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Manic Street Preachers – Köln, 25.04.2016

James Dean Bradford kommt als erster auf die Bühne. Leise spielt er die ersten Takte von „Elvis Impersonator: Blackpool Pier". Post-Punk, Hardrock. Irgendwas dazwischen. Die Manic Street Preachers stammen aus Wales, und ihr Rock war immer ein bisschen rauer als der der anderen britischen Bands. Gerade in den Anfangsjahren hatten die Manic Street Preachers damit quasi ein Alleinstellungsmerkmal, erst mit dem in 2 Jahren 20 Jahre alt werdenden This is my truth tell me yours wurden sie poppiger.

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Manic Street Preachers – Köln, 22.04.2012

Ort: E-Werk, Köln
Vorband: Peace

„Zum ersten Mal hörte ich von Köln, als Tony Woodcock von Nottingham Forest zum 1. FC Köln wechselte und ich fragte mich, warum er nicht zu einem guten europäischen Klub geht.“ (Nikky Wire)

Das zeugt von großem Fußballsachverstand und beweist, dass die Manic Street Preachers schon länger leben. Bekanntermaßen wechselte der englische Nationalspieler 1979 als Europokalsieger der Landesmeister an den Rhein. Sieben Jahre später gründeten sich die Manic Street Preachers, 10 Alben haben sie mittlerweile auf dem Buckel. Die Manic Street Preachers gehören zu den Bands, die man einfach kennen muss. Ob gewollt oder nicht gewollt, „Motorcycle Emptiness“ aus den Anfangstagen oder „Kevin Carter“ und „The everlasting“ aus ihrer Hochzeit Mitte der 90er liefen in jeder ordentlichen Indiedisco und in jedem vernünftigen Radioformat. Da fiel und fällt Entkommen schwer.
Letztes Jahr veröffentlichten sie ihr zweites best-of Album (es ist also noch Luft nach oben), und spielten einige Weihnachtskonzerte in England. Die waren scheinbar so toll, dass sie das Konzept des „wir spielen Hits“ (allerdings ohne Weihnachten) in dieses Frühjahr und auf das europäische Festland transportierten.

Following a hugely successful end to 2011 with the release of the top ten singles collection ‘National Treasures’ and a celebratory sold out show at the O2 Arena in London in December, MANIC STREET PREACHERS will head out in April and May for their first European tour in ten years. (Homepage)

und

Die Tournee rund um ihre aktuelle Best-Of-Veröffentlichung „National Treasures“ markiert nun den Beginn einer weiteren Zäsur. Obwohl bereits ein neues Album mit dem Arbeitstitel „70 Songs Of Hatred And Failure“ in Vorbereitung ist, werden sich die Manic Street Preachers nach der anstehenden Konzertreise eine Auszeit nehmen. Denn „National Treasures“ kennzeichnet laut Nicky Wire „das Ende einer Ära. Nicht das Ende der Band, aber wir werden trotzdem für eine Weile verschwinden.“

Nun, das klang gut und ich wollte dabei sein. Ich möchte mich nicht als die-hard Fan bezeichnen, mag aber die Manic Street Preachers so stark, dass ich mir das Konzert nicht nehmen lassen wollte. „Motorcycle emptiness“, diese melancholische Hymne über den Kampf gegen die Perspektivenlosigkeit, war mein Einstieg in ihre Welt, und ihr erfolgreichstes Album „Everything must go“ war lange Zeit in meiner Kaufgunst weit oben. Zusammen mit „Generation terrorists“ und „This is my truth tell me yours“ bildet es meine Manic Street Preachers CD Sammlung. Klein aber fein, sag ich mal, denn meiner Meinung nach sind das die wichtigsten Alben der Waliser, die, wenn wir ehrlich sind, seit 10 Jahren keinen Hit mehr hatten.
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