| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Destroyer – Köln, 28.08.2018

Der Tag nach dem Bataclan Anschlag war ein Samstag. Ich saß zuhause und überlegte die letzten Stunden, ob es klug, gut und richtig ist, den Abend im Kölner Luxor bei einem Konzert zu verbringen. Zu sehr beschäftigte mich das, was sich in Paris ereignet hat. Andererseits, ich hatte ein Ticket und es spielte nicht irgendwer. Es spielte meine damalige absolute Lieblingsband, deren Album Poison season ich rauf und runter hörte. Ja, ich freute mich wie Bolle auf Destroyer. Nachdem ich später am Tag die Thematik nochmals mit einem Freund am Telefon diskutiert hatte, entschied ich mich, ins Luxor zu gehen.

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The Wedding Present – Köln, 15.10.2010

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband: Precious Few

The Wedding Present - Köln, 15.10.2010

Eine meine-Generationen-Gitarrenband. Aber ich muss gestehen, ich kenne sie nicht näher, zumindest nicht bewusst. The Wedding Present. Klar, der Name ist mir bekannt, ich kann auch ungefähr ihren Musikstil benennen, aber weder ihre Singles noch Alben tummeln sich in meinem Musikregal.
Ihr erstes reguläres Album stammt aus dem Jahr 1987, seitdem gibt es 23 Veröffentlichungen. Das nur der Vollständigkeit halber.
Am Freitagmorgen überkam mich der Gedanke, ihr Konzert zu besuchen. Langeweile? Der trübe Ausblick auf eher konzertarme Tage? Vielleicht, egal. Wahrscheinlich war es Neugierde, die mich zu dieser Idee verleitete, endlich mal was von dieser Band zu hören. Da ich mich jedoch zeittechnisch nicht mehr mit den Engländern befassen konnte, sollte eine kurze sms Anfrage bzw. die Antwort darauf letzte Zweifel aus dem Weg räumen. „Wedding Present spielen heute Abend im G9. Können die was?“ so die Frage. „Die können sehr viel.“ Die Antwort war eindeutig und jegliche Überzeugungsarbeit war getan.
The Wedding Present sollten an diesem Abend ihr zweites offizielles Album präsentieren. Das erfuhr ich, als ich mein Onlineticket ausdruckte und es nach ausführlicher Faltanweisung zweimal faltete. „The Wedding Present playing Bizarro“ stand dort geschrieben. 21 Jahre nach der Veröffentlichung, das runde Jubiläum hatten sie knapp verpasst. Ein Blick in die Diskografie der Band bestätigte mir, ich kenne ihre Alben tatsächlich nicht, die Namen weckten keine vergessenen Erinnerungen. Eine sehr zu hinterfragende Tatsache, heißt ihr Debüt doch wundervoll „George Best“. Allein der Titel wäre ein Grund gewesen, es zu kaufen.

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