| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Get well soon – Köln, 20.01.2013

Ort: Gloria, Köln
Vorband: Denis Jones

Hold me closer tiny dancer…
Lange war ich mir nicht sicher, ob ich mir auch in 2013 Get well soon Konzerte ansehen sollte. Wie oft habe ich die zweitbeste deutsche Indieband jetzt gesehen? Manchmal denke ich, ‘zu oft, das reicht doch jetzt und ich brauch mal ‘ne Pause, mal ein Jahr Abstand, um mich wieder neu begeistern lassen zu können.‘ Das ist aber Unsinn.
Unser letztes Aufeinandertreffen war vor einem guten halben Jahr beim Frankfurter Lüften Festival. Damals fand ich ihr Konzert teilweise anstrengend und wenig aufregend, was aber auch an der nachmittäglichen Uhrzeit und dem gerade erst eingetroffen sein zugeschoben werden kann. Denn natürlich war es – wie jedes Get well soon Konzert – großartig. Großartige Bands können nur großartige Konzerte machen! Keine Frage.
Aber sie können durchaus mal weniger gute Platten veröffentlichen. “The Scarlet Beast O’Seven Heads” ist mir zu biestig, zu sehr Soundtrack den Song, zu wenig tiefgründig dramatisch. Da halte ich es lieber mit dem zweiten Album „Vexation“, das ich durch die Bank schön und immer wieder sehr hörenswert finde.
Und hier schließt sich nun der Kreis, oder wie? Eine sich vielleicht sattgesehene Band und ein sehr selten gehörtes Album, wieso sollte ich da am Sonntagabend ins Gloria fahren? Na, weil Sonntag ist und weil all das nur wenig schlagkräftige Gründe sind, um einem arbeitsreichen Wochenende nicht doch noch einen schönen Ausklang mitzugeben. Und weil die Abstinenz Theorie eben großer Unsinn ist.
Um die Sache fix zu machen, die morgendliche Idee nicht doch noch im Laufe des Tages abzulegen, wurde gleich ein Ticket gekauft. Nicht, dass der leichte Schneefall oder plötzlich aufkommende Sonntagsnachmittagsmelancholie als „ach ne lass mal, ich bleib doch lieber zuhause“ Gründe herangezogen werden können. Ein bisschen Druck schadet trotz aller Begeisterung nicht.
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Stars – Brüssel / Köln, 16./17.12.2012

Brussels is always an option. Als sich die kanadischen Stars für Dezember im näheren Dunstkreis der Voreifel ankündigten, war aus einer Idee rasch der Plan entwachsen, ihr Brüsseler Konzert mit einem wochenendlichen Kurztrip zu verbinden. Es ist ein Katzensprung in die belgische Hauptstadt, der Zug braucht keine 2 Stunden, die Geschäftshotels im Norden der Stadt an Samstagen und Sonntagen sehr erschwinglich und die Botanique einer der besten Konzertorte Europas.

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Theophilus London – Köln, 02.12.2012

Ort: Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln
Vorband:

Theophilus London is an MC and singer from Brooklyn, NY, whose genre-bending approach draws from a range of styles, from soul-pop and new wave to electro and contemporary R&B. Citing influences that include Michael Jackson and Prince as well as Kraftwerk and the Smiths. (allmusic.com)

Mono, Françoiz Breut, Theophilus London. Kann eine Woche größere Kontrastkonzerte haben als die letzte KW? Manchmal kommen mir selbst Zweifel bei dem, was ich mache. Postrock, Chansons, HipHop. Wo ist denn da bitte schön die Schnittmenge? Kann man Fan all dieser so unterschiedlichen Musikrichtungen sein?
Nun, ich kann es nicht, aber bei manchen Sachen habe ich eine Grundneugierde, die ich ab und an bedienen muss. So wie an diesen Sonntag. Als ich tags zuvor zufällig die Ankündigung des Club Bahnhof Ehrenfelds las, musste ich an das Frühjahr zurückdenken. Seinerzeit sind mir Herr London und Frank Ocean über den digitalen Weg gelaufen und ich erinnerte mich meiner HipHop / Rap / R‘n’B Blütezeit Anfang der 90er. MC Solaar, Terence Trent D’Arby, Beastie Boys, Advanced chemistry, Neneh Cherry. Ich bin und war nie großer Liebhaber von R’n’B, aber das, was London und Ocean machen, finde ich spannend. Allerdings auch nur so spannend, dass ich es kurze Zeit später wieder vergaß. Es fehlten halt doch die Gitarren. Bis auf Samstagnachmittag.
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Mono – Köln, 27.11.2012

Es ist einfach Postrock Musik. Auf der Bühne steht kein einziges Mikrofon. Die beiden Gitarristen Takaakira Goto und Hideki Suematsu sitzen auf Drehhockern, der Schlagzeuger hat hinter sich eine riesige Metallscheibe stehen, auf die er ab und an schlägt und die Bassistin Tamaki Kunishi spielt bei drei neuen Songs Keyboard.

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Django Django – Köln, 17.11.2012

Für die einen sind es die Stone Roses, für die anderen die Beatles. Als sich am Samstagabend nach getaner Arbeit die Frage stellte, ob es sich lohnen würde, spontan ins Gebäude 9 zu fahren um die britischen „Newcomer“ Django Django anzuschauen, war die Antwort nach zwei Songs via spotify schnell gefunden. Die klingen nach den Stone Roses, also ja! Gut, was Freude und Anreiz für den einen sein kann, kann für den anderen wie eine Drohung klingen.

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Archive – Köln, 04.11.2012

Ort: E-Werk, Köln Vorband: Robin Foster Ich bin einmal mehr sprachlos. Auch noch nach zwei Tagen. Als Archive nach guten zwei Stunden ihr Kölner Konzert mit zwei weiteren Zugaben („Bullets“…

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Amanda Palmer & The Grand Theft Orchestras – Köln, 03.11.2012

„Hat sie ihre Stimme wieder?“ Diese Frage erreichte mich am Samstagnachmittag via sozialem Netzwerk und traf mich relativ überraschend. „Wieso?“ fragte ich daher zurück. Mit dem Amanda Palmer Konzert am Abend im Kölner Luxor hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht beschäftigt, fügte aber ein „ist sie kränklich?“ an dies einsilbige „Wieso“.

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Grizzly Bear – Köln, 02.11.2012

Ort: Essigfabrik, Köln Vorband: Villagers Ich hatte diesen Abend falsch eingeschätzt. In allen Belangen. Als kurz vor der Essigfabrik „Two weeks“ aus den Lautsprechern erklang, erinnerte ich mich plötzlich wieder:…

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I like trains – Köln, 29.10.2012

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband: Der Rest

I like trains kenne ich. Ein bisschen. Vor knapp zwei Jahren besuchte ich ihr Konzert an gleicher Stelle und war sehr angetan. Das war 2010 und ihr Album „He who saw the deep“ war just erschienen. Ich hörte es sehr oft und Songs wie „Progress is a snake“ oder „Broken bones“ brannten sich in mein Gedächtnis. Damals fand ich das alles passend, die Musik, die Jahreszeit, das Wetter. Also mollige gitarrenlastige Melancholie, Winter, nasse Kälte.
Zwei Jahre später sind die Eingangsparameter nahezu identisch. I like trains haben derweil ein drittes Album veröffentlicht und letzte Woche erinnerte ich mich an die Band und ihr wohliges Konzert. Mit Paul Cezanne beschloss ich seinerzeit den Abend, sein Satz “I think, everything is lost.” kam mir damals sehr passend als eine ein-Satz Zusammenfassung vor.
„Everything is lost.“ Das passt irgendwie immer. Aber „es ist erst das Ende, wenn es gut ist“ auch. Und da New York nach jetzigem Stand der Dinge nicht untergehen wird (allerdings der tolle Atlantic City Boardwalk teilweise verschwunden ist), ist nichts verloren. Weder hier noch drüben, und erst recht nicht gestern Abend im Gebäude 9.
I like trains. Es war ein gutes Konzert, überraschenderweise kannte ich viele der gespielten Songs. Das bedeutet, zum Leidwesen meines Konzertfreundes, der die dunkle Seite der Band sehr zu schätzen weiß, dass die Nordengländer viele Songs ihres vermeintlich schwächsten zweiten Albums gespielt haben. So waren ein Drittel der Setlist von „We saw the deep“, zugespitzt in der einzigen Zugabe des Abends, „Sea of regrets“, dieses wundervoll getragene poppige Etwas.
Wie schon knapp zwei Jahre zuvor hatte ich auf dem Nachhauseweg das gute Gefühl, in I like trains eine Band gefunden zu haben, zu deren Konzerten man gefahrenlos gehen kann. Mögen ihre bisherigen Alben auch musikalisch indifferent und sehr unterschiedlich sein, live schafft es die Band, einen roten Faden zu spinnen, der die unterschiedlichen Ausrichtungen sehr gut in der Reihe hält und Brüche oder komische Momente überhaupt nicht erst aufkommen lässt.
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… and you will know us by the trail of dead – Köln, 18.10.2012

„Machen die etwa Postrock?“ Viel Skepsis schwang in dieser Frage mit, die mir kurz vor dem Beginn des Maybeshewill Auftritts gestellt wurde. Dieses Biest Postrock, oft ohne Gesang, ist für die einen anstrengender langweiliger Kram, für die anderen ist er das nicht. Für mich ist er das oft nicht, für meine gestrige Begleitung in der Regel schon.

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Radiohead – Köln, 15.10.2012

Ort: Lanxess Arena, Köln
Vorband: Caribou

„Penny, ich bin Physiker, ich habe fundierte Kenntnisse über das gesamte Universum und alles, was darin ist.“
„Wer ist Radiohead?“
„Ich habe bedeutende Grundkenntnisse über die WICHTIGEN Dinge des Universums.“
(Big Bang Theory, Staffel 2 Folge 18)

Wie kann ich einen perfekten Abend beschreiben? Ich weiß es nicht, vielleicht will ich ihn auch gar nicht groß in Worte fassen. Dass, was Radiohead, und davor Caribou abgeliefert haben, war nicht mehr und nicht weniger als das Konzert des Jahres. Ein kleines Konzert einer großen Band in einer großen Halle. Wow!
Warum „kleines Konzert“? Weil es mir nicht als Stadionkonzert vorkam, was uns Radiohead zweieinhalb Stundenlang boten. Aus mehreren Gründen fühlten wir uns eher in einen kleineren Konzertsaal versetzt. Lag es daran, dass wir vorne standen, lag es daran, dass Radiohead keine große Bühnenshow aufboten oder lag es einfach daran, das Thom Yorke es schaffte, die Arena Arena sein zu lassen und Gefühle von Nähe und Intimität versprühte, die man diesem hibbeligen kleinen Mann gar nicht zutrauen würde?
Es lag sicherlich an allem. Wenn sich die Videoplatten wie eine zweite Decke über die Köpfe der Band absenken, wird das Hallendach ganz nah, der Raum nach oben sehr klein. Es schmeckt dann nach Kellergewölbe und Flaschenbier, weniger nach Nachos und Pfandbechern mit Henkel. Bei „15 steps“ setzten sie dieses Stilelement ein und just ab diesem Zeitpunkt, war ich völlig gefangen. Sprachlos und paralysiert vom Rest des Abends.
Ich habe Radiohead unterschätzt, sehr unterschätzt. Vorher unterhielten wir uns noch darüber, ob Radiohead wirklich so wichtig sind, wie ich nicht glauben wollte, dass sie es sind. Nachher, oder besser gesagt nach zwei Stunden und einem famosen „Weird fishes“ muss ich alle Gedanken revidieren. Radiohead sind so bedeutend, wie man nur sein kann. Punkt.
Das erwähnte „Weird fishes“ und „Reckoner“ waren meine herausragenden Momente. Auf der Zugfahrt heim ließ mich dieser Intimgedanke des Konzertes nicht los. Wieso schaffen das Radiohead? Klar, wenn Coldplay Konfetti, Zweitbühne und Feuerwerk einsetzen, ist der Intimgedanke schnell verflogen. Wenn Muse das Klavier unter der Hallendecke aufbauen, auch.
Also weniger Schnickschnack gleich Intimität? So einfach ist es wohl auch nicht, ein bisschen was muss die Band noch dazutun und ein bisschen muss der Moment auch magisch sein.
Mit Caribou fing es schon gut an. Fünf Songs spielten die vier Mannen um Dan Snaiths. Was nach wenig klingt, waren immerhin fast fünfunddreißig Minuten Spielzeit; ein annehmbarer Wert für eine Vorband bei einem solchen Konzert. Vorne am Bühnen Rand standen sie eng beieinander, Schlagzeug und Keyboard nahezu umringend. So, wie man sie sich vorstellt. Mit „Odessa“ und „Sun“ endete ihr Set größtmöglich.
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The hundred in the hands – Köln, 11.10.2012

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband: Swearing at Motorists

„The scarlet beast o’seven bells“. Ich werde mit diesem Album nicht recht warm. Auf der abendlichen Fahrt zum Gebäude 9 habe ich die neue Get well soon Platte dabei, sie läuft im Auto-CD Spieler. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich sie nicht mögen mag. Die älteren Alben gefallen mir sehr, Get well soon Konzerte sind immer ein Fest und schlussfolgernd will ich auch das neue Album mögen. Aber es gelingt mir nicht. Auf „The scarlet …“ ist mir von allem zu viel, zu viel alter Kinokram, zu viel Get well soon.
Ich denke an Konstantin („dann trink ich eben noch was“) Groppers Auftritt bei Roche und Böhmermann vor einigen Wochen. Frau Roche interessierte sich nicht wirklich für den Musiker, dabei – und das merke ich an der Ausfahrt Köln-Deutz, hätte sie doch nur das neue Album hören müssen und sie hatte den perfekten Intervieweinstieg: im Song „Dear Wendy“ benutzen Get well soon ähnliche Tonfolgen wie die Roche & Böhmermann Einspieljingles. Das hätte ihnen auffallen müssen.
Was all das mit The hundred in the hands zu tun hat? Nichts. Aber Anfahrtgeschichten gehören zu einem Konzertbesuch wie das Konzert selbst.
Jetzt aber zu The hundred in the hands:
Ein Fazit dieses Sommers könnte lauten, dass ich das Duo Eleanore Everdell und Jason Friedman viel zu lange links liegen gelassen habe. Viel zu lange.
Das Debütalbum der in New York lebenden Briten bekam ich vor 2 Jahren, ein kurzer Rückblick in das Jahr 2010 bringt mir das ins Gedächtnis zurück, was ich bereits im Sommer in Hannover feststellen durfte: diese Band hat gute Songs.
Über die Qualitäten von „Dressed in Dresden“ und „Commotion“ brauche ich nicht zu diskutieren, die sind unbestritten, es sind Riesenhits. Und „Pidgeon“ und „Lovesick“ stehen nur knapp dahinter. Für ein Album ist das eine enorme Hitdichte, wie ich finde.
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Muse – Köln, 20.09.2012

Ort: E-Werk, Köln
Vorband:


Muse, so ganz bin ich mir nicht darüber im klaren, warum ich Dienstag letzter Woche um 10 Uhr morgens wie wild bei Ticketmaster um ein Ticket für das 1live Radiokonzert kämpfte und es schlussendlich doch bekam. Schon klar, die ersten vier Alben sind großartig, das letzte, „The Resistance“, allerdings besonders scheußlich. Da setzte bei mir Kaufverweigerung ein und Muse wurden mir gleichgültiger.
Anfang der Nuller- Jahre war ich ganz klar auf ihrer Seite. „Showbiz“ und „Origin of symmetrie“ mit einem sehr beeindruckenden Konzert in eben diesem E-Werk (oder war es gar schon hochverlegt auf die andere Straßenseite?) setzten große Ausrufungszeichen und Matt Bellamy war einer der Musiker der Stunde. Stilistisch wurden Muse eher mit Radiohead als mit Oasis in einen Topf geworfen, was genauso richtig ist wie sie nicht mit den Emo Bands ihrer Zeit gleichzusetzen, auch wenn Muse mit denen durchaus die ein oder andere Gemeinsamkeit hatten. Aber dann setzten Veränderungen ein. Zu Queen wurden Muse mit „Soldier’s Poem“ und „Map Of The Problematique“ vom Album Black Holes And Revelations, und ich wurde stutzig. Das Album ist voller Pathos und Bombast und Matt Bellamys hohe Kopfstimme erschien mir noch nie so aufdringlich Mercury-esk wie hier. Damit hatte ich zugegebenermaßen kleinere Probleme und Muse verloren für mich an Reiz.
The Résistance brachten diesen Reiz nicht zurück. Ein schlimmes „Undisclosed desires“ und die Symphonien am Ende des Albums ließen mich nicht wirklich begeistern. Trotzdem besuchte ich ihr Konzert in der Lanxass Arena und fand es großartig. Dieses Erlebnis muss mir unterbewusst so hängen geblieben sein, dass ich mir Tickets für diesen Abend unbedingt sichern wollte. Wie überragend Muse live sein können, hatte ich ja schon erlebt.
„Da hat aber jemand zu viel George Michael gehört.“ Im Radio sang jemand „I can’t get this memories out of my mind“ und das schrie förmlich nach George Michael’s „I want your sex“. Oh nein, wir wussten nicht, welcher geschmacksverirrte Sänger sich an dem ex-Wham Frühwerk derart vergriff, dass es schon wieder beeindruckend war. Zwei Tage später, der Song lief erneut im Radio, lernte ich in der Abmoderation, dass es sich um die neue Muse Single „Madness“ handelt. Wow, dachte ich, es geht tatsächlich noch abstruser als bei „Undisclosed desires“.
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2:54 – Köln, 18.09.2012

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband: Lingby


Nachdem er aus London zurückgekehrt ist, erhält Mac Taylor in der vierten Staffel CSI:NY jeweils um 3.33 nachts anonyme Telefonanrufe. Scheinbar hängen diese Anrufe nicht mit den aktuellen Mordfällen zusammen.Um 11:14 abends spielen sich in einer amerikanischen Kleinstadt merkwürdige Dinge ab, ein Angestellter überfällt seinen eigenen Supermarkt, ein Mann entdeckt, dass seine Tochter einen Mord begangen hat versucht diesen zu vertuschen und es werden zwei Menschen überfahren.
Was sich um 2:54 Uhr ereignete, weiß ich nicht. Ich will es auch gar nicht wissen. Ich unterstelle dem Bandnamen einfach eine Uhrzeit, ohne mir die Mühe machen zu wollen, dieses zu recherchieren. In irgendeinem Interview oder auf irgendeinem Musikblog würde ich sicherlich die Antwort finden, aber in diesem Fall ich finde die Ungewissheit spannender.
2:54 sind die beiden Schwestern Colette und Hannah Thurlow aus London. Vor einigen Wochen spielten sie im Vorprogramm der XXe – was ihre musikalischen Eck-Koordinaten passend definiert – nun sind sie für drei Konzerte kurz zurück. Eine EP (Scarlet) und ein Album (2:54) sind bereits veröffentlicht, Anfang 2010 gründeten sie ihre Band, zu der mittlerweile auch Alex Robins und Joel Porter zählen.
Als ich am Gebäude 9 ankam, spielte die Vorband Lingby bereits.
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Stephen Malkmus and the Jicks – Köln, 20.08.2012

Der Tag nach dem wärmsten Tag des Jahres ist immer noch sehr warm. Und mir nun wahrhaftig zu warm, so dass ich auf das abendliche Pavement Malkmus-Konzert im Gebäude 9 dankend verzichte. Zweimal duschen an diesem Tag und die Erkenntnis, dass das alles nichts bringt und die Unterarme weiterhin am Schreibtisch kleben zeigen mir, dass meine Resistenzen aufgebraucht sind und ich den bevorstehenden Hitzewellen eines geschlossenen Konzertsaales heute nicht mehr gewachsen sein werde.

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