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Ought – Köln, 13.11.2014

Ort: King Georg, Köln
Vorband: Dazzle Ships

Ought

Es war noch Zeit, also konnte ich meinen Plan umsetzen, und dem King Georg einen zwar geplanten aber doch spontanen Besuch abzustatten. An diesem Abend sollte dort die kanadische Band Ought spielen.
Eine Band, deren Debütscheibe More than any other day ich in den letzten Wochen sehr oft hörte und höre. More than any other day ist aus komplett grandios, ich fürchte, einen schwachen Song gibt es auf diesem Album nicht.
Ought klingen wie Clap your hands say yeah zu ihrer besten Phase ohne die nervige Stimme des Sängers und wie Modest Mouse ohne deren Trantütenhaftigkeit. Ought sind da etwas knackiger, aber nicht zu knackig.

Auf Platte hatte ich die Band im weitesten Sinn dem Post Punk zugeordnet. Roh und scharf klingen die Gitarren, nölig der Gesang. Live aber ist das irgendwie anders. Im King Georg sind ihre Gitarren viel poppiger, die Musik klingt weniger nach Punk als vielmehr nach Pop. Oder wegen meiner nach Art Punk. Television fällt mir irgendwann ein. Keine Ahnung ob’s passt, aber es tut der Sache auch keinen Abbruch. David Byrne hatte ich bei Ought von Anfang an im Kopf, Tim Beelers Gesang erinnert in einigen Stücken („Habit“) stark an den Sänger der Talking heads. Live ist das weniger so, da taucht der Sprechgesang etwas ab und klingt weniger prägnant. Vielleicht lag es aber auch an der schwachen Aussteuerung. Zu Beginn fragte Tim Beeler mehrfach in die Runde, ob jeder seinen Gesang zu höre, um dann aber abschließend zu erklären, dass dieser gar nicht so wichtig sei. (mehr …)

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