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The war on drugs – Berlin, 23.05.2014

Ort: Bi Nuu, Berlin
Vorband: Quilt

The war on drugs

The war on drugs aus Philadelphia gingen vollkommen an mir vorbei, bis ich vor einigen Wochen im Rahmen der Veröffentlichung ihres aktuellen Albums Lost in the dream folgendes las:

Leiden, zumal das melancholische, ist ja selten mit dramatischen Gefühlsausbrüchen verbunden, sondern tobt zumeist im Inneren, zum Beispiel, kurioserweise, beim Betrachten einer schönen Landschaft, eines Sonnenuntergangs oder souverän ausschreitender, Glück und Zufriedenheit verströmender Passanten beim Parkspaziergang, die alles zu haben scheinen, was man selbst schmerzlich entbehrt. So sitzt man dann auf der noch winterfeuchten Bank, blinzelt in die ersten wärmenden Sonnenstrahlen – und simmert in seiner inneren Unruhe. (spiegel.de)

Macht das neugierig auf eine Platte? Mich ja, und nur drei Klicke später landete Lost in the dream in meinem Warenkorb. Einige meiner Bekannten mögen das Album sehr und halten es für eines der besten des Jahres. Auch das ist ein Grund, mir die Band anzusehen.
In Köln in der letzten Woche wollte ich nicht, das Konzert in Berlin war schon fix und da es in Barcelona auf dem Primavera eine weitere Option gäbe, The war on drugs zu sehen, ließ ich den Heimattermin sausen. Zuviel in zu kurzer Zeit von einer Band ist nicht gut.
Das Bi Nuu ist ausverkauft, schon seit Wochen. Auch ein Fakt, der für die Band spricht. Aufgrund der Vorankündigung (schlechte Sicht von hinten, ausverkaufter Laden) waren wir relativ zeitig am Bi Nuu. Der Konzertsaal unterhalb der U-Bahn Station Schlesisches Tor ist an und für sich sehr schnicke, große Bühne, guter Sound, rechteckiger breiter Konzertraum. Hinzu kommt eine wohldosiert laufende Klimaanlage und ein an diesem Abend nicht proppenvolles ausverkauft, das für ein angenehmes Ambiente sorgte. Unsere Befürchtungen vor zu viel stickiger Luft und unangenehm flitschigem Körperkontakt bewahrheiteten sich Gott sei Dank nicht. (mehr …)

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