| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Speedy Ortiz – Köln, 07.10.2015

Warum ich Speedy Ortiz so mag, ist schnell erklärt. Ich mag Pavement, ich mag Schrammel-Indie-Pop-Rock-LoFi. „Tiger tank“ ist mit Sicherheit das beste Pavement Stück, das die Amis nie geschrieben haben. Höre ich diesen Song, dann kommt mir keine andere Band als Spontangedanke in den Sinn. Und tausche ich dann gedanklich noch Sängerin Sadie Dupuis mit Stephen Malkmus Schräggesang,

Weiterlesen
Primavera Sound Festival – Barcelona, 31.05.2014
Spoon

Primavera Sound Festival – Barcelona, 31.05.2014

Samstag ging es entspannt zu. Es war mittlerweile Wochenende und was gibt es besseres als einen Nachmittag im Park zu verbringen. Der Himmel blieb nur grau, Regen gab es nicht. Perfekt. Diese Parkkonzerte im Rahmen des Primavera Sound Festivals sind eine feine Sache. In vollkommen lockerer Atmosphäre spielen in einem öffentlichen Park kleinere Bands halbstündige Auftritte unter Bäumen und vor einem auf weißen Plastikstühlen sitzendem Publikum.

Weiterlesen
Primavera Sound Festival – Barcelona, 30.05.2014
Slint

Primavera Sound Festival – Barcelona, 30.05.2014

Ort: Parc del Forum, Barcelona
Bands: Julia Holter, Speedy Ortiz, Hamilton Leithauser, Slowdive, The Julie Ruin, Lee Ranaldo and the dust, Slint, Darkside

Schotterparkplatz Panorama

Wie dokumentiere ich dieses Festival? Nun, in diesem Jahr habe ich mich erneut dazu entschlossen, Tagesberichte zu verfassen. Bei insgesamt vier Tagen Konzerte im Parc del Forum ergibt das logischerweise vier Berichte. Die Aufteilung in Tage erscheint mir lesbarer als ein elendig langer Bericht (#tlc’tr). Dabei kann ich die einzelnen Konzerte natürlich nur kurz anreissen, die gewohnt ausführliche Abhandlung wie bei einem Einzelkonzert würde meinen Blogzeitrahmen sprengen und sicherlich würde ich nie damit fertig werden.
Und ich denke, es tut auch keine Not. Ein Festval ist ein Festival ist ein Festival.
Vorab jedoch ein kurzer Überblick darüber, welche Bands in dieser Blogquadrologie vorkommen. Nach dem zeitlichen Ablauf sortiert sind dies:
– am Mittwoch, 28.05.2014: Sky Ferreira
– am Donnerstag, 29.05.2014:
Colin Stetson, Julian Cope, Real Estate, Girl Band, Warpaint, SVPER, Future Islands, Queens of the stoneage, Arcade Fire, Metronomy
– am Samstag, 31.05.2014:
Speedy Ortiz, Courtney Barnett, Television, Spoon, Goodspeed you! black emperor, The Dismemberment Plan, Cloud nothings, Nine inch nails, Foals

Jemanden vergessen? Ach sieh‘ selbst!

Zum Donnerstag.

Parc del Forum, Freitag, 30.05.2014

Slint

(mehr …)

Weiterlesen
Speedy Ortiz – Berlin, 28.02.2014
Speedy Ortiz

Speedy Ortiz – Berlin, 28.02.2014

Ort: Magnet Klub, Berlin
Vorband: Jealousy Mountain Duo

Speedy Ortiz
“American Horror” heißt ein Song auf der neuen Speedy Ortiz EP Real hair. Karneval Horror ist das, was sich alljährlich vor der Haustür ereignet. Traditioneller und historischer Straßenkarneval her oder hin, denn das, was sich alljährlich zu Weiberdonnerstag sehe, hat damit überhaupt nichts zu tun. Spätestens ab dem späten Nachmittag wird es dann nämlich fürchterlich anstrengend und uncharmant. Als Westfale gehe ich zum Lachen in den Keller (wie man hier so sagt) und das mag als Entschuldigung herhalten, aber lustig ist diese Art von Weiberdonnerstag nur bedingt.
Als ich am Donnerstagabend nach Hause gehe, hält vor mir am Straßenrand ein Fahrzeug. Die Beifahrertür geht auf und ein Clown kotzt halb auf die Straße halb an die Türinnenverkleidung. Das sieht lustig aus, passt also zum Clownskostüm, lässt mich jedoch ungefragt sprachlos zusehen. Später im Hausflur bekomme ich – wieder unfreiwillig – ein Gespräch aus der Nachbarwohnung mit: „Und anschließend besaufen wir uns morgen so richtig.“
Es ist also wieder soweit, und da kann mir jeder noch so viel über den traditionellen Karneval erzählen, seit 15 Jahren sehe ich den nur bedingt. Weder hier noch anderswo.
Am Freitagmorgen hält auf dem Bahnsteig gegenüber ein Zug aus der Schweiz, aus dem eine Gruppe Frösche und Musketiere klettert. Bierpulle in der Hand und laut „Kölle Alaaf“ brüllend entern sie den Bahnsteig. Tja Jungs, einen Tag zu spät für das ganz große Besäufnis.
Um 10 Uhr morgens findet das übrigens auch der Kölner nicht lustig, wie ich beruhigt feststelle. Diese Art von Karnevalstourismus ist schlimm und nah dran an Oktoberfestfahrten. Aber so ist das, ändern kann das niemand mehr. Und wer das nicht so toll findet, muss dem entfliehen.
Für mich stand schon längere Zeit fest, am Karnevalswochenende einen Ausflug nach Berlin zu unternehmen. Dreimal habe ich in den Jahren zuvor dem Karneval eine reelle Chance gegeben, dreimal hat er sie nicht genutzt. Und jetzt möchte ich nicht mehr, und der Berlintrip war sowas wie zwei fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen ist in Preußen der Jeck überschaubar, und zum anderen spielten an diesem Wochenende die must-see Band Speedy Ortiz. Es gab für mich keine Widerrede, Berlin und gut ist. (mehr …)

Weiterlesen