{"id":7548,"date":"2016-05-03T19:31:39","date_gmt":"2016-05-03T17:31:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=7548"},"modified":"2016-05-04T09:15:51","modified_gmt":"2016-05-04T07:15:51","slug":"manic-street-preachers-25-04-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/manic-street-preachers-25-04-2016\/","title":{"rendered":"Manic Street Preachers &#8211; K\u00f6ln, 25.04.2016"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Live Music Hall, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> The Fog Joggers<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7552\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/2.jpg\" alt=\"Manic Street Preachers\" width=\"2048\" height=\"1152\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/2.jpg 2048w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/2-520x292.jpg 520w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/2-1010x568.jpg 1010w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/p>\n<p><strong>James Dean Bradford<\/strong> kommt als erster auf die B\u00fchne. Leise spielt er die ersten Takte von \u201eElvis Impersonator: Blackpool Pier&#8220;. Post-Punk, Hardrock. Irgendwas dazwischen. Die <strong>Manic Street Preachers<\/strong> stammen aus Wales, und ihr Rock war immer ein bisschen rauer als der der anderen britischen Bands. nein, Britpop waren die Waliser nie. Gerade in den Anfangsjahren hatten die <strong>Manic Street Preachers<\/strong> damit quasi ein Alleinstellungsmerkmal, erst mit dem in zwei Jahren 20 Jahre alt werdenden <em>This is my truth tell me yours<\/em> wurden sie poppiger.<\/p>\n<p><em>Everything must go<\/em> wurde 1996 ver\u00f6ffentlicht. Es ist das bis dahin erfolgreichste Album der Band, die <strong>Manic Street Preachers<\/strong> gewannen in diesem Jahr den Brit Award doppelt (bestes Album, beste Band) und sie waren das non-plus-Ultra der rockigeren britischen Popmusik. Mystery Ereignis inklusive: ihr Gitarrist und Songschreiber <strong>Richey Edwards<\/strong> verschwand ein Jahr zuvor auf unerkl\u00e4rliche Art und Weise und gilt seither als verschwunden.<br \/>\n<strong>Richey Edwards<\/strong> schrieb noch drei Songs von <em>Everything must go<\/em>. Lange war nicht klar, ob das Album von den \u00fcbrigen Bandmitgliedern <strong>James Dean Bradfield<\/strong>, <strong>Nicky Wire<\/strong> und <strong>Sean Moore<\/strong> je fertiggestellt werden w\u00fcrde und ob die Band \u00fcberhaupt weitermacht. Sie machten beides, wurden eine der popul\u00e4rsten Bands Gro\u00dfbritanniens. <em>Everything must go<\/em> wurde ihr Wegbereiter.<br \/>\nIm Mai feiert <em>Everything must go<\/em> 20. Geburtstag. Das wiederum \u2018feiern\u2018 die <strong>Manic Street Preachers<\/strong> mit einer opulenten Konzerttour, auf der sie das Album in volle L\u00e4nge spielen. Und sie spielen nicht nur die Songs des Albums, sie spielen die Songs auch in entsprechender Reihung. Das f\u00fcr und wider solcher Konzerte wird einem rasch offensichtlich: Was, wenn ein Album nur drei Hits hat und sonst nur Langweiler? Was, wenn die besten St\u00fccke schon am Anfang des Albums kommen und im Konzert somit sehr fr\u00fch gespielt werden m\u00fcssen? Dramaturgisch ist das suboptimal. Den letzten Punkt entsch\u00e4rften die <strong>Manic Street Preachers<\/strong> ein bisschen dadurch, dass sie nach der Album-Session eine Hits-Session anschlossen.<br \/>\n<em>Everything must go<\/em> hat seine besten Songs direkt zu Beginn: \u201eA design for life\u201c und \u201eKevin Carter\u201c, was damals mein erstes absolutes Lieblingslied der Platte war, sind nach einer Viertelstunde durch. \u201eEverything must go\u201c 10 Minuten sp\u00e4ter. Damit war f\u00fcr mich der Albumdrops fast gelutscht. Warten musste ich jetzt eigentlich nur noch auf \u201eAustralia\u201c, mein zweites absolutes Lieblingslied der Platte. Ich tat dies mit wachsender Begeisterung, denn die l\u00e4ngst vergessenen St\u00fccke wie \u201eEnola\/Alone\u201c oder \u201eSmall black flowers that grow in the sky&#8220; machten mir \u00fcberraschend gro\u00dfen Spa\u00df.<br \/>\nMehr und mehr verabschiedete ich mich innerlich von meinem urspr\u00fcnglich gefasten Plan, nur die Albumsequenz des Konzertes zu h\u00f6ren. Allein meine G\u00e4nsehaut bei \u201eKevin Carter\u201c w\u00e4re das ausreichende Argument gewesen, nicht vorzeitig zu gehen. Aber ich war etwas m\u00fcde von den beiden Vorabenden und als ich im Vorfeld gesehen hatte, dass das Konzert zweigeteilt ist, erschien es mir eine gute Idee zu sein, nach Teil eins zu gehen.<\/p>\n<p>\u201eThis was the Album minus 1\u201d, die Album-Session ist beendet. Alle bis auf <strong>James Dean Bradfield<\/strong> haben die B\u00fchne verlassen. Neben den beiden Urmitgliedern <strong>Nicky Wire<\/strong> und <strong>Sean Moore<\/strong> bildet sich die Band live zus\u00e4tzlich aus einem Keyboarder und einem weiteren Gitarristen. Der S\u00e4nger steht nun etwas verlassen an seinem Mikrofon und klimpert ein paar Takte auf seiner Gitarre. Sind das Ankl\u00e4nge von Guns\u2019n\u2019Roses \u201ePatience\u201c? H\u00f6re ich da richtig? Ja, sie sind es.<br \/>\nDas klingt nicht nur absurd, das war es auch. <strong>James Dean Bradfield<\/strong> spielt \u201ePatience\u201c nur kurz an, dann kommt die Band wieder zur\u00fcck. <strong>Nicky Wire<\/strong> hat sich f\u00fcr den zweiten Hits-Teil der Show extra eine andere Jacke \u00fcbergezogen und die Haare nachtoupiert. Jetzt sieht er noch mehr aus wie <strong>Sid Vicious<\/strong>.<br \/>\n\u201eSuicide is painless\u201c ist der erste Hit, den die <strong>Manics<\/strong> pr\u00e4sentieren. Ich scharrte eigentlich schon mit den F\u00fcssen, entschied aber, hier noch nicht zu gehen. \u201eSuicide is painless\u201c ist toll und weil ich diesen Song nun wirklich l\u00e4nger nicht mehr geh\u00f6rt hatte, blieb ich noch. Auch das nachfolgende \u201eMotorcycle emptiness\u201d nahm ich noch mit. Das ist einfach zu gut und zu tanzbar, um es auszulassen. Es w\u00e4re eine Schande, dieses zu tun!<\/p>\n<p>Dann aber war es an der Zeit. Ich hatte an diesem Abend alles geh\u00f6rt, was ich h\u00f6ren wollte. <em>Everything must go<\/em> &#8211; also das Album \u2013 war mein Antrieb f\u00fcr diesen Konzertbesuch. Darauf freute ich mich, das wollte ich h\u00f6ren. Alles andere war mir nicht so wichtig. Mehr musste es nicht sein.<br \/>\nDanke liebe <strong>Manic Street Preachers<\/strong>. Wir sehen uns in 2 Jahren zur n\u00e4chsten Albumtour. Dann freue ich mich auf \u201eIf you tolerate this\u201c und vor allem auf \u201eBorn a girl\u201c.<\/p>\n<p>Vor den <strong>Manic Street Preachers<\/strong> spielten die <strong>The Fog Joggers<\/strong> aus Krefeld. &#8218;Man w\u00fcrde ja nicht jeden Montag die Gelegenheit, vor den <strong>Manic Street Preachers<\/strong> zu spielen&#8216;, so S\u00e4nger <strong>Jan B\u00fcttner<\/strong>. Ich kannte diese Band nicht.\u00a0 Nach drei, vier Songs bekam ich eine Ahnung, wer auf der B\u00fchne steht. Powerpop sagte man fr\u00fcher. Die <strong>Fog Joggers<\/strong> klangen wie eine dieser deutschen Jungsrockbands. <strong>Madsen<\/strong>, <strong>Sportfreunde Stiller<\/strong>. Zwischendurch erkannte ich einen Song, ich glaube aus der Fernsehwerbung. In der Summe: so verkehrt war das nicht.<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzert:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/manic-street-preachers-koln-22-04-2012\/\" target=\"_blank\">Manic Street Preachers \u2013 K\u00f6ln, 22.04.2012<\/a><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>James Dean Bradford kommt als erster auf die B\u00fchne. Leise spielt er die ersten Takte von \u201eElvis Impersonator: Blackpool Pier&#8220;. Post-Punk, Hardrock. Irgendwas dazwischen. Die Manic Street Preachers stammen aus Wales, und ihr Rock war immer ein bisschen rauer als der der anderen britischen Bands. 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<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7553,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ocean_post_layout":"","ocean_both_sidebars_style":"","ocean_both_sidebars_content_width":0,"ocean_both_sidebars_sidebars_width":0,"ocean_sidebar":"","ocean_second_sidebar":"","ocean_disable_margins":"enable","ocean_add_body_class":"","ocean_shortcode_before_top_bar":"","ocean_shortcode_after_top_bar":"","ocean_shortcode_before_header":"","ocean_shortcode_after_header":"","ocean_has_shortcode":"","ocean_shortcode_after_title":"","ocean_shortcode_before_footer_widgets":"","ocean_shortcode_after_footer_widgets":"","ocean_shortcode_before_footer_bottom":"","ocean_shortcode_after_footer_bottom":"","ocean_display_top_bar":"default","ocean_display_header":"default","ocean_header_style":"","ocean_center_header_left_menu":"","ocean_custom_header_template":"","ocean_custom_logo":0,"ocean_custom_retina_logo":0,"ocean_custom_logo_max_width":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_width":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_width":0,"ocean_custom_logo_max_height":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_height":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_height":0,"ocean_header_custom_menu":"","ocean_menu_typo_font_family":"","ocean_menu_typo_font_subset":"","ocean_menu_typo_font_size":0,"ocean_menu_typo_font_size_tablet":0,"ocean_menu_typo_font_size_mobile":0,"ocean_menu_typo_font_size_unit":"px","ocean_menu_typo_font_weight":"","ocean_menu_typo_font_weight_tablet":"","ocean_menu_typo_font_weight_mobile":"","ocean_menu_typo_transform":"","ocean_menu_typo_transform_tablet":"","ocean_menu_typo_transform_mobile":"","ocean_menu_typo_line_height":0,"ocean_menu_typo_line_height_tablet":0,"ocean_menu_typo_line_height_mobile":0,"ocean_menu_typo_line_height_unit":"","ocean_menu_typo_spacing":0,"ocean_menu_typo_spacing_tablet":0,"ocean_menu_typo_spacing_mobile":0,"ocean_menu_typo_spacing_unit":"","ocean_menu_link_color":"","ocean_menu_link_color_hover":"","ocean_menu_link_color_active":"","ocean_menu_link_background":"","ocean_menu_link_hover_background":"","ocean_menu_link_active_background":"","ocean_menu_social_links_bg":"","ocean_menu_social_hover_links_bg":"","ocean_menu_social_links_color":"","ocean_menu_social_hover_links_color":"","ocean_disable_title":"default","ocean_disable_heading":"default","ocean_post_title":"","ocean_post_subheading":"","ocean_post_title_style":"","ocean_post_title_background_color":"","ocean_post_title_background":0,"ocean_post_title_bg_image_position":"","ocean_post_title_bg_image_attachment":"","ocean_post_title_bg_image_repeat":"","ocean_post_title_bg_image_size":"","ocean_post_title_height":0,"ocean_post_title_bg_overlay":0.5,"ocean_post_title_bg_overlay_color":"","ocean_disable_breadcrumbs":"default","ocean_breadcrumbs_color":"","ocean_breadcrumbs_separator_color":"","ocean_breadcrumbs_links_color":"","ocean_breadcrumbs_links_hover_color":"","ocean_display_footer_widgets":"default","ocean_display_footer_bottom":"default","ocean_custom_footer_template":"","osh_disable_topbar_sticky":"default","osh_disable_header_sticky":"default","osh_sticky_header_style":"default","osh_sticky_header_effect":"","osh_custom_sticky_logo":0,"osh_custom_retina_sticky_logo":0,"osh_custom_sticky_logo_height":0,"osh_background_color":"","osh_links_color":"","osh_links_hover_color":"","osh_links_active_color":"","osh_links_bg_color":"","osh_links_hover_bg_color":"","osh_links_active_bg_color":"","osh_menu_social_links_color":"","osh_menu_social_hover_links_color":"","ocean_post_oembed":"","ocean_post_self_hosted_media":"","ocean_post_video_embed":"","ocean_link_format":"","ocean_link_format_target":"self","ocean_quote_format":"","ocean_quote_format_link":"post","ocean_gallery_link_images":"on","ocean_gallery_id":[],"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1050,1048,22,50,636,1070],"class_list":["post-7548","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-konzert","tag-1050","tag-konzert","tag-konzerthaus","tag-live-music-hall","tag-manic-street-preachers","tag-the-fog-joggers","entry","has-media"],"views":4791,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7548"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7548\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.p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