| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Built to Spill – Köln, 13.11.2015

'Where’s Brett?' Gemeint ist wohl Brett Nelson, ehemaliger Bassist der Band Built to Spill. Where’s Brett? Bis zu diesem Abend dachte ich, Anschreier gäbe es nur in Berlin. Ich habe mich geirrt. Where’s Brett? Unaufgefordert sehr oft wurde mir diese Frage gegen den Kopf gerufen. Ich weiß nicht, wo Brett ist, zumindest ist Brett nicht mehr Built to Spill. Schon seit einigen Jahren nicht mehr. Also falls sie Brett Nelson

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Built to spill – Köln, 26.09.2013

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband: Disco Doom

Built to spill

Built to spill sind so was wie alte Helden für mich. Seit Mitte der 90er verfolge ich das Treiben von Doug Martsch und seiner Bandkollegen. „There’s nothing wrong with love“ war mein Einstieg. Nach Jahren des Grunge und kurz vor Britpop waren die melodiösen Gitarren das non plus Ultra für mich. Neben Yo la tengo, die ich ungefähr zur gleichen Zeit entdeckte, waren Built to spill der richtige Soundtrack. Dazu konnte ich sehr gut für’s Studium lernen. Alles nicht zu aufregend, nicht zu verquer aber immer antreibend genug, um nicht als Fahrstuhlmusik abgekanzelt zu werden. Nächtelang habe ich „There’s nothing wrong with love“ und „Electr-O-Pura“ gehört. Der Besuch eines Built to spill Konzertes stand groß auf meinem Konzertwunschzettel, ich musste lange darauf warten. Seitdem versuche ich, jede ihrer Touren mitzunehmen. Nicht immer gelang mir das, beim letzten Mal, sie spielten im Bochumer Bahnhof Langendreer, schon. Und eben dieses Mal.
Als ich mich ins Gebäude 9 aufmachte (das übrigens gerade modernisiert wird, wie mir scheint. Ich erblickte unter der Decke neue Holzschächte – oder ich habe längere Zeit nicht mehr an die Decke geschaut) war ich überrascht, dass das Konzert nicht ausverkauft ist. Ich hatte irgendwie fest damit gerechnet. Dann aber auch wieder nicht, als ich daran denken musste, dass sie auf ihrer letzten Tour im noch kleineren Kulturbahnhof Langendreer spielten, und dieser auch nicht ganz voll war. Built to spill schienen sich als alternde Indieband aus dem Fokus gespielt zu haben. Das finde ich nicht tragisch. So bleibt man eben etwas unter sich. Ach je, diese alte Indieattitüde: Ich hab die Band entdeckt und mag sie, aber sie soll bitte von niemand anderem entdeckt werden und bloß nicht in größeren Hallen spielen müssen. Schon egoistisch, aber so sind Indiekonzertgänger nun mal. (mehr …)

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