| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Grandaddy – Amsterdam, 25.08.2016

Ende der 1990er Jahre waren Grandaddy eine meiner großen Lieblinge. Under the western freeway und The sophtware slump hörte ich rauf und runter. Verschroben, melancholisch, auf ihre Art dynamisch. Niemand sang so wie Jason Lytle, niemand spielte so wie Grandaddy. Ich erschrak daher sehr zurecht, als ich in Vorbereitung auf das Konzert feststellen musste, nur 2 Alben der Band zu besitzen. Wie, nur 2 Alben von einer offensichtlichen Lieblingsband im CD-Regal?

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Weezer – Amsterdam, 08.04.2016

Als Windows 95 auf den Markt kam, war es quasi das erste Multimedia Betriebssystem, das ich besaß. Ich probierte zuvor schon IBMs OS/2, aber das System hatte Macken, die Optik war suboptimal und Multimedia ging nicht wirklich. Windows 3.11 war da schon besser, aber erst mit Windows 95 funktionierte Multimedia auf dem PC so richtig. Um die Videofunktionalitäten von Windows 95 direkt von der frischen Installation weg demonstrieren zu können,

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The Stone Roses – Amsterdam, 12.06.2012

Ort: Heineken Music Hall, Amsterdam
Vorband: keine

Der NME weiß es bereits knappe 10 Minuten nach Konzertende:

The Stone Roses frontman Ian Brown called the band’s drummer Reni a ‚c**t‘ onstage in Amsterdam at tonight’s (June 12) gig at the Heineken Music Hall.
It was rumoured on Twitter that Reni had walked offstage during the show, but in fact, Ian Brown returned to the stage after the band had played their main set. The crowd were expecting an encore of ‚I Am The Resurrection‘ – which the Roses had played at their show in Barcelona last week. Instead, Brown told the crowd „the drummer’s gone home“.
NME’s source at the show explained that the crowd weren’t sure if Brown was being serious or not as he repeated, „I’m not joking, the drummer’s gone home.“ Brown continued: „Get all your aggro out on me, I can take it.“ Then he added: „What can I say, the drummer’s a c**t.“

Tja, so sind sie, die Manchester Bands der ersten Stunde. Oasis schafften das nie! (und sie ärgern sich sicherlich maßlos darüber!)
Mein erstes Hörverständnis, den Schlagzeuger hätte vor der Zugabe eine Spontankrankheit ereilt, stimmte also gar nicht. Aber das mit der Stimme und dem Verstehen von Ian Brown ist sowieso eine separate Geschichte. Eine von vielen die, dieses Konzert für uns bereithielt.
Genau, es war seit langem wieder eine dieser Konzertfahrten, die für höchste Unterhaltung gut war. Doch der Reihe nach. Was hatten wir uns gefreut, als wir vor einigen Wochen davon erfuhren, dass eine unserer Lieblingsband der anfangenden 90er, die Stone Roses, doch noch ein Konzert in unserer Nähe spielen würden. Schnell buchten wir die Karten, innerhalb der ersten Stunden nach Freischaltung des Ticketverkaufs lagen sie als pdf in unseren Postfächern. Dass dies alles völlig unnötig, weil die Amsterdam Arena längst nicht ausverkauft sein sollte, konnten wir damals nicht ahnen. Die zügigen „sold out“ Meldungen der anderen Roses Auftritte ließ anderes befürchten. Nun gut, wir waren auf der sicheren Seite, so oder so.
Das Amsterdamer Konzert sollte mein zweites Stone Roses Konzert werden. 1995 sah ich sie im Kölner E-Werk. Den damaligen Abend kann ich mit einem Wort beschreiben: desolat. Positive Erinnerungen habe ich keine, nach diesem fahrigen Auftritt wollte ich kein Stone Roses Fan mehr sein und überlegte ernsthaft, meine Roses CDs zu verschenken. Da die Band kein drittes Album mehr aufnahm und sich kurze Zeit später auflöste, wurden mir viele derlei Überlegungen abgenommen. Danach verschwand die Band, viele neue – und bessere – Brit-Bands übernahmen ihren Platz. Ian Browns Solosachen haben mich nie begeistert, The Seahorses, die nachfolgende Band des Gitarristen John Squire mochte ich sehr und sah sie im Vorprogramm von Oasis drei Jahre später in Oberhausen.
Als die Stone Roses im letzten Jahr eine Reuniontour ankündigten spekulierten wir schon über einen Primavera Auftritt. Der fand nicht statt und lange Zeit sollte es so aussehen, als ob die Briten überall aber nur nicht in unserer Nähe spielen sollten. Trotz oder gerade wegen der desolaten 90er Jahre Konzerterinnerung war es irgendwie logisch, dass ich sie nochmals live sehen wollte. Als dann das Amsterdamer Konzert in den bestehenden Tourplan eingeschoben wurde, war alles klar.
Unter normalen Umständen wäre es ein Konzertausflug gewesen, über den wir uns auf der Rückfahrt maßlos geärgert hätten.
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Waters – Amsterdam, 10.09.2011

Ort: Paradiso, Amsterdam
Vorband:

Waters - Amsterdam, 10.11.2011

Was war das für eine schöne Überraschung, als ich eines Abends auf der Homepage des Paradiso las, dass die amerikanischen Waters am gleichen Abend in Amsterdam auftreten werden, an dem auch die niederländischen Bettie Serveert das Paradiso bespielen.
20.30 Uhr Bettie Serveert, 22.00 Uhr Waters. So gab es der Paradiso- Zeitplan vor. Das sollte passen, zumal der kleine Saal (hier war der Waters Auftritt angesetzt) ja nicht so weit von der Haupthalle weg sein kann. Wir zogen also schnell noch ein Onlineticket, und sahen dem Samstagabend mit zwei wundervollen Bands erwartungsvoll entgegen.
Waters ist die neue Band des ex- Port O’Brien Mannes Van Pierszalowski. Über den Rückzug der drei anderen Bandmitglieder Cambria Goodwin, Tyson Vogel, Ryan Stively und Gram Lebron und der damit verbundenen Auflösung der Band informierten Port O‘Brien vor einigen Monaten auf ihrer Homepage. Seit 2005 schrieben Van und seine Freundin Cambria schöne Popsongs und veröffentlichten als Port O’Brien insgesamt drei Alben.
Doch das war einmal, nun spielen Waters die Musik. Zusammen mit Nikolai Haukeland, Bruce Rognlien und Schlagzeuger Nicholas Wolch tourt Pierszalowski derzeit durch Europa. In Amsterdam seien sie jetzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen. Das stimmt, bereits im Juni spielten sie im Vorprogramm von Wyk Oake im Paradiso. Ab es auch seinerzeit der kleine Saal war, dass weiß ich natürlich nicht.
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Bettie Serveert – Amsterdam, 10.09.2011

Ort: Paradiso, Amsterdam
Vorband:

Bettie Serveert

“The sun will always shine on this palomine.”
Meine Zuneigung zu der großen niederländischen Indieband Bettie Serveert habe ich hier schon des öfteren kundgetan, daher stand es für mich außer Frage, ob ich an diesem Wochenende nach Amsterdam fahre.
Was war passiert?
Irgendwann im Juni erreichte mich eine Email, in der die Band ankündigte, im September ihr Debütalbum „Palomine“ in Originalbesetzung spielen zu wollen. Palomine gehört zu den Alben des goldenen Jahrgangs 1991, und so ist es 2001 an der Zeit, das 20 jährige Jubiläum mit einem Konzert im Amsterdamer Paradiso zu feiern. Da der Tag auf einen Samstag fiel, beschlossen wir, aus dem Konzertbesuch einen Wochenendtrip zu machen. Das ist sowieso die neue Masche, Konzertbesuche mit kleinen Städtereisen zu verbinden. Auf diese Weise kommt man raus aus seinen vier Wänden und hat gleichzeitig ein sinnvolles, weil kulturelles, Tagesprogramm, mit dem man die Wartezeit auf den Abend sehr gut überbrücken kann.
Das sind zwei Fliegen mit einer Klappe, wie der Volksmund sagt.

Also Amsterdam.
Die Zugfahrt war schnell und günstig. Das Hotelzimmer nicht. Eine erste Anfrage bei hrs ergab eine Trefferanzahl von 15 freien Hotels und einen Übernachtungsstartpreis von leicht über 200 Euro. „Das kann doch nicht sein“, dachte ich, und vermutete einen Systemfehler. Ein Gegencheck bei weiteren Onlineanbietern bestätigte den hohen Zimmerpreis.
Mist, was ist denn da los?
Die Antwort brachte Google: die IBC ist los, die „international broadcasting conference / congress“, die / der an diesem Wochenende in den Amsterdamer Messehallen stattfindet. Da diese Veranstaltung scheinbar etwas grösser ist (wir waren nicht da, können dazu also nichts dazu sagen), hat die Organisation ein eigenes Hotelreservierungsprogramm gestartet und sämtliche Hotels für dieses Wochenende geblockt. Über die ibc Homepage konnte man exklusiv für diesen Zeitraum Hotelzimmer buchen.
Nachdem wir in den nächsten Tagen immer mal wieder auf der Reservierungsseite der ibc vorbeigeschaut haben, erwischten wir schlussendlich ein einigermaßen akzeptables Hotel zu einem gerade noch hinnehmbaren Preis. Puh, dem Ausflug stand also nichts mehr im Weg, lästige Alternativgedanken wie „ein 1-Tages-Auto-Trip“ konnten beiseitegeschoben werden.
Nach einer launigen Zugfahrt mit Quartett spielenden erwachsenen Männern. („Hubraum 4799“; Leistung: 50 PS“)- genau, ein Kegelclub – erreichten wir Amsterdam Centraal.
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