| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Ort: Philipshalle, Düsseldorf
Vorband:

Amy Macdonald - Düsseldorf, 15.11.2010

Vom Kölner Tanzbrunnen in die ausverkaufte Philipshalle. Vor über 3 Jahren gastierte Amy Macdonald im Vorprogramm von Paul Weller zum ersten Mal in Deutschland. Seinerzeit stand sie allein mit ihrer Akustikgitarre auf der Bühne und begeisterte mit ihren klaren, einfachen und wunderschönen Popsongs. Wie gesagt, es war das Vorprogramm zum großen Paul Weller, daher ist mir ihr Auftritt bis auf die abschließende Killers Coverversion nicht stärker im Gedächtnis geblieben.

Das Cover reichte mir allerdings, um wenige Monate später in ein ausverkauftes Gebäude 9 zu gehen. Der nächste Schritt in der Karriereleiter der Schottin.
Es folgte relativ schnell der chartsmäßige Höhenflug. Ihr Debütalbum war gefühlte 10 Jahre in den Top 50 der Charts, ihr nächstes Konzert bereits in der übernächsten Hallenkategorie angekommen. Die Jahrhunderthalle in Bochum, natürlich ausverkauft.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Amy nicht mehr auf der Karte. Das Konzert war eine kleine Endtäuschung und der Drops für mich gelutscht.
Eine neue Tüte Bonbons mache ich auch nach diesem Konzertbesuch nicht auf. Keine Frage, es war ein gutes, solides Konzert, das Amy und Band in 90 Minuten in der ausverkauften Philipshalle ablieferten. Sie zeigten all das, was man erwarten konnte und was sich das Publikum erhoffte. Die Videoinstallationen waren stimmig, wenn auch sehr vorhersehbar, und sie spielte alle wichtigen Songs. Nur berührte mich der Abend überhaupt nicht. Was ich jedoch nicht schlimm oder gar enttäuschend fand. Ich war heute nur interessierter Beobachter und nicht Fan.

Die Neugierde leitete mich nach Düsseldorf. Ich wollte sehen, ob Amy Macdonald auch in einer ausverkauften Philipshalle funktioniert, und inwieweit sie ihre feinen, zarten Songs mit Bombast und Gitarrengewerk aufpeppt, damit sie Hallenformat erlangen. Nun, die Intimität wurde angepasst und perfekt in ein Großbühnenkonzept überführt. Das war und ist okay. Gelungen, würde ich sagen.
Die Zielgruppe, und zu der zähle ich mich nicht mehr, so meine Beobachtungen, hatte große Freude und war begeistert. Daher, alles richtig gemacht Amy Macdonald!
Nur ein Wermutstropfen blieb: „Mr Brightside“ hätte ich gerne als erste Zugabe gehört. Stattdessen spielte sie das Springsteen Cover „Born to run“. Die schlechtere Alternative.

Weil es so beeindruckend schnell ging, hier noch einmal der chronologische Abriss des rasanten Aufstiegs der Amy Macdonald, soweit ich ihn miterlebt und verfolgt habe:
Paul Weller – Köln, 18.09.2007
Amy Macdonald – Köln, 06.03.2008
Moke, Amy MacDonald – Bochum, 26.02.2009

Also jedes Jahr ein Stückchen grösser!

Setlist:
01: An ordinary life
02: Poison Prince
03: L.A.
04: Youth of today
05: Love, love
06: Mr. Rock & Roll
07: Footballer’s wife
08: Spark
09: This pretty face
10: Don’t tell me that it’s over
11: Troubled soul give it all up
12: Next big thing
13: No roots
14: Run
15: This is the Life
16: What happiness means to me
Zugabe:
17: Born to Run
18: Let’s start a band

Multimedia:
Fotos: frank@flickr

frank

"I can't go away with you on a rock climbing weekend - What if somethings on tv and its never shown again - Its just as well I'm not invited I'm afraid of heights - I lied about being the outdoor type."