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Haim – Köln, 25.06.2013

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband:

Haim

„Ihre Eltern haben sicherlich nicht Depeche Mode gehört.“ So oder so ähnlich kann man es auch auf den Punkt bringen, wenn man sich nach einem Haim Konzert verwundert wieder auf den Heimweg macht. Denn das, was die Haim Schwestern Danielle, Alana und Este sowie Schlagzeuger Dash Hutton in den zurückliegenden 40 Minuten auf die Bühne brachten, war alles andere als britische Popmusik. Es war vielmehr aufrichtiger 80er Jahre Frauenrock, den ich so sehr lange nicht mehr gehört hatte. Ist das eigentlich auch der Grund dafür, dass die Schwesternband in sämtlichen Musikzeitschriften über den Klee gelobt wird und all das, obwohl die 2006 zusammengestellte Band noch nicht einmal ihr Debütalbum veröffentlicht hat? Vielleicht.
Ganz bestimmt und nicht nur vielleicht hat es etwas mit der musikalischen Leistung zu tun, die, und das rechtfertigt das seit langem ausverkauft Haim Konzert, ist nämlich sehr, sehr schön und wunderbar anzuschauen. „Haim sollten keine Studioplatte veröffentlichen sondern gleich ein Livealbum herausbringen.“ Noch so ein Fazit nach dem Konzert, das wunderbar passt. Ich habe in letzter Zeit selten en Konzert erlebt, dass mich so gut unterhalten und so kurzweilig war wie dieses im Gebäude 9. Klaro, es war kurz, da haben es Längen schwer, sich auszubreiten, aber es war so was von spaßig und unterhaltsam, dass wohl jeder den Konzertsaal mit einem Lachen in den Augen verlassen hat.
Als ich ihre EP und die paar anderen bisher veröffentlichten Songs hörte, war mein erster Gedanke: The Bangles. Nachdem ich die drei Haims live gesehen habe, möchte ich noch Melissa Etheridge und Alanis Morissette hinzufügen.
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