| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Weezer – Amsterdam, 08.04.2016

Als Windows 95 auf den Markt kam, war es quasi das erste Multimedia Betriebssystem, das ich besaß. Ich probierte zuvor schon IBMs OS/2, aber das System hatte Macken, die Optik war suboptimal und Multimedia ging nicht wirklich. Windows 3.11 war da schon besser, aber erst mit Windows 95 funktionierte Multimedia auf dem PC so richtig. Um die Videofunktionalitäten von Windows 95 direkt von der frischen Installation weg demonstrieren zu können,

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The Stone Roses – Amsterdam, 12.06.2012

Ort: Heineken Music Hall, Amsterdam
Vorband: keine

Der NME weiß es bereits knappe 10 Minuten nach Konzertende:

The Stone Roses frontman Ian Brown called the band’s drummer Reni a ‚c**t‘ onstage in Amsterdam at tonight’s (June 12) gig at the Heineken Music Hall.
It was rumoured on Twitter that Reni had walked offstage during the show, but in fact, Ian Brown returned to the stage after the band had played their main set. The crowd were expecting an encore of ‚I Am The Resurrection‘ – which the Roses had played at their show in Barcelona last week. Instead, Brown told the crowd „the drummer’s gone home“.
NME’s source at the show explained that the crowd weren’t sure if Brown was being serious or not as he repeated, „I’m not joking, the drummer’s gone home.“ Brown continued: „Get all your aggro out on me, I can take it.“ Then he added: „What can I say, the drummer’s a c**t.“

Tja, so sind sie, die Manchester Bands der ersten Stunde. Oasis schafften das nie! (und sie ärgern sich sicherlich maßlos darüber!)
Mein erstes Hörverständnis, den Schlagzeuger hätte vor der Zugabe eine Spontankrankheit ereilt, stimmte also gar nicht. Aber das mit der Stimme und dem Verstehen von Ian Brown ist sowieso eine separate Geschichte. Eine von vielen die, dieses Konzert für uns bereithielt.
Genau, es war seit langem wieder eine dieser Konzertfahrten, die für höchste Unterhaltung gut war. Doch der Reihe nach. Was hatten wir uns gefreut, als wir vor einigen Wochen davon erfuhren, dass eine unserer Lieblingsband der anfangenden 90er, die Stone Roses, doch noch ein Konzert in unserer Nähe spielen würden. Schnell buchten wir die Karten, innerhalb der ersten Stunden nach Freischaltung des Ticketverkaufs lagen sie als pdf in unseren Postfächern. Dass dies alles völlig unnötig, weil die Amsterdam Arena längst nicht ausverkauft sein sollte, konnten wir damals nicht ahnen. Die zügigen „sold out“ Meldungen der anderen Roses Auftritte ließ anderes befürchten. Nun gut, wir waren auf der sicheren Seite, so oder so.
Das Amsterdamer Konzert sollte mein zweites Stone Roses Konzert werden. 1995 sah ich sie im Kölner E-Werk. Den damaligen Abend kann ich mit einem Wort beschreiben: desolat. Positive Erinnerungen habe ich keine, nach diesem fahrigen Auftritt wollte ich kein Stone Roses Fan mehr sein und überlegte ernsthaft, meine Roses CDs zu verschenken. Da die Band kein drittes Album mehr aufnahm und sich kurze Zeit später auflöste, wurden mir viele derlei Überlegungen abgenommen. Danach verschwand die Band, viele neue – und bessere – Brit-Bands übernahmen ihren Platz. Ian Browns Solosachen haben mich nie begeistert, The Seahorses, die nachfolgende Band des Gitarristen John Squire mochte ich sehr und sah sie im Vorprogramm von Oasis drei Jahre später in Oberhausen.
Als die Stone Roses im letzten Jahr eine Reuniontour ankündigten spekulierten wir schon über einen Primavera Auftritt. Der fand nicht statt und lange Zeit sollte es so aussehen, als ob die Briten überall aber nur nicht in unserer Nähe spielen sollten. Trotz oder gerade wegen der desolaten 90er Jahre Konzerterinnerung war es irgendwie logisch, dass ich sie nochmals live sehen wollte. Als dann das Amsterdamer Konzert in den bestehenden Tourplan eingeschoben wurde, war alles klar.
Unter normalen Umständen wäre es ein Konzertausflug gewesen, über den wir uns auf der Rückfahrt maßlos geärgert hätten.
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