klub mit einem ‘nichts von der Bühne sehen‘ Konzerterlebnis. Aber was schreibe ich, eine Bühne gibt es in diesem ehemaligen Schummeretablissement überhaupt nicht. Die Musiker stehen in der Mitte vor zwei runden Sitzecken, das Publikum steht drum herum. Was in der Theorie wunderbar klingt, also direkter Körperkontakt zum Musiker, ist in der Praxis ziemlich doof: weil man in letzter Konsequenz mehr hört als sieht, weil man irgendwie überall im Weg steht (Durchgang zum Klo, Durchgang nach hinten, Durchgang für die Thekenfrau).
Gerne würde ich das King Georg nicht so oft aufsuchen müssen, aber es ist auch so, dass dort nahezu wöchentlich hochkarätigste Bands und Musiker spielen. Also muss man da hin! Und so kam ich eben dieses Mal nicht umher, und nahm zähneknirschend die Unwägbarkeiten in Kauf. Ein bisschen abschwächen kann man sie nur, wenn man pünktlich zum Einlass vor Ort ist, um sich einen der ersten Reihenplätze zu sichern oder aber um nicht im Gangbereich weiter hinten zu landen.
Ich schaffte es an diesem Abend nicht ganz so pünktlich, und da ich auch noch einige Minuten in der Schlange vor der Tür vertrödelte, war es eben schon halb neun und der Laden schon dreiviertel voll, als ich, um die beiden Eingangsecken biegend, den Thekenbereich des King Georg betrat. Gut, damit war ein Teil des Abends quasi schon gelaufen. Da ich jedoch von diesem Konzert eher ein Ohren- als einen Augengenuss erwartete, war das geschenkt. Und Thurston Moore und Steve Shelley hatte ich nun schon ein paar Mal gesehen. Wie die aussehen und welche Instrumente die spielen, wusste ich. (mehr …)

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