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Shonen Knife – 11.09.2013

Ort: King Georg, Köln
Vorband:

Shonen Knife

Am Ende blieb nur die in Kanji geschriebene Setlist.
Osaka Rock City. Das ist nicht nur ein Song der aktuellen Shonen Knife Albums „Pop tune“ sondern war irgendwie auch das Motto des gestrigen Abends im King Georg. Shonen Knife zelebrierten dort eine Stunde lang ihren landläufig bekannten PowerPop oder PunkPop, wie immer man es nennen möchte.
Die japanischen Shonen Knife sind eine große alte Rockinstitution. Seit 1981 existiert die Band um Naoko Yamano. Von der Urbesetzung ist die Gitarristen und Sängerin noch die einzige, die aktuell mit dabei ist. Bassistin Ritsuko Taneda und Schlagzeugerin Emi Morimoto komplettieren erst seit einigen Jahren das Trio. Bekannt wurde die Band Ende der 80er, Anfang der 90er, als sie, auch protegiert von Sonic Youth, mit ihrem Ramones-esken Gitarren irgendwie in die Zeit passte. In den USA und natürlich in Japan waren sie groß. Oder sie sind es immer noch, das weiß ich nicht.
Ich hatte mich seinerzeit eher wenig für die Japanerinnen begeistert, ebenso wenig wie ich mich für die Ramones grösser begeistern konnte. Abseits der bekannten Hits blieben mir die Ramones verschlossen, ihren PowerPunkRock fand ich zwar schön und nett, aber um intensiver in ihr Gesamtwerk einzudringen reichte es einfach nicht. Und es schien mir nicht notwendig, da ich in der Indiedisco alle naselang „Blitzkrieg Bob“, Pet sematary“ oder „Sheena is a punk roker“ hörte. Das war mir genug, auf zweieinhalb Minuten Songs und eine Minute Suppen stand ich seinerzeit nicht so. Die Ramones gehören zu Shonen Knife wie Miso Suppe zum Frühstücksbuffet in japanischen Hotels. Live haben sie immer ein Ramones Cover im Programm, im King Georg war es „Roch’n’Roll Highschool“. Ja, Shonen Knife sind große Ramones Fans. Vor 2 Jahren nahmen sie ein komplettes Ramones Cover Album auf und würdigen darauf ihre Helden in ausgiebiger Art und Weise. Nun denn, warum auch nicht. (mehr …)

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