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Warpaint – Köln, 20.08.2014

Ort: Großer Sendesaal des WDR, Köln
Vorband:

Warpaint

Nun habe ich mich endgültig verliebt in Emily Kokal. In Barcelona war ich mir noch nicht ganz sicher, die gemeinsamen Abende davor noch viel weniger. Aber an diesem Abend hat sie mich erwischt. Emily Kokal war schon immer meine absolute Lieblingswarpaintfrau. Ich mochte ihre Art der Bühnenpräsenz vom ersten Konzert an, sie war nicht so extrovertiert wie Jenny Lee Lindberg, nicht so model-esk wie Theresa Wayman und nicht so ein lustig-kumpelhafter Typ wie die Schlagzeugerin. Emily Kokal wirkte auf mich immer eine Spur geheimnisvoll, verschlossener, wie jemand, der sich nicht direkt in die Karten schauen lässt. Manchmal sagt man solchen Menschen vorschnell nach, arrogant zu erscheinen. Tatsächlich sind es in den meisten Fällen die wenigsten von ihnen. Und ich glaube nicht, dass dies bei der Sängerin der amerikanischen Band zutrifft.
Emily spielt Gitarre bei Warpaint. Und sie singt den größten Teil der Songs. Ich habe das nicht nachgezählt, aber ich denke, es stimmt. Um das aus dem Stehgreif heraus benennen zu können, bin ich nicht ein ausreichen großer Warpaint Fan. In den Songs, die sie nicht singt, übernimmt dies Theresa Wayman, die zweitcoolste Warpaint Frau. Auf der Bühne stehen die beiden am linken und rechten Rand, den Mittelplatz behalten sie ihrer Bassistin vor.

Im großen Sendesaal des WDR, namentlich Klaus-von-Bismarck-Saal und benannt nach dem früheren Intendanten und Journalisten des WDR, gab es jedoch keinen Mittelplatz. Alle vier Frauen standen bzw. saßen auf einer Linie. Das Schlagzeug war an diesem Abend nicht, wie sonst üblich, hinter den anderen aufgebaut, sondern es wurde nach vorne gezogen. Die Bühne des Sendesaals, auf der sonst E-Musik des Kölner Funkhausorchesters gespielt wird, ist denn auch groß genug, um dieses so einrichten zu können. (mehr …)

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