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The Cure – Berlin, 18.10.2016

Mein letztes The Cure Konzert passierte in Barcelona auf dem Primavera 2012. Robert Smith und Konsorten spielten mich seinerzeit müde. Unendliche Stunden blockierten sie die große Hauptbühne, spielten einen Hit nach dem anderen und ließen vieles andere zur Nebensache werden. Nach über zwei Stunden hatte ich nach einem harten Festivaltag genug von dunklen Bassläufen und verließ das Konzert, auch um mir parallel spielenden Kram anzuschauen. Als ich nach einer Stunde wiederkam, hallte gerade „Close to me“ über meinen Kopf hinweg. Ich war also pünktlich zur Zugabe zurück.

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 01.06.2012

Ort: Parc del Forum, Barcelona
Bands: The Chameleons, Rufus Wainwright, I break Horses, The Cure, Dirty three

Der Cure Tag. Segen und Fluch zugleich. Die knappen drei Stunden Cure Konzert, Entschuldigung, The Cure Konzert, hingen über dem Tag wie das Erreichen-Müssen des Viertelfinales über der polnischen Fussballnationalmannschaft.
Wie würde sich der Ablauf davor gestalten? Wie viel Luft ist danach noch drin? Angesichts des Programms und der Masse an offensichtlichen The Cure Sympathisanten berechtigte Fragen, die einen so beschäftigen. Nach der krankheitsbedingten Absage Björks waren The Cure der einzig große Headliner des Festivals. Und die planmäßig angesetzte Zeit schien den älteren Herren immer noch nicht genug. Tags zuvor wurde bekanntgegeben, dass sich der The Cure Auftritt um 20 Minuten verlängern sollte. Statt um halb eins war er jetzt bis kurz vor ein Uhr terminiert. Ein schier unendlich langes Brett, welches uns da aufgebrummt wurde. für alle The Cure Hardliner selbstverständlich ein Fest, für alle anderen vielleicht nicht. Aber wohin dann? Zeitgleich gab es nicht die ebenbürtigen Alternativen: Sleigh bells und War on drugs? Ach nö, Liturgy und Napalm death? Nicht wirklich. Die Melvins wären eine Möglichkeit gewesen, doch leider hatten sie ihren Auftritt kurzfristig abgesagt. Blieben unter Umständen Wavves und Codeine als The Cure Brecher, also für den Fall, dass ich nach einer Stunde genug der vom Treiben der Hauptbühne haben sollte. Genau, warum nicht einfach mittendrin einen kompletten anderen Auftritt gucken. Das klang doch gut und setzte sich als fixe Idee fest. Aber erst einmal galt die volle Konzentration The Cure.
Da der erste Tag spät bzw. früh am Morgen endete fiel es schwer, sich zeitig aufzuraffen. Überdies lud das Eröffnungsprogramm nicht unbedingt dazu ein, gegen 18 Uhr im Parc del Forum aufzulaufen. Wir entscheiden uns dazu, The Chameleons kurz zu streifen, anschließend bei Herrn Wainwright reinzuhören um so richtig mit den Schweden von I break horses in den Tag zu starten. Beide zuvor genannten Künstler / Bands holten mich nicht wirklich aus dem Sessel, die musste ich nicht sehen. Die jeweiligen 15 bzw. 25 Minuten schienen mich dann auch zu bestätigen. Der Auftritt der Chameleons wirkte im Sonnenschein der Ray-Ban Bühne wie eine ZDF Fernsehgartenshow (wer bitte außer Andy Borg wickelt sein Mikrofonkabel heute noch lassoartig zusammen?) und das schönste am Rufus Wainwright Konzert waren seine Songansagen. Also I break horses.

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