{"id":7189,"date":"2015-10-02T20:25:23","date_gmt":"2015-10-02T18:25:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=7189"},"modified":"2015-10-02T20:26:36","modified_gmt":"2015-10-02T18:26:36","slug":"pins-berlin-25-09-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/pins-berlin-25-09-2015\/","title":{"rendered":"PINS &#8211; Berlin, 25.09.2015"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Musik und Frieden, Berlin<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7190\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/1.jpg\" alt=\"PINS\" width=\"1000\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/1.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/1-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Konzertbesuche in Berlin sind h\u00f6chstinteressant. Wenn nicht das Publikum zur linken und zur rechten nervt, ist sicher irgendwas anderes, was die gemeine Konzertroutine (andere sagen: Langeweile) aus hinfahren &#8211; angucken &#8211; was trinken und nachbesprechen &#8211; zur\u00fcckfahren durchbricht.<br \/>\nZum Beispiel eine verschlossene T\u00fcr des Clubs. Oder aber technische Errungenschaften, die ein gewisses Hauptstadtflair umgibt. Beides bot das <strong>PINS<\/strong> Konzert an diesem Abend im neubenamten alten Magnet-Club, dem Musik &amp; Frieden.<\/p>\n<p>Doch zur Musik.<br \/>\n<strong>PINS<\/strong> sind eine britische M\u00e4dchenband, oder RrriotGrrll Band, wie man in den 1990er Jahren gesagt h\u00e4tte. Ich lernte die Band in diesem Jahr auf zwei Konzerten im Vorprogramm von <strong>Sleater-Kinney<\/strong> sch\u00e4tzen, wo sich mich beide Mal voll und ganz \u00fcberzeugt hatten. Ihre beiden Kurzauftritte empfand ich als so frisch und sch\u00f6n, dass ich bei den M\u00e4dels aus Manchester am Ball blieb. Nach dem <strong>Sleater-Kinney<\/strong> Konzert in Antwerpen waren wir so von den <strong>PINS<\/strong> angetan, das wir auf der R\u00fcckfahrt nur ihr Deb\u00fctalbum h\u00f6rten. Folglich bekamen wir mit, dass die <strong>PINS<\/strong> an diesem Freitagabend in Berlin eines von zwei Deutschlandkonzerten spielen sollten. Gut. Hingehen.<br \/>\nSieben Euro ist sicherlich der g\u00fcnstigste Ticketpreis, den ich je bezahlt habe. Und so voll, wie es uns der Verk\u00e4ufer in der KoKa weismachen wollte, war es auch nicht. Als wir gehen 23 Uhr am Musik &amp; Frieden ankamen, sah es nicht nach Konzert aus. Die alte Holzt\u00fcr war fest verrammelt, weit und breit war niemand zu sehen, der nach Konzertpublikum aussah.<br \/>\nWir warten, guckten um die Ecken, um sicherzugehen, dass der Club bei seinem Namenswechsel nicht auch seinen Eingang gewechselt hatte. Hatte er nicht, der Komplex war einfach nur noch nicht ge\u00f6ffnet. (Das Krieg &amp; Frieden ist der ehemalige Magnet bzw. Comet Club. Hatte ich erw\u00e4hnt, oder?) W\u00e4hrend wir so warteten gesellten sich weitere m\u00f6gliche Konzertbesuche zu uns. Einige fragten nach, ob hier die <strong>PINS<\/strong> spielen w\u00fcrden, andere nicht. Um kurz nach elf \u00f6ffnete dann er Laden und aus den Worten: Beginn 23 Uhr wurde ein \u201edie fangen um Mitternacht\u201c an. Es sollte uns recht sein, wir hatten Zeit.<br \/>\n<strong>Faith Holgate<\/strong>, <strong>Lois McDonald<\/strong>, <strong>Anna Donigan<\/strong> und <strong>Sophie Galpin<\/strong> betraten um kurz nach Mitternacht die B\u00fchne, vor ungef\u00e4hr 70 Leuten. Nein, der Laden ist nicht wirklich voll, es bleibt Platz genug, um nicht bis ganz an die B\u00fchne gehen zu m\u00fcssen. Erst ein paar Meter vom B\u00fchnenrand entfernt standen die erste Reihe. Und die hatte es in sich. Von rechts nach links waren dort ein Dauerfotograf mit digitaler Kleinbildkamera, ein Dauerfotograf mit Handykamera (der aber von links nach rechts changierte und auch mal am Rand auf die B\u00fchne kletterte, um Fotos zu machen), eine ambitionierte Hobby-Fotografin (sicher f\u00fcr einen Blog vor Ort), ein Britpop-Typ, der dauerhaft mit gestreckten Arm und Zeigefinger auf die S\u00e4ngerin <strong>Faith Holgate<\/strong> zeigend irgendwie mitsang sowie ein weiterer Handy-Knipser in Endlosschleife. Der hatte aber ein tolles Feature, von dem ich gar nicht wusste, dass es so etwas gibt: Eine wahrscheinlich \u00fcber Bluetooth verbundene stand-alone Objektiv-Kamera. Die hielt er in der rechten Hand, l\u00f6ste am Objektivring irgendwo aus und kontrollieret die Bilder auf seinem Handydisplay, dass er in der linken hielt.<br \/>\nWas denkt eine Band, wenn sie 50 Minuten vor solch\u2018 einer ersten Reihe spielt? Ich m\u00f6chte es gar nicht wissen. Wahrscheinlich freut sie sich, dass sich in den Reihen dahinter die Leute weniger ablenken und bewusster zuh\u00f6ren.<br \/>\n<em>Wild nights<\/em>, ihre neue Platte, ist ein paar Wochen auf dem Markt, und so nahm der Punk, Surfpop, Indierock von Songs wie \u201eDazed by you\u201c, \u201eYoung girls\u201c oder &#8222;Too little too late&#8220; und anderen des aktuellen Albums einen Gro\u00dfteil der Setlist ein. Das kam mir alles bekannt vor, obwohl ich <em>Wild nights<\/em> gar nicht kenne. Es muss daran liegen, dass es zu den Vorprogrammauftritten im Fr\u00fchjahr nur wenige musikalische \u00c4nderungen gab. \u00c4nderungen in modischer Hinsicht gab es allerdings. Die drei Frauen der ersten Reihe tragen jetzt blond, die Bassistin gar einen krisselig-fransigen Undercut. Willkommen in den 80ern! Modische Stilsicherheit bei alle f\u00fcnf M\u00e4dchen. Es ist toll, der Band zuzusehen.<\/p>\n<blockquote><p>What will we do, what will we do, what will we do when our dreams come true?<\/p><\/blockquote>\n<p>Die f\u00fcnf wuseln sich durch ihr Programm. \u201eYoung girls\u201d, einen der <strong>PINS<\/strong> Hits spielen sie fr\u00fch. Es dauerte ein paar Songs, bis sie sich auf der B\u00fchne eingefunden haben. Aber ab da sind sie drin. Wir stehen links an der B\u00fchne und werden sehr oft von <strong>Lois McDonald<\/strong> angeschaut. Sie ist diejenige, die am meisten Blickkontakt zum Publikum sucht. Sp\u00e4ter am Abend wird sie noch den Platz zwischen erster Reihe und B\u00fchnenrand nutzen, um aus dem Publikumsraum heraus Gitarre zu spielen. Ein gefundenes Fressen f\u00fcr die Fotografenriege, der Britpoptyp war da schon lange weg.<br \/>\nDas Gegenst\u00fcck zu ihr ist die Bassistin. Vielleicht hatte sie nur einen schlechten Tag, was okay ist, sie wirkte eher unmotiviert und spielte scheinbar emotionslos die Songs runter. 14 St\u00fccke lang ist die Setlist, an derem Ende, wie auch schon in den <strong>S-K<\/strong> Vorprogrammen, ein <strong>Misfits<\/strong> Cover steht. 14 St\u00fccke bedeuten bei den <strong>PINS<\/strong> eine knappe Stunde Musik. Das reicht und das ist gut. Die Band hat Potential, die Band hat eine gewisse Eigenst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p><strong>PINS<\/strong> \u00fcberzeugten mich erneut. Ob die Band eine l\u00e4ngere Lebensdauer hat, ich m\u00f6chte es ihnen w\u00fcnschen.<\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01: Baby Bhangs<br \/>\n02: Get with me<br \/>\n03: I Want it all<br \/>\n04: Young girls<br \/>\n05: Say to me<br \/>\n06: Got it bad<br \/>\n07: Oh Lord<br \/>\n08: Too little, too late<br \/>\n09: Molly<br \/>\n10. Dazed By You<br \/>\n11. Waiting for the end<br \/>\n12: LuvU4Lyf<br \/>\n13: Girls like us<br \/>\n14: Hybrid moments<br \/>\nZugabe:<br \/>\n15: House of love<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br \/>\n<a title=\"Sleater-Kinney \u2013 Antwerpen, 21.03.2015\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/sleater-kinney-antwerpen-21-03-2015\/\" target=\"_blank\">PINS &#8211; Berlin, 18.03.2015 \/ C-Halle<br \/>\nPINS &#8211; Antwerpen, 21.03.2015 \/ TRIX <\/a><\/p>\n<p><strong>Fotos:<\/strong><br \/>\n<div id=\"jig1\" class=\"justified-image-grid jig-09d43b54634e5104e7b85b6f67b5091b jig-preset-c2 jig-source-flickr\"><div class=\"jig-clearfix\"><\/div><noscript id=\"jig1-html\" class=\"justified-image-grid-html\" data-lazy-src=\"skiplazyload\" data-src=\"skipunveillazyload\"><ul><li><a href=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/5649\/21680057069_10ff58a93c_b.jpg\" title=\"PINS. Berlin. Musik und Frieden. 25.09.2015\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Flive.staticflickr.com%2F5649%2F21680057069_10ff58a93c_b.jpg&amp;h=230&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"PINS\" width=\"409\" height=\"230\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">PINS<br\/>PINS. Berlin. Musik und Frieden. 25.09.2015<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/708\/21678886280_2d03b7f937_b.jpg\" title=\"PINS. Berlin. Musik und Frieden. 25.09.2015\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Flive.staticflickr.com%2F708%2F21678886280_2d03b7f937_b.jpg&amp;h=230&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"PINS\" width=\"409\" height=\"230\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">PINS<br\/>PINS. Berlin. Musik und Frieden. 25.09.2015<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/756\/21855016872_02d7b03ec2_b.jpg\" title=\"PINS. Berlin. Musik und Frieden. 25.09.2015\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Flive.staticflickr.com%2F756%2F21855016872_02d7b03ec2_b.jpg&amp;h=230&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"PINS\" width=\"409\" height=\"230\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">PINS<br\/>PINS. Berlin. Musik und Frieden. 25.09.2015<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/713\/21876546921_f2619c7e05_b.jpg\" title=\"PINS. Berlin. 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