| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Ought – Köln, 03.05.2018

An diesem Abend fiel mir die Entscheidung nicht leicht. Lucy Dacus oder Ought? Schon früh hatte ich mir ein Ticket für die Kanadier besorgt, in den letzten Wochen jedoch mehr und mehr die US-amerikanische Sängerin für mich entdeckt. Beide gingen aber nicht. Köln ist nicht Brüssel, wo tags zuvor beide Bands nacheinander in der Botanique Konzerte gaben. Das kleine Festival schlappe 200 km entfernt wurde komplettiert durch die Band Hater und war damit zum einen musikalisch stimmig und reizvoll besetzt. In Köln spielte Lucy Dacus im Blue Shell, Ought zusammen mit Hater im Bumann & Sohn. Beides kleine Läden, beide irgendwie toll für überschaubare Konzerte. Durch den zeitigen Ticketkauf war die Wahl quasi entschieden, selbstläufig fiel meine Wahl auf Ought.

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Le Guess Who? – Utrecht, 19.11.2015

20 Bands in vier Tagen bzw. an vier Abenden. Wenn ein Festival eine so große Anzahl an schönen und für mich interessanten Bands im Angebot hat, dann muss es ein tolles Festival sein. Und in der Tat, das Le Guess Who, das ich zum ersten Mal besuchte, ist ein tolles Festival. Wie Festival? Im November? Diese Fragen können eigentlich nur Konzertlaien stellen, aber sie wurde mir gestellt. Sachen gibt’s.

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 28.05.2015

“This song is for my Iberian bunnies.” Baxter Durie verpasste ich zwar auf der größten Festivalbühne, aber sein Zitat zeigt, dass es lustig zugegangen sein muss am frühen Abend im Parc del Forum. Interpol waren schuld an meinem späten Eintreffen auf dem Festivalgelände. Neben ihrem eigentlichen Konzert am Samstag als einer der Headliner des Festivals

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Ought – Köln, 13.11.2014

Ort: King Georg, Köln
Vorband: Dazzle Ships

Ought

Es war noch Zeit, also konnte ich meinen Plan umsetzen, und dem King Georg einen zwar geplanten aber doch spontanen Besuch abzustatten. An diesem Abend sollte dort die kanadische Band Ought spielen.
Eine Band, deren Debütscheibe More than any other day ich in den letzten Wochen sehr oft hörte und höre. More than any other day ist aus komplett grandios, ich fürchte, einen schwachen Song gibt es auf diesem Album nicht.
Ought klingen wie Clap your hands say yeah zu ihrer besten Phase ohne die nervige Stimme des Sängers und wie Modest Mouse ohne deren Trantütenhaftigkeit. Ought sind da etwas knackiger, aber nicht zu knackig.

Auf Platte hatte ich die Band im weitesten Sinn dem Post Punk zugeordnet. Roh und scharf klingen die Gitarren, nölig der Gesang. Live aber ist das irgendwie anders. Im King Georg sind ihre Gitarren viel poppiger, die Musik klingt weniger nach Punk als vielmehr nach Pop. Oder wegen meiner nach Art Punk. Television fällt mir irgendwann ein. Keine Ahnung ob’s passt, aber es tut der Sache auch keinen Abbruch. David Byrne hatte ich bei Ought von Anfang an im Kopf, Tim Beelers Gesang erinnert in einigen Stücken („Habit“) stark an den Sänger der Talking heads. Live ist das weniger so, da taucht der Sprechgesang etwas ab und klingt weniger prägnant. Vielleicht lag es aber auch an der schwachen Aussteuerung. Zu Beginn fragte Tim Beeler mehrfach in die Runde, ob jeder seinen Gesang zu höre, um dann aber abschließend zu erklären, dass dieser gar nicht so wichtig sei. (mehr …)

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