| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Pixies – Köln, 24.11.2016

Und alle so: hahaha hahaha hahaha. („Tame“). Es ist immer gut, wenn Black Francis ins Mikrofon schreit. Keiner kann das so gut wie er. Das Angebot kam überraschend und kurzfristig. Hast du Lust zu den Pixies zu gehen? So lautete tags zuvor die Anfrage. Ab und an schreibe ich Konzertberichte für ein Onlinemagazin, der ursprünglich angesetzte Schreiber schien kurzfristig ausgefallen zu sein. Ich zögerte nicht, obwohl ich diese Art von ‘Auftragsarbeiten‘ nur sehr ungern und nicht zu oft machen möchte. Der Zwang, ein paar Worte abliefern zu müssen, ist mir nicht geheuer. Aber in diesem Fall stimmte ich zu.

Weiterlesen

Pixies – Brüssel, 02.10.2013

Ort: Ancienne Belgique, Brüssel
Vorband:

Pixies

Mein erstes Pixieskonzert war 1991. Zusammen mit drei Freunden sah ich die Band damals auf dem Gießener Bizarre Festival. Wir waren jung und hatten kein Geld, aber Mutters Ford Fiesta.
Das Bizarre Festival war sehr bizarr, neben einer Menge an guten Bands (Lush, Ride, Iggy Pop, Pixies, The Alarm, Danzig, House of love,…) brachte es auch eine Menge an Widrigkeiten.

1991 wurde das bis dahin eintägige Festival auf zwei Tage ausgedehnt. Dazu wurde als Veranstaltungsort das Waldstadion in Gießen gewählt. Als Veranstaltungstage waren Samstag und Sonntag vorgesehen. Für die ungefähr 28.000 Karten des Vorverkaufs stand nur Platz für etwa 5000 Zelte zur Verfügung. Die meisten Besucher reisten schon Freitag abends an, dadurch entstanden sehr chaotische Verhältnisse in Gießen. Für die Festival-Besucher wurden daher von der Polizei Wiesen der örtlichen Bauern beschlagnahmt und als Zeltplätze ausgewiesen.
Einige Zelte wurden sogar auf Verkehrsinseln und in Vorgärten gesichtet. Sinngemäße Lautsprecherdurchsage nach dem ersten Festivaltag: „Bitte verbrennt keine Gartentürchen mehr. Die Feuerwehr kommt mit dem Löschen der Brände nicht mehr nach.“ Aufgrund dieser extrem chaotischen Situation in der Stadt dachte man über personelle Konsequenzen im Stadtrat nach. (wikipedia)

Da war dieses Campinggelände, mitten im Gießener Stadtpark. Da war unser unvorbereitet sein, als Festival Neulinge hatten wir außer einem Zelt nicht viel dabei. Essen, kann man doch vor Ort kaufen, dachten wir. Und schlafen, na ja, wird schon irgendwie gehen, im vier Mann Zelt zu viert. Und Gießen, soweit ist das doch nicht, da kann man hinfahren. Alles Fehleinschätzungen.
Mc Donalds hatte noch kein Frühstück im Sortiment, das Gelände öffnete erst um 12 Uhr und das Zelt war viel zu klein und die Fahrt elendig lang. Erst recht für mich als einzigen Fahrer. Am Sonntag waren wir alle hundemüde. Den gesamten Abend saßen wir auf der Tribüne des Fußballstadions (das Bizarre fand in einem Stadion statt) und schauten dem Treiben zu. Spektakulär war das Plastikflaschen in die Luft werfen. Zu Iggy Pop war zeitweise der Himmel über dem Innenraum voll mit Plastikflaschen. Heute unvorstellbar.
Der Rückweg am Sonntagabend war fürchterlich. Mutters Fiesta nicht ausgelegt für eine volle Belegung und das Kassettenradio beschallte den Standardlautsprecher nur notdürftig.
Aber es waren zwei tolle Tage, alles in allem. (mehr …)

Weiterlesen