| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Le Guess Who? – Utrecht, 22.11.2015

Am Sonntag war Festival-Blues. Nachdem Kamasi Washington am Vorabend die größtmögliche Show abgeliefert hatte, war die Luft ein bisschen raus. So viele Reize strömten an den vorherigen drei Tagen auf mich ein, es war beinahe genug für das Wochenende. Hinzu kam, dass an diesem letzten Utrecht Tag kein Konzert dabei war, auf das ich regelrecht hin fieberte. Am Donnerstag freute ich mich sehr auf

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 02.06.2012

Ort: Parc del Forum, Barcelona
Bands: Veronica Falls, Kings of Convenience, Atlas Sound, Dominique A, Real Estate, Saint Etienne, Wild Beasts, Yo la tengo

Der Saint Etienne Tag. Es war Gin und Tonic Zeit an der großen Bühne des Primavera. Eine sichtlich gut gelaunte Sarah Cracknell schunkelte sich förmlich durch 20 Jahre Saint Etienne Ibiza Sounds. Das war schon toll, was die drei Etiennes, verstärkt durch die Backgroundsängerin Depsy eine gute Stunde lang boten. Ursprünglich war ihr Konzert für den Mittwochabend am Arc de Triomf geplant (als Teil des kostenlosen Auftaktkonzertes in Barcelona Stadt), durch den Ausfall von Björk muste aber die Primetime Spielzeit auf der Hauptbühne nachbesetzt werden. Und da die Organisatoren scheinbar keinen weiteren Künstle auf der Ersatzbank hatten, musste die Mannschaft neu aufgestellt werden. Ach, ich bin in der Fussballsprache. (Steffen Simon verwirrt mich gerade aber auch enorm.)  Was ich sagen möchte ist, dass der Samstagabend auf der San Miguel Bühne nun die Kings of Convenience und eben Saint Etienne vorsah.
Doch bevor Fahrstuhlmusik ertönte und Sarah Cracknell uns mit einem beschwipsten „Chin Chin, it’s Gin and Tonic time“ zuprostete, gab es ein wenig Indiemusik. Veronica Falls eröffneten mit fluffigen Melodien und sanfter Präsenz unseren letzten Primavera Tag. Ihr Album „Veronica Falls“ mag ich nicht so dolle, es klingt mir ein wenig zu sehr nach Belle & Sebastian. Daher war ich mir lange nicht sicher, ob ich mir Veronica Falls live antuen möge. Aber metal ist auch keine Lösung und Extremamericana ebenso wenig, außerdem hatte ich einen hartnäckigen Fürsprecher und so begleitete ich ihn zur zweitgrößten Festivalbühne. Doch live nahm ich Veronica Falls auf einmal ganz anders wahr. Es war keine Spur von langweilig, im Gegenteil. Die zwei Damen und Herren wussten mich sehr wohl zu begeistern. Gar zwei, drei neue Songs bauten sie in ihrem dreiviertelstündigen Auftritt ein, ansonsten gab es natürlich alle „Hits“ des Debütalbums.

Damit war schnell am Abend die Festivalmüdigkeit abgelegt, und die Kings of Convenience konnten kommen. Und Erlend Øye und Eirik Glambek Bøe kamen zu Beginn des Konzertes erst einmal ohne Band aber mit zwei Gitarren. Als Duo bestritten die beiden Norweger die erste halbe Stunde des Kings of Convenience Konzertes. Musikalisch erinnerte das sehr an Simon & Garfunkel, optisch an Harry Potter und Cody Allen. Warum kannte ich eigentlich bisher nichts von den Kings of Convenience. Das muss sich schleunigst ändern, denn ihre Frühstücksraummelodien gefielen mir außerordentlich gut! Neben Kleenex Girl Wonder am ersten Tag sind die Kings of Convenience definitiv die zweite Festivalentdeckung des Jahres.
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