| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Agnes Obel – Köln, 21.08.2014

Ort: Philharmonie, Köln
Vorband:

Agnes Obel

U-Musik trifft auf E-Musik Konzertsaal Teil 2. Das passte schon besser. Klavier, Cello, Violine. Agnes Obel in der Kölner Philharmonie. Zusammen mit ihren Kumpaninnen Anne Müller aus Berlin und Sophie Bayot aus Belgien verzauberte die Dänin sehr knappe 90 Minuten lang sicherlich alle Anwesenden.
Im Herbst letzten Jahres startete ich meinen ersten Versuch, die Musikerin Agnes Obel live zu sehen. Angetrieben von ihrem sehr guten aktuellen Album Aventine wollte ich mir das intim, düstere und wunderschöne Klavierspiel der Wahlberlinerin in der Frankfurter Paulskirche nicht entgehen lassen. Ich stellte es mir toll vor, im sakralen Ambiente eines Kirchenschiffes sitzend die großen und kleinen Hits das Albums in mich aufzusaugen und wirken zu lassen. In Kirchenraum war meine persönliche Idealvorstellung eines Agnes Obel Konzertes. Aber wie das oft so ist, ich kaufte lange vor dem Termin eine Karte, freue mich wie Bolle und dann, ja dann kommt irgendetwas dazwischen. Was es im Herbst letzten Jahres genau war, ich erinnere nicht mehr genau, sicher irgendein Arbeitskram. Ich weiß nur noch, dass ich mit meinem Ticket, das ich dann verschenkte, jemanden glücklich gemacht hatte, der zuvor für die ausverkaufte Veranstaltung keines mehr bekommen hatte. (mehr …)

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I am Kloot – Düsseldorf, 03.11.2010

Ort: zakk, Düsseldorf
Vorband: Agnes Obel

Pete Jobson ist Bassist in der Band I am Kloot. Auf dem Foto ist natürlich nicht Pete Jobson, aber im Düsseldorfer zakk habe ich ihn gesehen. Was lapidar dahergeschrieben ist und total bescheuert klingt, ist eine kleine Sensation.
Meine letzten I am Kloot Konzerte waren allesamt im Kölner Luxor, in einem der unübersichtlichsten Konzerträume, die ich kenne. Wenn man in diesem Schlauchsaal nicht in den ersten vier, fünf Reihen steht, sieht man nicht mehr allzu viel von der Bühne. Und wenn man dann noch das Pech hat, zu weit nach links abzudriften, dann versperrt einem zu allem Überfluss auch noch ein Boxenturm die Sicht.
Im Luxor habe ich Pete Jobson nie spielen gesehen. Nur gehört. Was auch daran liegt, dass er die gesamte Konzertdauer über sitzend den Bass bedient und somit für das Luxorpublikum nahezu unsichtbar wird.
Im zakk war das anders.
Die Bühne ist deutlich höher, auch breiter und keine Boxenaufbauten versperren einem die Sicht.
Im Gegenteil: Selbst das abblätternde Kolophonium am Cellobogen von Anne Ostsee war bei genauem hinsehen zu erkennen. Anne war in Düsseldorf eine Hälfte des Duos Agnes Obel, das gute vierzig Minuten lang im Vorprogramm spielte. Die Dänin Agnes Obel, die sich live immer mal eine Verstärkung dazuholt, die andere.
Sie spielten gut, mich jedoch hatten sie auf dem falschen Fuß erwischt. Ihre sanften und zarten Töne kamen nicht zu mir durch, ich langweilte mich nach kurzer Zeit und erhoffte insgeheim auf ein rasches Ende. Gehen wollte ich jedoch nicht, und da ich weder eine Raucherpause benötige noch mich am Merchandisestand rumdrucksen wollte, harrte ich vor der Bühne aus. Belohnt wurde ich mit einer tollen Coverversion des John Cale Songs „Close watch“ und dem Song Just so, den ich – so vermutete ich spontan – aus irgendeiner Werbung kenne. (Richtig vermutet, das Internet sagt: Die Telekom mal wieder). Es waren Agnes Obels stärkste Songs.
Dafür verpasste ich lustige Rauchergespräche, wie ich in der Umbaupause erfuhr. Ich weiß nicht, was das kleinere Übel war.

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