| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

The Rifles – Köln, 08.10.2016

2005 waren The Rifles der letzte heiße Britpopscheiss. Und das mit dem letzten ist wörtlich zu nehmen. Während die Klasse von 2005 um Bands wie Maximo Park, HardFi, Franz Ferdinand und wie sie nicht alle hießen die britische Popmusik von all den Oasis- und Blur-meriten loslöste, machten The Rifles starrsinnig da weiter, wo 10 Jahre zuvor Cast, Shed Seven und die Bluetones, oder noch viel früher The La’s, aufgehört hatten: mit Britpop.

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L7 – Köln, 07.09.2016

„Pretend you’re dead“. Was für ein Knallersong. Ein Tanzflächenfüller. Einer der wichtigsten Songs der 1990er Jahre. Zumindest für mich. Ich erinnere mich gerne an die Discotage zurück, wenn nach Nirvanas „Smells like teen spirit“ L7 aufgelegt wurde, der DJ damit den Rock-Grunge Level hoch hielt und gleichzeitig einen guten Übergang zu entweder Metallica (damals noch gut!) oder den Ramones / Iggy Pop / Fugazi hinlegte. L7 spielten diese natürliche Melange aus Punk und Hardrock, die prädestiniert war, um diesen Übergang zu schaffen.

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Helmet – Köln, 20.09.2014

Ort: Underground, Köln
Vorband:

Helmet

Samstage sind komische Konzerttage. Und es ist immer das gleiche. Kaufe ich ein Ticket für ein Konzert und sehe dann, dass es an einem Samstag stattfindet, freue ich mich darauf, den Luxus des nachfolgenden freien Tages genießen zu können. Aber ist es dann soweit, ist es Samstagnachmittag, befällt mich eine wochenendliche Trägheit, die mir je nach Gemütsverfassung jeglichen Spaß und jegliche Motivation nimmt, nach dem traditionellen Kaffee-Kuchen-Fussball Clash noch die Wohnung verlassen zu wollen.
„Samstag ist Selbstmord“ besangen einst die Hamburger Tocotronic den samstäglichen Ausgehzwang. Ich spürte ihn nie, hatte und habe nicht das Bedürfnis, weil Samstag ist unbedingt raus gehen zu müssen. Dieses living-for-the-weekend Ding war nie meins, weder in der Schulzeit, noch in der Studienzeit (ha, da war ja jeder Tag quasi ein Samstag) oder jetzt im Erwachsenenleben.
Nein, weggehen (und das heißt auf Konzerte gehen) macht unter der Woche doch viel mehr Spaß. Bis in die Puppen geht es selten, das ist samstags jedoch nicht anders, und ein bisschen Verschlafenheit finde ich ganz okay. So bin auch sehr froh, dass ich einer Tätigkeit nachgehen darf, die mir nicht nur Spaß macht, sondern mir auch die Möglichkeit von Unausgeschlafenheit am Morgen zulässt. Klar, wäre ich Lehrer oder gar Zahnarzt, da ginge das natürlich nicht. Dann wären Konzertbesuche am Wochenende sicher das Maß der Dinge. Aber so ist es nicht, und bestimmt nicht umsonst stehen die Freitage und Samstage bei Konzertbesuchen auf den letzten beiden Plätzen in der Wochentageauswertung. (So sagt zumindest last.fm) (mehr …)

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