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The National – Köln, 11.06.2014
The National

The National – Köln, 11.06.2014

Ort: Tanzbrunnen, Köln
Vorband: St. Vincent

The National

Ein The National Konzert, das so gar nicht hätte sein dürfen. Zumindest, wenn es nach meinen Vorstellungen abgelaufen wäre. Aber es ging in diesem Fall nach anderen Gesetzmäßigkeiten. Und das war gut so. Was war passiert?
Nun, ich habe The National vor einigen Jahren in kurzer Zeit sehr oft gesehen. Damals kam es mir beim letzten Konzertbesuch in Köln so vor, als ob ich mich satt gesehen hätte. Die Band konnte mich nicht so recht begeistern, das Konzert beeindruckte mich nicht mehr so wie die früheren Auftritte. Alles war so Vorhersehbar und damit langweilig. Dieses „Vanderlyne…“ zum Schluss, der Ausflug von Matt Berninger bei „Mr November“ ins Publikum. So diese Sachen halt. Da verhält sich The National nicht anders als zum Beispiel Elbow, die genauso großartig sind wie die New Yorker, mit denen ich aber live die gleichen Problemchen habe wie mit The National. Kennste ein Konzert, kennste alle.
Daher mied ich die Amerikaner. Ich hatte tatsächlich keine Lust sie zu sehen. Ich mied sie auch vor 2 Wochen auf dem Primavera in Barcelona. Ich wusste ja, dass ich sie zwei Wochen später am Kölner Tanzbrunnen erneut sehe, also bloß kein erneutes Sättigungsgefühl aufkommen lassen.
The National Konzerte, ach nö, muss nicht sein. Das neue Album kaufte ich natürlich trotzdem, allerdings hörte ich es kaum. Der erste Hördurchgang zeigte sich doch etwas Dröge, und so verschwand die CD schnell im Regal unter N. und N ist ziemlich weit unten, da krame ich nicht unbewusst mal eben so rum. Aus den Ohren, aus dem Sinn. Erst am letzten Montag, so als Konzertvorbereitung, kramte ich es nochmals wieder hervor. Keiner der Songs kam mir irgendwie bekannt vor. (mehr …)

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The National – Köln, 17.11.2010

Ort: E-Werk, Köln
Vorband: Phosphorescent

The National - Köln, 17.11.2010

Minuten danach war ich ein wenig enttäuscht. Das The National Konzert reichte in keinster Weise an den überragenden Auftritt der New Yorker vor fünf Tagen an der Ostsee heran und irgendwie auch nicht an das gestrige M.I.A. Konzert.
Tja, so kann es gehen, wenn man in verwöhnter Art Bands mehrmals binnen einer Woche sieht und die Tage dazwischen noch mit anderen Konzerten auffüllt. Doch bevor weiter Unverständnis aufkommt, es war kein schlechtes The National Konzert.
In Köln waren sie nicht überragend, sondern eben nur „sehr gut“.
Jetzt reicht es aber auch für diese Woche. Jeden Abend unterwegs, das ist ein zeittechnisches Problem, wie mir gestern sehr bewusst wurde. Nicht, weil der Schlafmangel über allem steht, nein, es sind eher die Minuten, in denen Dinge erledigt werden müssen, die fehlen. Das Paket von der Post abholen, Milch kaufen und Bananen, ein Geschenk für den Neffen, all die Kleinigkeiten eben, die man nur nach der Arbeit machen kann. Wenn jedoch um sieben Uhr das Auto oder die Bahn wartet, dann muss ich abwägen. Gestern senkte sich die Waage links, da, wo das Brot und die Milch liegen, und der Optiker.
Also war ich folgerichtig nicht pünktlich im E-Werk. Die Vorband spielte schon eine ganze Weile, als ich durch die Katakomben ging und die Treppe zur Konzerthalle nahm. Auf der letzten Stufe harrte ich erschrocken. Ganz schön voll heute Abend, ich hatte Mühe, ein Plätzchen abseits der Treppenstufen zu finden. Der Ordner blickte schon ganz irritiert. „So mitten im Treppenzugang kannste aber nicht stehen bleiben,“ schien er mit vollem Gesichtsausdruck zu denken.
Nun ja, im Laufe des Abends wurde auch er ruhiger.

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