Primavera Sound Festival – Barcelona, 02.06.2017

Wer aus Nashville stammt der macht…..Countrymusik. Auf Nikki Lane, die meinen Primavera Donnerstag musikalisch eröffnete, gilt diese Regel uneingeschränkt. Die Amerikanerin aus Nashville eröffnete für mich am frühen Nachmittag das Konzertreiben im Innenhof des CCCB, dem Ort, an dem die freien Konzerte des Primavera al Raval im Rahmen des Festivals auch in diesem Jahr wieder stattfanden.

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Swans – Dortmund, 15.05.2015

Um 2 Uhr habe ich keine Lust mehr. Ich stehe vor der allergrössten Primavera Sound Festivalbühne ever und sehe seit guten 20 Minuten die britische Band Blur, die hier und jetzt ihr Headlinerkonzert spielt. Es ist voll, zu voll und ich bekomme immer weniger Lust, mir von der Mitte des Platzes aus Damon Albarns rumgehopse anzusehen. Gibt es eine Alternative?

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 24.05.2013

Ort: Parc del Forum, Barcelona
Bands: Merchandise, Django Django, The Breeders, The Jesus and Mary Chain, James Blake, Blur, Sex Jams, Swans

Merchandise

„Ola luna!“ (Damon Albarn)
Der Freitag ist der Hauptkampftag des Primavera. Schon früh ist es voll auf dem Festivalgelände. Wir beginnen früh gegen 19 Uhr den Tag und entscheiden uns zum einzigen Mal an diesem Tag (na ja, nicht ganz) gegen eine der beiden großen Bühnen und für Merchandise auf der ATP. Wie kommt bloß auf die Idee, seine Band so zu nennen? Carson Cox (Gesang), David Vassalotti (Gitarre), Patrick Brady (Bass) aus Tampa (Florida) hatten diese Idee und finden sich nun auf der ATP Bühne wieder. Aber nicht nur dort sollten sie uns über den Weg laufen. Auch für das morgige Parkkonzert waren sie nominiert und überdies spielen sie am Sonntagabend noch eine Show im Apollo. Ja, für Merchandise ist dieses Primavera Schwerstarbeit. Beim vorhören möglicher sehenswerter Bands machten Merchandise das Rennen gegen die zeitgleich spielenden Peace, Kurt Vile und Nick Waterhouse. Ihr, ich schreibe mal, Postrock gefiel sehr und live bestätigte sich der Eindruck nach wenigen Minuten. Merchandise waren somit unser Eröffnungstag für den Hauptbühnen Tag. Nach Django sollten die Breeders, The Jesus and Mary Chain, James Blake und Blur unsere Aufmerksamkeit erhaschen. Da tat es ganz gut, sich im kleinen Warmzulaufen. Der erste Tag steckte nur noch leicht in den Knochen, die Kondition war noch nicht angeschlagen, obwohl es nach zwei Nächten mit wenig Schlaf durchaus berechtigt gewesen wäre.
Merchandise erinnerten mich irgendwie an Glasvegas. Musikalisch ist das unsinnig und ich erntete zurecht Kopfschütteln, als ich meinen Mitguckern davon erzählte, denn ihr langgezogener Post-Punkrock hat nun so gar nichts mit den quälenden Rock der Glasgow-band gemein. Trotzdem, ich wurde diese Referenz nicht los. Die Band spielt ewig lange Songs. Immer wenn man glaubt, es geht nicht mehr weiter, kommt noch eine Wendung, noch ein Bruch und es folgen Minuten von melodischen Gitarrenlärm. „Winter’s Dream“ ist ein gutes und treffendes Beispiel dafür. So sind ihre Songs zwar langatmig, aber nie langweilig. Ein Blick nach Spotify zeigt mir gerade, dass es schon vier Platten von Merchandise gibt, und das – die Ausnahme ist das aktuelle Album „Total nite“ – ihre Songs gar nicht so lang sind wie sie live gespielt wurden. Sei es drum, Merchandise gefielen sehr und ihre aktuelle scheibe ist gekauft.
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