{"id":7936,"date":"2017-02-17T19:22:29","date_gmt":"2017-02-17T18:22:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=7936"},"modified":"2017-02-17T19:22:29","modified_gmt":"2017-02-17T18:22:29","slug":"cymbals-eat-guitars-koeln-12-02-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/cymbals-eat-guitars-koeln-12-02-2017\/","title":{"rendered":"Cymbals eat guitars &#8211; K\u00f6ln, 12.02.2017"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Studio 672, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> Suburbian Rex<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7937\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/4.jpg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1152\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/4.jpg 2048w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/4-520x292.jpg 520w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/4-1010x568.jpg 1010w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/>Der Abschluss des Wochenendes. <strong>Cymbals eat guitars<\/strong> entdeckte ich vor vielen Jahren mit ihrem Album <em>Why there are mountains<\/em> und ihren feinen Indiegitarren, die keine weitere Beschreibung ben\u00f6tigen. Das klang, gerade auch wegen der stoisch langweilig wirkenden Gesangsstimme von <strong>Joseph D&#8217;Agostino<\/strong> nach Pavement und anderen 1990er Jahre do-it-yourself Indierockbands. Also ohrenschmeichelnd.<\/p>\n<p>Also <strong>Cymbals eat guitars<\/strong>. Ich ging auf eines ihrer Konzerte, kaufte ihr zweites Album <em>Lenses Alien<\/em> und war von beidem sehr angetan. Doch dann wurde es ruhig. Die letzte Tour \u2013 auch da plante ich, hinzugehen \u2013 wurde abgesagt oder verschoben, ich wei\u00df es nicht mehr genau. Ein m\u00f6gliches drittes Album, sofern es denn eines gibt, ging an mir vorbei. Als im Dezember das diesj\u00e4hrige \u00a0Primavera Lineup bekanntgegeben wurde, tauchten <strong>Cymbals eat guitars<\/strong> darin auf und waren wieder in meinem Ged\u00e4chtnis. \u201e\u2026and the hazy sea\u201c kramte ich sofort heraus und h\u00f6rte es viermal hintereinander. Kurze Zeit sp\u00e4ter, ist das nun ein dummer Zufall oder nicht, stolperte ich \u00fcber Konzertank\u00fcndigungen von <strong>Cymbals eat guitars <\/strong>im Februar. B\u00e4hm! Gebongt war der Termin im Stadtgarten, denn gegen einen lauschigen Abend mit Indiegitarren spricht nur ein anderer Indieabend mit lauschigen Indiegitarren.<br \/>\nUnd den gab es doch tats\u00e4chlich bl\u00f6derweise. <strong>Motorama<\/strong> sollten zeitgleich im Geb\u00e4ude 9 auftreten. Aber diesen lauschigen Indieabend mit der russischen Band hatte ich schon \u00f6fters, also entschied ich mich f\u00fcr <strong>Cymbals eat guitars<\/strong>.<\/p>\n<p>Als ich das aktuelle Album h\u00f6rte, war ich \u00fcberrascht. Die Band hatte sich mehr dem Pop ge\u00f6ffnet, ich h\u00f6rte mehr Keyboards als ich es in ihrem Sound in Erinnerung hatte. Ah, dachte ich, sie klingen jetzt anders. Aber nicht schlechter.<br \/>\n<strong>Cymbals eat guitars<\/strong> sind tats\u00e4chlich poppiger geworden. Ich stehe im Studio 672 und gerade l\u00e4uft der zweite Song des Abends, \u201eWarning\u201c, vom zweiten Album <em>Lenses Alien<\/em>. Das Konzert nimmt so langsam Fahrt auf, und trotz meiner Feststellung bin ich schon mittendrin und eingenommen vom Popsound der Amis. &#8222;&#8230;and the hazy sea&#8220; ist kurze Zeit sp\u00e4ter der erste H\u00f6hepunkt. Ein Spitzenhit, der mir &#8211; sofern es denn n\u00f6tig w\u00e4re &#8211; die Klasse der Band ins Ged\u00e4chtnis zur\u00fcckruft: Indiegitarren bester Couleur und ein wunderbar \u00a0fahriger Gesang. Sp\u00e4testens jetzt war das Konzert auf der Gewinnerseite. Und da blieb es nicht nur mit den nachfolgenden \u201eWish\u201c und \u201eHave a heart\u201c. Auch wenn bei letzterem das Saxophon an diesem Abend nicht mit dabei war. Nein, <strong>Cymbals eat guitars<\/strong> schafften es, nicht nur mich in k\u00fcrzester Zeit zu begeistern. Auch die \u00fcbrigen 50,60 Leutchen scheinen angetan. Vorne links wurde intensiv mit dem Kopf genickt, vor mir ausgiebig getanzt.<\/p>\n<p>Es tut gut, dem diy-Sound zuzuh\u00f6ren. Die kleinen Keyboards, die nicht zu aufdringliche Gitarre, das ruhige Schlagzeug. Es entwickelt sich ein tolles Indiekonzert, das so unaufgeregt amerikanisch r\u00fcberkommt, dass ich an die <strong>Lemonheads<\/strong>, <strong>Car Seat Headrest<\/strong> oder <strong>+\/-<\/strong> oder <strong>Pompeii<\/strong> denken muss. Es sind perfekte Indiepopsongs, die so umwerfend unpr\u00e4tenti\u00f6s vorgetragen werden, dass ich alles andere vergesse. So sch\u00f6n andere Musik auch ist, diese hier ist mir die allerliebste. Warum vergesse ich das blo\u00df immer wieder.<br \/>\nDie neuen Songs kenne ich nicht, aber ich f\u00fchle mich beim ersten H\u00f6ren direkt heimisch. Sowas ist stets ein gutes Zeichen daf\u00fcr, dass mir ein Konzert gef\u00e4llt. Das neue Album hei\u00dft \u00fcbrigens <em>Pretty years<\/em>, und es muss gut sein.<\/p>\n<p>Der Abend verschlingt die Minuten im Sekundentakt. Ruckzuck sind <strong>Cymbals eat guitars<\/strong> durch. Zum Abschluss kommt <strong>Joseph D&#8217;Agostino<\/strong> nochmals alleine zur\u00fcck, schnappt sich die Gitarre und spielt einen Song, der \u2013 falls er je f\u00fcr einen Film- oder Seriensoundtrack entdeckt werden sollte &#8211; die Band auf das n\u00e4chste Level heben k\u00f6nnte. Er war gro\u00dfartig, auch objektiv betrachtet. Und hey, \u00a0ein bisschen mehr Bekanntheit als ein paar Duzend Besucher h\u00e4tten <strong>Cymbals eat guitars<\/strong> allemal verdient.<\/p>\n<p>Dieser Auftritt war so sch\u00f6n unspektakul\u00e4r. Ganz im Gegensatz zur Vorband <strong>Suburbian Rex<\/strong>. Die Jungspunde aus J\u00fclich hatten alle Schulkameraden mitgebracht und nutzten die Auftrittsgelegenheit, mal so alle Rockgesten, die sie von Rock am Ring Besuchen her kennen, selbst anzuwenden. Meine H\u00e4nde wollten sie sehen, sie n\u00f6tigten mich, meinen Handyakku auszupressen, nur um mit dem Kameralicht ein bisschen \u2018Stimmung\u2018 herbeizuholen und sie zwangen mich, mich auf den Boden zu setzen um anschlie\u00dfend mit dem Bassisten im Innenraum rumzuhopsen. Aber nichts von dem haben sie von mir bekommen, all das \u00fcberlie\u00df ich ihren drei Kumpels.<br \/>\nDabei sind sie musikalisch nicht \u00fcbel und zeigten Potential. H\u00e4tten sie doch nur mehr die Musik sprechen lassen, sie h\u00e4tten vielleicht mehr Freunde gewonnen als die, die sie schon haben. <strong>Suburbian Rex<\/strong> waren immer dann am besten, wenn sie nicht zu sehr nach den <strong>Beatsteaks<\/strong> oder den <strong>Arctic Monkeys<\/strong>. Der Gesang gefiel mir gut, die l\u00e4ngeren Gitarrenpassagen waren nicht verkehrt. Vielleicht schaffen sie es irgendwann bis ins Stadion, dann ist das alles okay mit dem Handy, dem hopsen und den H\u00e4nden. Aber hier und jetzt irritiert mich sowas nur sehr.<\/p>\n<p><em>Pretty years<\/em> habe ich mir anschlie\u00dfend am Merchstand geholt. Ich mache das nicht oft, oder anders gesagt, ich kaufe mir oft nur Platten am Merchstand, wenn mich ein Konzert so richtig \u00fcberrannt hat. Dieses Konzert hat mich \u00fcberfahren!<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzert:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/cymbals-eat-guitars-koln-12-01-2012\/\" target=\"_blank\">Cymbals eat guitars \u2013 K\u00f6ln, 12.01.2012 \/ MTC<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Abschluss des Wochenendes. 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