| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Nirvana – Das unvergessene Konzert

14. März 1994. Seit Wochen, ach was seit Monaten bin ich im Besitz dieses Tickets. Ich glaube, ich habe es direkt nach der Konzertankündigung im Ticketshop gekauft. Die Sachen mit e-Tickets und Eventim Onlinekäufen gab es vor 25 Jahren noch nicht. Also stand ich sicherlich im Dortmunder Ticketshop in einer der berühmt berüchtigten Samstagvormittagsschlangen und wartete, bis ich dran war. Richtig erinnern kann ich mich an den Ticketkauf nicht mehr, aber da es bei anderen Konzerten auch so war, muss es auch bei diesem Konzert so gewesen sein. Heutzutage nahezu unvorstellbar, Tickets in einem Ticketshop zu kaufen.

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1991 – the year punk broke

1991

Gerade ist mir aufgefallen, was für ein Albenjahr das Jahr 1991 doch war. Grundlegendes hat sich geändert, neues sollte die nächsten Jahrzehnte prägen.
1991 war ich halb so alt wie heute. Eine ideale Zeit, um ganz viel Musik zu entdecken. Die Ausbildung brachte ein wenig Geld und genügend Freizeit, um sich dem Hobby Musik einigermaßen ambitioniert zuzuwenden. Erste Fahrten zu Konzerten wurden unternommen, Musikläden mit mehr als einer CD in der Tüte verlassen.
1991 war das Jahr, in dem eine von mir geschätzte Band neue Wege ging, zwei mir bisher relativ unbekannte Bands einer neuen Musikrichtung Fernsehpräsenz gaben und eine von mir weniger beachtete Band ihren ultimativen Höhepunkt feierte und damit eine Musikära beendete.
Aber der Reihe nach:
Band Nummer eins sind U2. 1991 erschien „Achtung, Baby!“, ihr Berlin-Album. Zum ersten Mal hatte Bono keinen Pferdeschwanz mehr, sondern nach hinten gegeelte Haare und seine bzw. U2’s Musik Pop- und Danceeinflüsse. Ein Kulturschock für viele. Glitzerwelt statt Angel of Harlem.
Pearl Jam und Nirvana. Kannte ich vorher nicht, sollte ich aber in den nächsten Jahren (notgedrungen) kennenlernen. Diesen Bands und generell Seattle war kein Entkommen. Weder abends bei MTV noch im Kino („Singles“). „Ten“ und „Nevermind“ sollten bis heute die Rockmusik beeinflussen und das, was man bis dahin Indie nannte, als nächstes großes Ding voranführen. Das spannende an der Sache war, dass beide Bands unterschiedliche Einflüsse hatten – Nirvana mehr aus dem Punk, Pearl Jam mehr aus dem Rock – und so diesem Grunge sein ungleichmäßiges Gesicht verliehen.
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