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The Thermals – Köln, 23.10.2013

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband: Volley

The Thermals

Ich mag die Thermals nicht, soviel stand für mich nach ihrem Auftritt auf dem Berlin Festival vor einigen Jahren fest. Die drei Amis machten zwar schönen und eingängigen, aber auch irgendwie austauschbaren PowerPopRock. Einzig ihr Sonic Youth Cover „100%“ blieb mir im Gedächtnis. Nee, die Portländer waren nichts für mich, abgehakt, fertig. Um den damaligen Bericht hier zu verlinken, suchte ich ihn nochmal heraus, und überflog nochmals kurz, was ich seinerzeit festhielt:

The Thermals covern “100%” von Sonic Youth. Der zweite Song ihres Sets ist mein Wachmacher. Genau wie Oneida, der Name leitet sich übrigens von einem Volk der Irokesen ab, gingen die Thermals bisher nahezu an mir vorbei. Aber der gewünschte Nebeneffekt eines Festivals ist es ja, solche eher unbekannten Künstler ausgiebiger kennenzulernen. Und die Thermals haben mich überzeugt. Sie erfinden das Rad des Indie-Rock-Alternativ-Pop a la Guided by Voices oder Ramones nicht neu, aber sie drehen es in unterhaltsamer Manier weiter. Schnell sind die Songs, und kurz. Eine der Festivalentdeckungen.

Ich muste kurz lachen, als ich die Zeilen las. Ohh, da habe ich meine gute Meinung über Thermals in den Jahren scheinbar vergessen. Konsequenterweise hielt ich mich jedoch an meine gedachte Meinung über die Thermals  und kümmerte mich nicht weiter um Platten von Hutch Harris, Kathy Foster und Schlagzeuger Westin Glass. Die Thermals verschwanden aus meinem Musikgedächtnis.
Nun, vielleicht sollte öfters meine alten Konzerttagebücher lesen.
Ihre letzten beiden Alben „Personal Life“ und „Desperate Ground“, das im April veröffentlicht wurde, übersah ich beinahe vollkommen. Beinahe, weil ich mir „Desperate Ground“ dann doch vorletzte Woche gekauft habe. Nachdem die beiden Thermals Konzerte in Berlin und Köln feststanden, wollte ich vorher wenigstens noch ein Ohr riskieren, um mich musikalisch auf den neuesten Thermals Stand zu setzen. Und was soll ich sagen, mittlerweile ist „Desperate Ground“ meine Monatslieblingsplatte. Aber wieso plante ich überhaupt Konzertbesuche einer Band, die ich gedanklich nicht sonderlich toll fand?
Nun, KEXP trägt eine Mitschuld. (mehr …)

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