| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Primavera Sound Festival – Barcelona, 01.06.2017

Der Tag des Solange Konzertes. Die kleine Schwester von Beyoncé Knowles hat es mir seit ein paar Monaten angetan. Ich liebe ihr Album A seat at the table sehr, es ist das Beste des letzten Jahres. Wer anderes behauptet, hat keine Ahnung. Als bekannt wurde, dass Solange auch auf dem Primavera dabei sein wird, war ich überglücklich und freute mich seit diesem Augenblick wie Bolle auf ihren Auftritt. Logisch, dass das Solange Konzert in Zement gemeißelt war, nichts hätte mich davon abbringen können, es zu verpassen.

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Cymbals eat guitars – Köln, 12.02.2017

Der Abschluss des Wochenendes. Cymbals eat guitars entdeckte ich vor vielen Jahren mit ihrem Album Why there are mountains und ihren feinen Indiegitarren, die keine weitere Beschreibung benötigen. Das klang, gerade auch wegen der stoisch langweilig wirkenden Gesangsstimme von Joseph D'Agostino nach Pavement und anderen 1990er Jahre do-it-yourself Indierockbands. Also ohrenschmeichelnd. Also Cymbals eat guitars. Ich ging auf eines ihrer Konzerte, kaufte ihr zweites Album Lenses Alien und war von beidem sehr angetan. Doch dann wurde es ruhig.

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Cymbals eat guitars – Köln, 12.01.2012

Ort: MTC, Köln
Vorband: Yesterday shop

So, der Start ist gemacht. Das erste Konzert des Jahres liegt hinter mir. Es war früh dran, eher als die Jahre davor. Der Weihnachtsbaum liegt noch nicht richtig neben der Altpapiertonne um von der Gartenabfallbeseitungsabteilung der städtischen Müllabfuhr abgeholt zu werden, da sind bereits amerikanische Gitarrenbands in der Stadt.
Cymbals eat guitars heißt diejenige, die wir uns für unseren Konzertauftakt ausgesucht haben. Die New Yorker (und Philadelphia) veröffentlichten im letzten Jahr mit „Lenses Alien“ ein gutes, ach quatsch, ein sehr gutes Album, dass es quasi schon ein zwanghaftes hingehen-wollen war, das uns ins Kölner MTC trieb.
Cymbals eat guitars machen die Art von Indierock, die einen beim ersten Hören draußen stehen lässt. Ähnlich wie Trial of dead, Health oder Royal Bangs oder Parlovr haben auch CEG viele Ideen für einen Song. Und da es ihnen nicht gelingt, sich auf eine Idee zu einigen, müssen eben alle Ideen berücksichtigt werden. Das klingt auf Platte zuweilen undurchdringlich und launig, entwickelt sich jedoch von Hördurchlauf zu Hördurchlauf zu einem schönen durcheinander, in dem man immer mehr Melodien erhört. Live ist das mitunter Krach, Feedback, Geschreie. Und alles in laut. Letzteres spürte ich zwar nicht, man versicherte mir aber hinterher, dass es das war. Gedanken um mein Gehör mache ich mir aber erst mal keine, ich schieb es auf die Ohrstöpsel.
Also es war laut. Was war es denn noch?
Nun, es war überraschend leer im MTC. Bis auf die üblichen Konzertjunkies, die sich nach dem Ende der konzertlosen Weihnachtszeit sehnen und dann bei der erst besten Gelegenheit zum nächstbesten Konzert rennen, um ihre Abhängigkeit auszuleben, war nicht viel. Ein Jahrgangsstufenkonzert hätte mehr Zuschauer gehabt.
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