{"id":9058,"date":"2018-02-07T21:26:28","date_gmt":"2018-02-07T20:26:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=9058"},"modified":"2018-02-07T21:26:28","modified_gmt":"2018-02-07T20:26:28","slug":"magnapop-04022018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/magnapop-04022018\/","title":{"rendered":"Magnapop &#8211; Heerlen, 04.02.2018"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Nieuwe Nor, Heerlen<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> Paolo Moreno<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9060 size-full\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/1.jpg\" alt=\"Magnapop\" width=\"2048\" height=\"1152\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/1.jpg 2048w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/1-520x292.jpg 520w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/1-1010x568.jpg 1010w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/>Es gibt so Bands, die wird man sein Leben lang nicht los. <strong>Magnapop<\/strong> geh\u00f6ren f\u00fcr mich zu diesen Bands, andere auch. <em>Hot boxing<\/em> kaufte ich damals auf einer CD B\u00f6rse in der Stadthalle. Seinerzeit galt die Devise. Wenn zwei Songs auf einem Album gut sind, dann lohnt der Kauf. Bei <strong>Magnapop<\/strong> waren diese beiden Songs \u201eSlowly, slowly\u201c und \u201eLay it down\u201c. Und ja, der Kauf lohnte sehr. Bis heute! Denn nach mehrmaligem H\u00f6ren kamen viel weitere Lieblinge dazu: \u201eTexas\u201c, \u201eRide\u201c, \u201eHere it comes\u201c. Bis dato kannte ich nur \u201eMerry\u201c (wieso und warum wei\u00df ich nicht mehr) vom Deb\u00fctalbum <em>Magnapop<\/em>, mit <em>Hot boxing<\/em> wurden <strong>Magnapop<\/strong> eine Lieblingsband.<\/p>\n<p>Was h\u00e4tte ich damals darum gegeben, die Band live zu sehen. Doch das blieb mir in den n\u00e4chsten Jahren und Jahrzehnten verwehrt. Erst im vorletzten Jahr bot sich die Gelegenheit. Als <strong>Magnapop<\/strong> in Gro\u00dfbritannien einen Gig ank\u00fcndigten, stand ich kurz vor verst\u00e4rkter Schnappatmung. Doch das Konzert war schnell ausverkauft, so dass der \u00c4rger \u00fcber den ung\u00fcnstigen Termin mit teuren Flugpreisen schnell davon zog. Letztes Jahr dann k\u00fcndigten sie eine kleine Benelux Tournee an. Das n\u00e4chstgelegene Konzert sollte in Hasselt stattfinden. Es war schneller ausverkauft, als ich Karten ordern konnte. Der zweitnaheste Konzertort lag irgendwo in der Mitte Holland. Egal, f\u00fcr einen Samstagsausflug war es nicht zu weit. Ich kaufte ein Ticket und freute mich wie Bolle. Leider vermasselte st\u00e4rkeres Schneetreiben meinen Konzertbesuch. Ich \u00e4rgerte mich sehr, suchte nach Alternativorten. Allerdings waren diese schon ausverkauft.<br \/>\nWar das die einmalige Chance, <strong>Magnapop<\/strong> live zu sehen? War die <strong>Magnapop<\/strong> Akte f\u00fcr mich geschlossen? Nein, war sie nicht. Denn, und damit h\u00e4tte ich im Leben nicht gerechnet, k\u00fcndigte die Band erneut Konzerte in Belgien und den Niederlanden an. Als ich die Nachricht im Herbst letzten Jahres las, war es sonnenklar: Nichts kommt mir dieses Mal in die Quere. Hasselt war wieder dabei. Ein Katzensprung. Als sp\u00e4ter noch Heerlen in der Konzertliste auftauchte, wurde aus dem Katzensprung ein Maussprung. Ein Ticket war noch am gleichen Tag geordert.<br \/>\nSeit diesem Tag war meine Vorfreude riesengro\u00df. Sehr oft schaute ich YouTube Videos und ihre drei Platten <em>Magnapop<\/em>, <em>Hot boxing<\/em> und <em>Rubbing doesn&#8217;t help<\/em> lagen ab da auf meinem IPod. <em>Magnapop<\/em>, <em>Hot boxing<\/em> und <em>Rubbing doesn&#8217;t help<\/em> waren von 1992 bis 1996 die Alben im Power-Pop \/ Alternative Rock, an denen man eigentlich nicht vorbeikam. Eigentlich, weil <strong>Magnapop<\/strong> in den 1990er Jahren zwar zu den gro\u00dfen Bands geh\u00f6rten, aber nie so richtig gro\u00df wurden. Mir bleibt das v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich, denn Fakt ist doch: ihr zeitgem\u00e4\u00dfer Alternative Rock Pop und der melodi\u00f6s-sanfte und enorm eing\u00e4ngige Gesang von <strong>Linda Hopper<\/strong> waren eine Kombination, an die kaum eine andere Band herankamen. Okay, vielleicht noch die <strong>Lemonheads<\/strong>, aber dar\u00fcber hinaus f\u00e4llt mir nun wirklich keine ein. Hits wie \u201eSlowly, slowly\u201c und \u201eLay it down\u201c sind so tanzbar, sie d\u00fcrfen und durften in keiner Indiedisco fehlen.<br \/>\nWer mit <strong>Magnapop<\/strong> nicht so viel anfangen kann wie ich, ein kleines namedropping: <strong>Bob Mould<\/strong> produzierte <em>Hot boxing<\/em>, <strong>Linda Hopper<\/strong> und <strong>Michael Stipe<\/strong> waren Unikumpel und hatten zusammen eine Band, <strong>Juliana Hatfield<\/strong> schrieb einen Song \u00fcber <strong>Ruthie Morris<\/strong>, die <strong>Magnapop<\/strong> Gitarristin. Das ist so der Kosmos, in dem sich die Band in den 190er Jahren bewegte.<\/p>\n<p>Das Poppodium Nieuwe Nor ist gut besucht. F\u00fcr einen kalten, schneetreibenden Sonntagabend ist das okay, sag ich mal. Zumal Superbowl ist (\u2018It\u2019s only a real superbowl when New England doesn\u2019t win\u2018 &#8211; <strong>Linda Hopper<\/strong> beschreibt das Bayern Syndrom im American Football) und die Mehrzahl der Leute nicht aus Heerlen kommt, so dass die Sache mit der Anreise schon beachtenswert ist.<br \/>\nDas Konzert startet mit ein paar <em>Magnapop<\/em> Schnipseln: \u201eGarden\u201c, \u201eGuess\u201c, \u201eEar\u201c, \u201e13\u201c. Es sind exakt die ersten vier Songs des <strong>Magnapop<\/strong> Deb\u00fctalbums, das die Band in den Abend f\u00fchrt. \u2018Es w\u00e4ren jetzt erstmal genug Songs von dem Album mit den zwei K\u00fcrbissen\u2018, sagte <strong>Linda\u00a0 Hopper<\/strong> nur kurz, bevor <em>Hot boxing<\/em> mit \u201eSlowly, slowly\u201c, \u201eTexas\u201c und \u201eGet it right\u201c ein bisschen gefeiert wurde. Bis hierhin eine zeitlich sehr stringente Songfolge. St\u00fccke der letzten beiden Alben spielen an diesem Abend keine Rolle. <strong>Magnapop<\/strong> beschr\u00e4nken sich auf die drei 1990er Jahre Alben. Die haben aber auch genug potential, um einen Abend zu f\u00fcllen, ohne das es langatmig wird. Es ist sch\u00f6n, die alten Hits pr\u00e4sentiert zu bekommen. Es hat \u00fcberhaupt nichts Merkw\u00fcrdiges an sich und es f\u00fchlt sich gut an, 25 Jahre zur\u00fcckzugehen. Der Vorteil am Power Alternative Pop Rock ist der, das er zeitlos ist. Bei anderen Genres ist das ja eher nicht so. Britpop, Shoegaze oder Eurodisco aus den 90ern zum Beispiel finde ich heute eher unh\u00f6rbar.<br \/>\nThirtysomething ist an diesem Abend niemand, nicht nur den Musikern sieht man das Alter an; aber das meine ich jetzt nicht so, wie es klingt. Ich meine es eher so: die Altersgelassenheit ist sp\u00fcrbar. Die Band wirkt entspannt, das Publikum ist entspannt. So entsteht eine gute Sonntagabendstimmung, die von sehr viel Spa\u00df und Freude getragen wird. Einfach so mal ein bisschen durch Benelux Fahren und Konzerte geben. Aus Spa\u00df an der Freud! Wenn das das Motto der Band ist (und wenn ich mir die Postings auf ihrer Facebookseite so anschaue, glaube ich das), dann kommt es voll und ganz r\u00fcber. Das Konzert wirkt so ungezwungen, so ansteckend unterhaltsam, es ist gro\u00dfartig. Und wenn <strong>Shannon Mulvaney<\/strong> wie wild Bass spielt, muss das, auch mit um die 50, nicht immer peinlich aussehen. Auch nicht, wenn es schon sehr wild aussieht. Und das ist \u00f6fters der Fall.<\/p>\n<p><strong>Magnapop<\/strong> spielen alles. Ich f\u00fchle mich rundumversorgt und vermisse nichts. Nachdem es zu Beginn nach Platten sortiert zuging, w\u00fcrfeln sie im Weiteren die Songreihenfolge st\u00e4rker durcheinander. Die gitarrigen <em>Rubbing doesn&#8217;t help<\/em> Sachen gehen Hand in Hand mit dem etwas \u00a0poppigeren <em>Hot boxing<\/em> Kram. Gef\u00fchlt spielen sie alle St\u00fccke der drei Alben, bei einer Konzertl\u00e4nge von 70 Minuten k\u00e4me das zeitlich zwar nicht ganz hin, aber viel k\u00f6nnen sie nicht weggelassen haben. Zur Zugabe, \u201eOpen the door\u201c und \u201eLay it down\u201c als vielleicht die bekanntesten <strong>Magnapop<\/strong> Songs sind hier gesetzt, gesellt sich eine wunderbare Coverversion von <strong>Fugazi<\/strong>s Song #1. Ph\u00e4nomenal!<br \/>\n\u2018Thanks for coming out at a school night.\u2018 Na, ob das f\u00fcr uns entscheidend ist, <strong>Ruthie Morris<\/strong>?! Aus dem Schulalter sind wir doch schon lange raus. Und das Berufsleben bietet Gleitzeit.<\/p>\n<p>Als ich das Poppodium verlasse, ist es drau\u00dfen nasskalt. Ach egal, <strong>Magnapop<\/strong> haben mich an diesem Abend sehr erw\u00e4rmt, dass reicht f\u00fcr die Nacht.<\/p>\n<p><strong>Paolo Morena<\/strong>. Loop Mann. Akustikgitarre, E-Gitarre, Bass, Airdrums, Gesang. Wozu braucht es eine Band, wenn man die einzelnen Spuren doch auch selbst einspielen kann. Also nicht nur im Studio, sondern auch live auf der B\u00fchne. Ich finde sowas immer faszinierend, auch wenn es mir hier musikalisch ein bisschen zu sehr in die 80s Rockrichtung ging. Aber: gro\u00dfer K\u00fcnstler, der Mann!<\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01: Garden<br \/>\n02: Guess<br \/>\n03: Ear<br \/>\n04: 13<br \/>\n05: Free mud<br \/>\n06: Slowly, slowly<br \/>\n07: Get it right<br \/>\n08: Texas<br \/>\n09: Complicated<br \/>\n10: Favorite writer<br \/>\n11: Ride<br \/>\n12: Peace of cake<br \/>\n13: Here it comes<br \/>\n14: The crush<br \/>\n15: Emergency<br \/>\n16: Skinburns<br \/>\n17: Merry<br \/>\n18: Best friend<br \/>\nZugabe:<br \/>\n19: Song #1<br \/>\n20: Open the door<br \/>\n21: Lay it down<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Multimedia:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe style=\"border: none; overflow: hidden;\" src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fmagnapopband%2Fvideos%2F10156191211882235%2F&amp;show_text=0&amp;width=560\" width=\"560\" height=\"455\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><span style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" data-mce-type=\"bookmark\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><span style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" data-mce-type=\"bookmark\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><span style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" data-mce-type=\"bookmark\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br \/>\n&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt so Bands, die wird man sein Leben lang nicht los. 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