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Best kept secret Festival – Beekse Bergen, 23.06.2013

Ort: Safaripark, Beekse Bergen
Bands: Portishead, Suuns, Everything Everything, Local Natives

Portishead

Ein dämlicher Name für ein Festival, auf der Rückfahrt irgendwo auf er A57 waren wir uns darüber einig. Was wurde denn großartig geheim gehalten?
Nun, vielleicht die Tatsache, dass die Festivalidee – Festivalgelände an einem Bungalowpark mit der Option, dort zu übernachten und mit einer Fähre (den Bungalowpark und das Festivalgelände trennte ein See) auf das Festivalgelände transportiert zu werden – in der praktischen Umsetzung noch etwas haperte. Fairerweise sei erwähnt, dass es die erste Ausgabe des Festivals war, die Macher haben sich noch Luft nach oben gelassen.
Wir waren nur Tagesgäste, zeitliche Beschränkungen ließen uns nicht die Möglichkeit, drei Tage in der Nähe von Tilburg zu verbringen. Aber 150 Autobahnkilometer sind keine Entfernung, die man an einem Sonntag nicht zurücklegen kann. Und diesen Sonntag wollten wir uns nur sehr ungern entgehen lassen. Portishead, Sigur Ros, Suuns, Everything Everything und eigentlich Modest Mouse, die aber leider absagen mussten und für die dann die nicht weniger uninteressanten Palma Violets einsprangen.

5 Bands in sechs Stunden, so der Plan. All killers, no fillers. Aus fünf wurden dann nur drei, was nicht nur dem immer wieder aufkommenden Platzregen geschuldet werden musste. Die Bühnenkonstellation stellte sich schnell als unglücklich heraus. Ein längliches Zelt beherbergte die zweitgrößte Bühne, die Hauptbühne war dazu so angeordnet, dass es kaum möglich war, als Laufkundschaft noch irgendetwas von der Bühne zu sehen. Ein Wall und die falsche Ausrichtung ließen dies nicht zu. Das bedeutet, dass man immer sehr zeitig vor Orts ein musste, um einen wirklich guten Platz zu bekommen. Und mit wirklich gut meine ich einen Platz, an dem man relativ ruhig das Konzert sehen kann. Das galt auch für das Zelt. Während des ersten starken Platzregens verschlug es uns direkt dorthin, es war gerade die Umbauphase vor dem Everything Everything Auftritt, und wir beschlossen, einfach die restliche Zeit mehr oder weniger hier zu bleiben. Denn schnell war klar, dass man Portishead nur in den vorderen Bereichen des Zeltes richtig genießen konnte und wenn man das tun wollte, man Sigur Ros getrost knicken konnte. Wie sollte man dort noch vor die Bühne kommen, wenn die Band punktgenau nach Beendigung des Portishead Sets anfängt zu spielen und sicherlich schon viele Menschen vor der Bühne warten würden. Keine Chance, was gleich die zweite schlechte Planung offenbart. Minutengenaues abpassen der Bands auf den einzelnen Bühnen macht sich im programmplan zwar gut, ist aber für Festivalbesucher, die die Bands sehen wollen, ein Ärgernis. Nicht auszudenken, wenn Modest Mouse gespielt hätten. Wir hätten dafür zwei Konzerte halb opfern müssen, da wir eher aus dem Zelt raus und erst später in das Zelt rein (sofern es noch möglich gewesen wäre) gekommen wären.
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Portishead – Köln, 06.04.2008

Paralysiert! Das Konzert des Jahrzehnts! 37 Gänsehautschauer und noch mehr! Welche Worte könnten diesem Konzert gerecht werden? Ich finde keine, daher möchte ich nichts schreiben (und überlasse alle weiteren Worte…

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