Interpol – Dortmund, 22.11.2010

Ort: Westfalenhalle 2, Dortmund
Vorband: Surfer Blood

Vor vielen Jahren sah ich Interpol zum ersten Mal. Genau wie an diesem mehr schlecht als rechten Novembertag war das Konzert in Dortmund.
Seinerzeit spielten sie im Vorprogramm der englischen Band The British Sea Power in einem Dortmunder Club. Ich glaube, der Laden hieß Sabotage, zumindest war es eine der ersten Visions Partys, denen noch viele folgen sollten. Interpol hatten gerade ihr erstes Album veröffentlicht, und die Welt war hin und weg ob des neuen alten Sounds der New Yorker Band. Es war der Türöffner zur 80er Rückkehr, zum Hochleben des New Wave und des dunklen Synthierockpops. Plötzlich war eine Band in aller Munde, die bis dahin niemanden mehr interessiert hatte: Joy Division.
Und der Vergleich war schnell da: Interpol sind die Joy Division der 00er Jahre. Getragener Gitarrenrock, Schwermut und eine distanzierte Coolness machten sie schnell zum Vorreiter einer neuen Bewegung, die in den Editors und anderen ihre Mitläufer fand.
An ihren Dortmunder Auftritt erinnere ich mich besonders gern. Viel Nebel, weißes Bühnenlicht, vier Gestalten in schwarzen Anzügen. All das war so stimmig, so perfekt aufeinander abgestimmt, dass jeder sofort erkennen musste, diese Band wird groß. Dies Band hatte Stil. Sie hatte Style und sie hatte verdammt gute Songs. Ihr Debüt ist und bleibt sensationell. Ein Evergreen.
Sieben Jahre ist das her, eine kleine Ewigkeit. Mittlerweile sind Interpol Superstars. Ihr zweites Album „Our love to admire“ katapultierte sie in die Charts dieser Welt, Interpol endgültig eine der stilvollsten Bands der Jetztzeit.

Die Dortmunder Westfalenhalle 2 sieht aus wie ein Flugzeughangar. Ein langer Schlauch mit wenig Charme. Ein Zweckbau, der wunderbar funktioniert bei Messen wie der Intermodellbau oder der Hobbytronic. An Konzertabenden wirkt der Raum trostlos, gerade wenn er nicht komplett voll ist. Auf Zweidrittel würde ich den Zuschauerzuspruch an diesen Abend setzen. Und Zweidrittel sehen in der Westfalenhalle 2 verloren aus.
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Herbstrock – Dortmund, 27.05.2009

Laura Pausini ist allgegenwärtig. „Heute spielen wir Laura Pausini nieder!“ ruft Anna, die Sängerin der österreichischen Band Herbstrock, und Christina Stürmer gesteht, dass sie Laura Pausini bis dato gar nicht…

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