| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Grandaddy – Amsterdam, 25.08.2016

Ende der 1990er Jahre waren Grandaddy eine meiner großen Lieblinge. Under the western freeway und The sophtware slump hörte ich rauf und runter. Verschroben, melancholisch, auf ihre Art dynamisch. Niemand sang so wie Jason Lytle, niemand spielte so wie Grandaddy. Ich erschrak daher sehr zurecht, als ich in Vorbereitung auf das Konzert feststellen musste, nur 2 Alben der Band zu besitzen. Wie, nur 2 Alben von einer offensichtlichen Lieblingsband im CD-Regal?

Weiterlesen

Waters – Amsterdam, 10.09.2011

Ort: Paradiso, Amsterdam
Vorband:

Waters - Amsterdam, 10.11.2011

Was war das für eine schöne Überraschung, als ich eines Abends auf der Homepage des Paradiso las, dass die amerikanischen Waters am gleichen Abend in Amsterdam auftreten werden, an dem auch die niederländischen Bettie Serveert das Paradiso bespielen.
20.30 Uhr Bettie Serveert, 22.00 Uhr Waters. So gab es der Paradiso- Zeitplan vor. Das sollte passen, zumal der kleine Saal (hier war der Waters Auftritt angesetzt) ja nicht so weit von der Haupthalle weg sein kann. Wir zogen also schnell noch ein Onlineticket, und sahen dem Samstagabend mit zwei wundervollen Bands erwartungsvoll entgegen.
Waters ist die neue Band des ex- Port O’Brien Mannes Van Pierszalowski. Über den Rückzug der drei anderen Bandmitglieder Cambria Goodwin, Tyson Vogel, Ryan Stively und Gram Lebron und der damit verbundenen Auflösung der Band informierten Port O‘Brien vor einigen Monaten auf ihrer Homepage. Seit 2005 schrieben Van und seine Freundin Cambria schöne Popsongs und veröffentlichten als Port O’Brien insgesamt drei Alben.
Doch das war einmal, nun spielen Waters die Musik. Zusammen mit Nikolai Haukeland, Bruce Rognlien und Schlagzeuger Nicholas Wolch tourt Pierszalowski derzeit durch Europa. In Amsterdam seien sie jetzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen. Das stimmt, bereits im Juni spielten sie im Vorprogramm von Wyk Oake im Paradiso. Ab es auch seinerzeit der kleine Saal war, dass weiß ich natürlich nicht.
(mehr …)

Weiterlesen

Bettie Serveert – Amsterdam, 10.09.2011

Ort: Paradiso, Amsterdam
Vorband:

Bettie Serveert

“The sun will always shine on this palomine.”
Meine Zuneigung zu der großen niederländischen Indieband Bettie Serveert habe ich hier schon des öfteren kundgetan, daher stand es für mich außer Frage, ob ich an diesem Wochenende nach Amsterdam fahre.
Was war passiert?
Irgendwann im Juni erreichte mich eine Email, in der die Band ankündigte, im September ihr Debütalbum „Palomine“ in Originalbesetzung spielen zu wollen. Palomine gehört zu den Alben des goldenen Jahrgangs 1991, und so ist es 2001 an der Zeit, das 20 jährige Jubiläum mit einem Konzert im Amsterdamer Paradiso zu feiern. Da der Tag auf einen Samstag fiel, beschlossen wir, aus dem Konzertbesuch einen Wochenendtrip zu machen. Das ist sowieso die neue Masche, Konzertbesuche mit kleinen Städtereisen zu verbinden. Auf diese Weise kommt man raus aus seinen vier Wänden und hat gleichzeitig ein sinnvolles, weil kulturelles, Tagesprogramm, mit dem man die Wartezeit auf den Abend sehr gut überbrücken kann.
Das sind zwei Fliegen mit einer Klappe, wie der Volksmund sagt.

Also Amsterdam.
Die Zugfahrt war schnell und günstig. Das Hotelzimmer nicht. Eine erste Anfrage bei hrs ergab eine Trefferanzahl von 15 freien Hotels und einen Übernachtungsstartpreis von leicht über 200 Euro. „Das kann doch nicht sein“, dachte ich, und vermutete einen Systemfehler. Ein Gegencheck bei weiteren Onlineanbietern bestätigte den hohen Zimmerpreis.
Mist, was ist denn da los?
Die Antwort brachte Google: die IBC ist los, die „international broadcasting conference / congress“, die / der an diesem Wochenende in den Amsterdamer Messehallen stattfindet. Da diese Veranstaltung scheinbar etwas grösser ist (wir waren nicht da, können dazu also nichts dazu sagen), hat die Organisation ein eigenes Hotelreservierungsprogramm gestartet und sämtliche Hotels für dieses Wochenende geblockt. Über die ibc Homepage konnte man exklusiv für diesen Zeitraum Hotelzimmer buchen.
Nachdem wir in den nächsten Tagen immer mal wieder auf der Reservierungsseite der ibc vorbeigeschaut haben, erwischten wir schlussendlich ein einigermaßen akzeptables Hotel zu einem gerade noch hinnehmbaren Preis. Puh, dem Ausflug stand also nichts mehr im Weg, lästige Alternativgedanken wie „ein 1-Tages-Auto-Trip“ konnten beiseitegeschoben werden.
Nach einer launigen Zugfahrt mit Quartett spielenden erwachsenen Männern. („Hubraum 4799“; Leistung: 50 PS“)- genau, ein Kegelclub – erreichten wir Amsterdam Centraal.
(mehr …)

Weiterlesen