{"id":7269,"date":"2015-11-10T16:45:21","date_gmt":"2015-11-10T15:45:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=7269"},"modified":"2023-03-15T18:06:42","modified_gmt":"2023-03-15T17:06:42","slug":"death-cab-for-cutie-berlin-09-11-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/death-cab-for-cutie-berlin-09-11-2015\/","title":{"rendered":"Death cab for cutie &#8211; Berlin, 09.11.2015"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Huxley&#8217;s Neue Welt, Berlin<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> Chasity Belt<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7270\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/31.jpg\" alt=\"Death cab for cutie\" width=\"1000\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/31.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/31-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<blockquote><p>Warum man Death Cab For Cutie lieben mu\u00df, ist einfach. Die Washingtoner Band schreibt wundervoll-melodische Indie-Pop Lieder, die niemals langweilig, nervig, kitschig oder belanglos sind.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das schrieb das <a href=\"http:\/\/www.konzerttagebuch.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Konzerttagebuch<\/a> 2008 \u00fcber das <strong>Death cab for cutie<\/strong> in der K\u00f6lner Live Music Hall. Ich weiss nicht, wie oft das Konzertagebuch danach noch die Band aus Washington gesehen hat, ich habe sie seither nicht mehr live erlebt. Einmal h\u00e4tte sich die Gelegenheit noch ergeben, 2011 am Weissenh\u00e4user Strand, als der Rolling Stone Weekender noch ein mir gut gesonnenes Programm bot, wir aber <strong>Portugal.the man<\/strong> spannender fanden. So war dies erst mein zweites <strong>Death cab for cutie<\/strong> Konzert. Ich freute mich sehr auf den Abend, denn es wurde mit uns auch mal wieder Zeit. Der Grund ist in den ersten Zeilen nachzulesen.<br \/>\nDoch a pro pos Konzerttagebuch. Ich sollte erw\u00e4hnen, dass das damalige Konzert so einiges an Auswirkungen mit sich brachte. Also ein kurzer R\u00fcckblick.<br \/>\nSchon lange hatte ich das Konzerttagebuch beobachtet, seine Berichte gelesen und mich bei fast jedem Konzert im K\u00f6lner Raum gewundert, dass wir beide immer vor Ort waren. Also das Konzerttagebuch und ich. Ich fand das lustig, und es war erfrischend zu erfahren, wie andere ein Konzert empfanden. Abseits von mehr oder weniger objektiven Zeitungsberichten im K\u00f6lner Stadtanzeiger, die ich nat\u00fcrlich genauso gerne lese. Ein Alternativeindruck ist nie verkehrt; er korrigiert, relativiert oder unterst\u00fctzt die eigenen Eindr\u00fccke.<br \/>\nUngef\u00e4hr zur gleichen Zeit, als ich anfing, aus den Vorl\u00e4uferkonzertberichtansammlungen bei blockspiel.de und paulsboutique.de den aktuellen Blog pretty-paracetamol.de zu starten, begannen auch Christoph und Oliver, ihre Konzerterlebnisse zu ver\u00f6ffentlichen. So las ich jedes Mal nach, wie Christoph ein Konzert gefiel, ohne auf die Idee zu kommen, im Primeclub (so hiess das Luxor damals kurzzeitig), Geb\u00e4ude 9, der Live Music Hall oder dem E-Werk herauszufinden, wer sich hinter diesem Namen verbirgt. Da meine eingesendeten Konzertberichte unbeantwortet blieben (Willst Du mitmachen? \u2013 so stand es und steht es immer noch auf ihrer Homepage und ich hatte damals einige Berichte eingereicht, jedoch nie eine Antwort bekommen. Undank ist der Welten Lohn.), hielt ich es f\u00fcr unh\u00f6flich, auf mich aufmerksam zu machen. Und so besuchte ich weiter Konzerte und freute mich schon im Voraus, dar\u00fcber auf dem Konzerttagebuch zu lesen. Denn welchen Musikgeschmack und demzufolge auch zu welchen Konzerten das Konzerttagebuch geht, lie\u00df sich von Christoph und Oliver nur schwer verbergen. Fakt ist, dass wir sehr oft vor der gleichen B\u00fchne standen, nur unterschiedlich weit entfernt. Wie es dann genau zu unserem ersten Treffen bei dem 2008er <strong>Death cab for cutie<\/strong> Konzert kam, weiss ich gar nicht mehr so genau. Ist ja auch egal und auch wenn wir uns erst am Ende des Konzertes getroffen gesprochen haben, war dies unser erstes gemeinsam besuchte Konzert. Wer konnte damals ahnen, dass daraus im Laufe der Jahre eine lustige, interessante und sch\u00f6ne Freundschaft entstanden ist, die immer noch bestand h\u00e4lt. Seitdem haben wir unz\u00e4hlige Konzerte besucht und Konzerttourismus betrieben. Ich weiss nicht, ob ich ohne diesen Abend jemals das Primavera entdeckt h\u00e4tte (ich glaub\u2018 aber schon), nach Glasgow zu <strong>My bloody Valentine<\/strong> und unz\u00e4hlige Male nach Br\u00fcssel ins AB und in die Botanique oder nach Eindhoven zu ichweissnichtmehrwem gefahren w\u00e4re. Ganz zu schweigen von den <strong>Pavement<\/strong> Abenteuerreisen. Ja, manchmal ist das Internet mit all seinen sozialen Netzwerken ein Segen.<\/p>\n<p><strong>Death cab for cutie<\/strong> also. 2008 hatten sie nach den Ver\u00f6ffentlichungen von <em>Transatlanticism<\/em> (2003), <em>Plans<\/em> (2005) und <em>Narrow Stairs<\/em> (2008) ihre Hochzeit. Alle drei Alben haben unz\u00e4hlige Hits, \u201eThe sound of settleing\u201c, \u201eDifferent names for the same thing&#8220;, \u201eI will follow you into the dark&#8220;, \u201eYour heart Is an empty room&#8220;, \u201eBixby Canyon Bridge&#8220;, \u201eCath\u2026\u201d, \u201eI will possess your heart\u201d. Ach, ich k\u00f6nnte noch unz\u00e4hlige weitere aufz\u00e4hlen. Ihr wisst, was ich meine: diese Band ist gro\u00df!<br \/>\n<em>Kintsugi<\/em> ist ihr achtes Studioalbum. <strong>Chris Walla<\/strong>, obwohl nicht mehr live mit dabei, hat es noch mit eingespielt. Chris Walla war neben <strong>Benjamin Gibbard<\/strong> eine songschreibende St\u00fctze von <strong>Death cab for cutie<\/strong>. Live wird er auf dieser Tour, nachdem er vor einigen Moanten die Band verlassen hat, durch zwei Musiker an Gitarre und Keyboards ersetzt. Das Stammpersonal von <strong>Death cab for cutie<\/strong> besteht seither nur noch aus <strong>Benjamin Gibbard<\/strong>, <strong>Nicholas Harmer<\/strong> und <strong>Jason McGerr<\/strong>.<br \/>\nWir hatten vorher noch \u00fcberlegt, wie und ob sich das Fehlen von<strong> Chris Walla<\/strong> auswirkt. Immerhin ist er wichtig. Doch ich sp\u00fcre kein Loch. Die Band wirkt eingespielt, als ob sie schon jahrelang zusammen w\u00e4ren. <strong>Benjamin Gibbard<\/strong> kommt hibbelig auf die B\u00fchne. Seine K\u00f6rpersprache wirkt unsicher hektisch. Ist das die Nervosit\u00e4t der ersten Minuten eines Konzertes? So dachte ich mir. Man muss sich ja erst eingew\u00f6hnen, akklimatisieren. Also ich m\u00fcsste das. \u201eCrook teeth\u201c ist das einzig \u00e4ltere St\u00fcck der ersten Minuten, es hilft dem Publikum, in das Konzert zu finden. Das ist allerdings gr\u00f6\u00dftenteils Fan, so dass viele gar nicht dieses hineinfinden ben\u00f6tigen. Die Stimmung ist top, sie springt auf die Band \u00fcber.<strong> Death cab for cutie<\/strong> bleiben schnell, hibbelig und rockig. Von wegen Indiepop und so. \u201eBlack sun\u201c und \u201eThe new year\u201c spielen sie im Doppel so rasant, dass mir fast schwindelig wird. Vom seichten Indiepop ist nichts zu h\u00f6ren. Das hier klingt eher wie ein ausgewachsenes Rockkonzert. <strong>Benjamin Gibbard<\/strong> ist dazu immer noch hektisch hibbelig unterwegs. Er movt und groovt und steht kaum ruhig. \u201aAtme doch mal durch die Nase\u2018, m\u00f6chte man ihm sagen. Komm doch mal runter. Vielleicht ist er ja immer so, denke ich sp\u00e4ter noch kurz, soviele Konzerte habe ich mit ihm ja noch nicht gesehen. Nach einer guten Stunde ist es dann an der Zeit, etwas runterzukommen. \u201eI will follow you into the dark\u201c schleicht sich in die Halle, <strong>Gibbard<\/strong> sitzt zum ersten Mal im hinteren Teil der B\u00fchne am Piano. Seine Stimme, die so einzigartig wie toll ist, hallt durch den Saal. In seine Stimme muss man sich verlieben, kein Weg f\u00fchrt daran vorbei. Sie passt so perfekt zu den Tunes (<strong>Gibbard<\/strong> benutzt in seinen Ansagen das W\u00f6rtchen tune statt song), wie sonst vielleicht noch <strong>Matthew Caws<\/strong> Gesang zu <strong>Nada Surf<\/strong>. Womit ich denn auch die beiden Indiepop Masterpieces der 1990er Jahre genannt h\u00e4tte.<\/p>\n<blockquote><p>If there&#8217;s no one beside you &#8211; When your soul embarks &#8211; Then I&#8217;ll follow you into the dark<\/p><\/blockquote>\n<p>Es bleibt nur kurz melancholisch, \u201cI will possess your heart\u201c, \u00e4hnlich sch\u00f6n, eigentlich \u00e4hnlich tr\u00e4umerisch, startet mit einem langen Instrumentalintro und <strong>Metallica<\/strong>-Bass. Das ist viel wilder als auf Platte, der Bassist spielt nicht nur knietief sein Instrument, er kniet dabei auch fast auf der B\u00fchne. Was in den folgenden 8 Minuten passiert, ist unbeschreiblich. Der Song w\u00e4chst in ungeahnte H\u00f6hen, die Band spielt enorm gro\u00dfartig und laut. \u201cI will possess your heart\u201c ist f\u00fcr mich das Kernst\u00fcck des Konzertabends, was danach noch kommen mag ist eigentlich egal. Es folgen aber noch \u201eCath..\u201c und \u201eBixby Canyon Bridge\u201c, so ganz egal ist mir das dann doch nicht. Beides sind absolute Lieblingslieder.<br \/>\nNach knappen hundert Minuten ist das Spektakel vorbei. Zur Zugabe kommt <strong>Benjamin Gibbard<\/strong> erst allein auf die B\u00fchne, singt nur zur verst\u00e4rkten Akustikgitarre \u201eYour heart is an empty room\u201c so hinrei\u00dfend, dass sich der halbe Saal zu dem Zuschauer umdreht, der laut mit seinem Kumpel sprechend, seine tolle Stimme lobt. \u201eTransatlanticism\u201c beschlie\u00dft nach zwei Stunden Konzert.<br \/>\nWow!<\/p>\n<p><strong>Chasity Belt<\/strong> ist die Vorgruppe. Und wie so oft hilft der Zufall: vor zwei Tagen unterhielten wir uns noch \u00fcber die Frauenband aus Seattle, die nach <strong>Sleater-Kinney<\/strong> auf Dreampop klingen. Sie sollten im Monarch spielen, man h\u00e4tte hingehen sollen, war aber schlussendlich zu kaputt. Nun kommen sie quasi einfach so mit dazu. Toll! <strong>Chasity Belt<\/strong> sind super!<\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01: No room in frame<br \/>\n02: Crooked teeth<br \/>\n03: Why you&#8217;d want to live here<br \/>\n04: Black sun<br \/>\n05: The new year<br \/>\n06: The ghosts of Beverly Drive<br \/>\n07: Title and registration<br \/>\n08: Little wanderer<br \/>\n09: No sunlight<br \/>\n10: Company calls<br \/>\n11: President of what?<br \/>\n12: You&#8217;ve haunted me all my life<br \/>\n13: Summer skin<br \/>\n14: I will follow you into the dark<br \/>\n15: I will possess your heart<br \/>\n16: Good help<br \/>\n17: You are a tourist<br \/>\n18: Cath&#8230;<br \/>\n19: Soul meets body<br \/>\n20: Bixby Canyon Bridge<br \/>\nZugabe:<br \/>\n21: Your heart is an empty room<br \/>\n22: A movie script ending<br \/>\n23: Doors unlocked and open<br \/>\n24: Transatlanticism<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br \/>\n<a title=\"Death Cab for Cutie \u2013 K\u00f6ln, 10.07.2008\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-enemy-koln-30012008-20-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Death cab for cutie &#8211; K\u00f6ln, 10.07.2008 \/ Live Music Hall<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum man Death Cab For Cutie lieben mu\u00df, ist einfach. 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