{"id":8949,"date":"2017-12-13T18:55:36","date_gmt":"2017-12-13T17:55:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=8949"},"modified":"2017-12-13T18:55:36","modified_gmt":"2017-12-13T17:55:36","slug":"cloud-nothings-koeln-04-12-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/cloud-nothings-koeln-04-12-2017\/","title":{"rendered":"Cloud nothings &#8211; K\u00f6ln, 04.12.2017"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Geb\u00e4ude 9, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8950\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/2.jpg\" alt=\"Cloud nothings\" width=\"2048\" height=\"1152\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/2.jpg 2048w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/2-520x292.jpg 520w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/2-1010x568.jpg 1010w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/>Oh Mann, was habe ich die <strong>Cloud nothings<\/strong> und ihr Album <em>Attack on memory<\/em> geliebt. Songs wie \u201eNo future\/no past\u201c, \u201eStay useless\u201c und \u201eWasted days\u201d brachten liebevollen Indierock in mein Fr\u00fchjahr 2012. Da war mal wieder eine neue, junge, frische Band, die Musik so ganz nach meinen Geschmack machte. Die n\u00e4chstbeste Gelegenheit, die <strong>Cloud nothings<\/strong> live zu sehen, nahm ich war. Ich fuhr nach Dortmund. Ins FZW. Ich war begeistert. In meinem Beobachtungsbericht schrieb ich Sachen wie<\/p>\n<blockquote><p>Ihre Show ist eine Mischung aus Fugazi und Pavement.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das liest sich auch heute noch gut. Tats\u00e4chlich schien es so, dass ich eine neue Lieblingsband gefunden hatte. 2014 war ich erneut begeistert, die Pitchfork B\u00fchne des Primavera Sound Festivals in Barcelona erwies sich f\u00fcr die Amis als idealer Spielplatz. Bei so viel Begeisterung w\u00e4re es logisch, dass ich alles von der Band aufsog, jede Neuver\u00f6ffentlich noch vor der Ver\u00f6ffentlichung h\u00e4tte und \u00fcber jeden Schritt und Tritt der <strong>Cloud nothings<\/strong> Bescheid w\u00fcsste. Doch nach 2014 kam nichts mehr. Also von meiner Seite. Die weiteren Ver\u00f6ffentlichungen <em>Here and nowhere else and no life for me<\/em> und <em>Life without sound<\/em> bekam ich schlichtweg nicht mit. Doch halt, kurzer Einschub.\u00a0 <em>Life without a sound<\/em>, hie\u00df so nicht auch ein <strong>Dinosaur Jr<\/strong> Album? Nicht ganz, der Titel lautet <em>Without a sound<\/em>.<br \/>\nAuf der Fahrt ins Geb\u00e4ude 9 lese ich ein wenig nach. Das aktuelle Album <em>Life without sound<\/em>\u00a0 sei glatter, poppiger, eing\u00e4ngiger. Also mehr Melodien und weniger Lo-Fi Rotz. Also mehr Indiepop als Grunge Gitarren. Das folgerte ich aus der Plattenrezension des Internets. Moment, hatten nicht auch <strong>Dinosaur Jr<\/strong> mit ihrem Album den Schritt hin zu etwas poppigerem Gitarrennoise gew\u00e4hlt und mit \u201eFeel the pain\u201c oder \u201eOver your shoulder&#8220; mehr Indiepop als Indierocksongs. Ist das eine \u00c4hnlichkeit zu <em>Without a sound<\/em> und somit der Albumtitel clever bewusst gew\u00e4hlt oder blanker Zufall?<\/p>\n<p>\u201eNo future\/no past\u201c. H\u00e4tte ich vergessen, wie toll die <strong>Cloud nothings<\/strong> live sind, sp\u00e4testens beim vorletzten Song des Abends w\u00e4re es mir wieder eingefallen. \u201eNo future\/no past\u201c. Minutenlang schrubbt <strong>Dylan Baldi<\/strong> seine Gitarrensaiten, feedbackte sich durch den Song, schien scheinbar zu improvisieren um nach Minuten wieder in die Spur zur\u00fcckzufinden und dann nahtlos in \u201eWasted days\u201c hin\u00fcberzuwechseln. Es sind dies die letzten 15 Minuten eines bis dahin schon gro\u00dfartigen Konzertes. \u201eNo future\/no past\u201c und \u201eWasted days\u201c bildeten den verdient grandiosen Abschluss.<\/p>\n<p>Ich hatte aber nicht vergessen, wie toll die <strong>Cloud nothings<\/strong> live sind, und so war meine Vorfreude auf den Abend jederzeit ab dem Ticketkauf da, und so l\u00e4stige Sachen wie Nieselwetter und leichte Erk\u00e4ltung konnten mich nicht von der Fahrt nach K\u00f6ln abhalten.<br \/>\nDie Band ist mittlerweile fest zu viert. Seit diesem Album verst\u00e4rkt <strong>Chris Brown<\/strong> das ehemalige Bandtrio um <strong>Dylan Baldi<\/strong>, Bassist <strong>TJ Duke<\/strong> und <strong>Jayson Gerycz<\/strong> mit einer zus\u00e4tzlichen Gitarre und\/oder Keyboard. Sp\u00fcrbar anders ist das Liveerlebnis deswegen nicht, zumindest merke ich keinen Unterschied zum Dortmunder oder Barcelona Konzert. Das war genauso laut, genauso wild, genauso druckvoll.<br \/>\nGute 40 Minuten und damit kurz und knackig dreschen <strong>Cloud nothings<\/strong> auf ihre Instrumente. Trotz weiterer Alben (und damit mehr Songmaterial) hat die Band ihre Spielzeit im Vergleich zu 2014 nicht erweitert. 40 Minuten reichten jedoch damals schon, um mich gl\u00fccklich zu machen, und sie reichen auch jetzt. Die Setlist war gut, die Songs albentechnisch gut verteilt. Und wenn eine Band mit \u201eStay useless\u201c das Konzert genauso beginnt wie drei Jahre zuvor und mit \u201eNo future\/no past\u201c und \u201eWasted days\u201c ein identisches Finale pr\u00e4sentiert, dann ist das im Fall der <strong>Cloud nothings<\/strong> ein Qualit\u00e4tsbeweis und kein Anzeichen von fehlenden besseren neuen Songs. Qualit\u00e4t hei\u00dft: gitarrig und laut und schnell. Einzig \u201eEnter entirely\u201c nimmt das Tempo etwas heraus. Es ist eine Softindiepop Nummer, die nach den sch\u00f6nen Collegerocksachen \u201eI&#8217;m not part of me\u201c und vor \u201eNo future\/no past\u201c kurzzeitig etwas Ruhe aufkommen l\u00e4sst. Also Ruhe im <strong>Cloud nothings<\/strong>\u2019schen Sinn, was dann nicht wirklich als Ruhe bezeichnet werden kann.<\/p>\n<p>Ab und an wird in den vorderen Reihen ein bisschen gepogt. Dezent, nicht zu heftig. Diese nicht \u00fcbertriebene Ausgelassenheit passt bestens zu den Songs, die wild, aber nicht wild energetisch sind. Die zehn St\u00fccke sind schnell rum. Eine knappe Stunde dauert das Konzert. Meiner schw\u00e4chelnden Ausgehform kam das entgegen, der G\u00fcte des Konzerts schadete es nicht. Noch nie war die Masse an Songs Richtschnur f\u00fcr die Qualit\u00e4t eines Konzertabends.<\/p>\n<p>Also: Es war laut, es war wild, es war melodi\u00f6s, es war gut. Die <strong>Cloud nothings<\/strong> sind back on meiner list.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8952\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1-2.jpg\" alt=\"Cloud nothings\" width=\"2048\" height=\"1152\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1-2.jpg 2048w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1-2-520x292.jpg 520w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1-2-1010x568.jpg 1010w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01: Stay useless<br \/>\n02: Internal world<br \/>\n03: Psychic trauma<br \/>\n04: Fall in<br \/>\n05: Darkened rings<br \/>\n06: Pattern walks<br \/>\n07: Modern act<br \/>\n08: I&#8217;m not part of me<br \/>\n09: Enter entirely<br \/>\n10: No Future\/No Past<br \/>\n11: Wasted days<br \/>\nZugabe:<br \/>\n12: Now hear In<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/primavera-sound-festival-barcelona-31-05-2014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cloud nothings &#8211; Primavera Sound Festival Barcelona, 31.05.2014<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/cloud-nothings-dortmund-04-05-2012\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cloud nothings \u2013 Dortmund, 04.05.2012 \/ FZW<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oh Mann, was habe ich die Cloud nothings und ihr Album Attack on memory geliebt. 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