{"id":6946,"date":"2015-06-05T17:28:16","date_gmt":"2015-06-05T15:28:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=6946"},"modified":"2024-02-12T19:17:47","modified_gmt":"2024-02-12T18:17:47","slug":"primavera-sound-festival-barcelona-27-05-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/primavera-sound-festival-barcelona-27-05-2015\/","title":{"rendered":"Primavera Sound Festival &#8211; Barcelona, 27.05.2015"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Parc del Forum, Barcelona<br><strong>Bands:<\/strong> Cinerama, Albert Hammond Jr., OMD<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"157\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/schotterparkplatz_panorama_.jpg\" alt=\"Schotterparkplatz Panorama\" class=\"wp-image-5730\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/schotterparkplatz_panorama_.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/schotterparkplatz_panorama_-520x82.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Wie dokumentiere ich dieses Festival?<br>In diesem Jahr habe ich mich erneut dazu entschlossen, Tagesberichte zu verfassen. Bei insgesamt vier Tagen Konzerte im Parc del Forum ergibt das logischerweise vier Berichte. Die Aufteilung in Tage erscheint mir lesbarer als ein elendig langer Bericht (#tlc&#8217;tr). Dabei kann ich die einzelnen Konzerte nat\u00fcrlich nur kurz anreissen, eine ausf\u00fchrliche Abhandlung wie bei einem Einzelkonzert w\u00fcrde meinen Zeitrahmen sprengen und sicherlich w\u00fcrde ich nie damit fertig werden.<br>Und ich denke, es tut auch keine Not. Ein Festval ist ein Festival ist ein Festival.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorab jedoch ein kurzer \u00dcberblick dar\u00fcber, welche Bands in dieser Blogquadrologie vorkommen. Nach dem zeitlichen Ablauf sortiert sind dies:<br>&#8211; am Mittwoch, 27.05.2015:<br><strong>Cinerama &#8211; Albert Hammond Jr. &#8211; OMD<\/strong><br>&#8211; am Donnerstag, 28.05.2015:<br><strong>Interpol &#8211; Twerps &#8211; Viet Cong &#8211; Ought &#8211; Kelela &#8211; Mineral &#8211; Spiritualized &#8211; Chet Faker &#8211; Sunn O)))<\/strong><br>&#8211; am Freitag, 29.05.2014:<br><strong>Disappears &#8211; The KVB &#8211; The Ex Hex &#8211; <\/strong><strong>Perfume Genius &#8211; The Julie Ruin &#8211; Sleater-Kinney &#8211; Ride<br><\/strong>&#8211; am Samstag, 30.05.2015:<br><strong>Sleaford Mods &#8211; DIIV &#8211; Tori Amos &#8211; Die einst\u00fcrzenden Neubauten &#8211; Torres &#8211; Mourn<br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jemanden vergessen? Ach sieh&#8216; selbst!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"562\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/cinerama.jpg\" alt=\"Cinerama\" class=\"wp-image-6948\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/cinerama.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/cinerama-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das diesj\u00e4hrige Primavera Sound Festival war ein Festival ohne richtiges pers\u00f6nliches Headlinerkonzert. Die gro\u00dfen Konzerte, ja, sie gehen in den letzten Jahren etwas an mir vorbei. Bei unserem ersten Primavera Besuch vor f\u00fcnf Jahren war es die angek\u00fcndigte <strong>Pavement<\/strong>reunion, die uns f\u00f6rmlich zu einer Reise nach Barcelona zwang. Zwei Jahre sp\u00e4ter dann ein Abend mit <strong>The Cure<\/strong>, im Jahr drauf <strong>Blur<\/strong>. Beide Konzerte wollten unbedingt geguckt werden, beide Auftritte sah ich denn auch irgendwie.<br>Aber in diesem Jahr gab es kein unbedingtes \u201edas muss ich sehen\u201c Konzert. <strong>Sleater-Kinney<\/strong>, ja okay, <strong>Ride<\/strong>, k\u00f6nnen die noch was nach 20 Jahren, <strong>The Strokes<\/strong>, ach ich wei\u00df nicht, und <strong>Interpol<\/strong>, ja Interpol, entt\u00e4uschten die mich nicht erst zu Beginn des Jahres ma\u00dflos bei ihrem K\u00f6lner Konzert?!<br><strong>James Blake<\/strong>, die <strong>Black Keys<\/strong>, <strong>Alt-J<\/strong>, <strong>Underworld<\/strong> &#8211; die \u00fcbrigen gro\u00dfen Namen des Primavera 2015 verbreiteten auch nicht den Charme eines \u2018ja, bittebitte\u2018 Hingehens. <strong>James Blake<\/strong> und <strong>Alt-J<\/strong> waren mir leider definitiv zu sp\u00e4t angesetzt, ich werde auch nicht j\u00fcnger, und <strong>Underworld<\/strong> und die <strong>Black Keys<\/strong> reizten mich dieses Mal nur wenig.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer aber jetzt gedacht hat, dass diesj\u00e4hrige Primavera Sound sei ein vertanes Festival, der irrt unendlich und hat die Rechnung ohne <strong>Cinerama<\/strong>,<strong> Albert Hammond Jr.<\/strong>,<strong> OMD<\/strong>,<strong> Viet Cong<\/strong>,<strong> Mineral<\/strong>,<strong> Spiritualized<\/strong>,<strong> Ought<\/strong>,<strong> Kelela<\/strong>,<strong> Chet Faker<\/strong>,<strong> Sunn O)))<\/strong>,<strong> Disappears<\/strong>,<strong> The KVB<\/strong>,<strong> The Ex hex<\/strong>,<strong> The Julie Ruin<\/strong>,<strong> The New Pornographers<\/strong>,<strong> Perfume Genius<\/strong>,<strong> Sleater-Kinney<\/strong>,<strong> Ride<\/strong>,<strong> Sleafort Mods<\/strong>,<strong> DIIV<\/strong>,<strong> Tori Amos<\/strong>,<strong> Torres<\/strong>,<strong> die einst\u00fcrzenden Neubauten<\/strong>, <strong>Mourn<\/strong> und <strong>Interpol<\/strong> gemacht.<br>Auch 2015 gab es viel geplant sch\u00f6nes und ungeplant sehenswertes.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles ist nicht mehr neu und nicht mehr aufregend. Unser sechster Besuch im Parc del Forum l\u00e4sst Routinen aufkommen. Morgens der Hinflug nach Barcelona, die ersten Konzerte am Abend. <strong>David Gedge<\/strong> und seine Zweitband <strong>Cinerama<\/strong> hei\u00dft der erste Anlaufpunkt. Das Aufmerksamkeitsverm\u00f6gen ist noch gesch\u00e4rft, die Vorfreude auf drei weitere Tage Festival gro\u00df, und so nehme ich die in meinen Ohren uninteressantere Variante von <strong>The Wedding Present<\/strong> irgendwie hin. <strong>The Wedding Present<\/strong> sind die Erstband von <strong>David Gedge<\/strong> und um Ecken spannender, wie ich nach wenigen Minuten feststellen muss. <strong>Cinerama<\/strong>, h\u00e4ngen geblieben ist nichts, bereits auf dem R\u00fcckweg waren meine Erinnerungen diffus. Ein paar Streicher hatten sie dabei und eine Bassistin. Letzteres fiel mir auf, weil ich daran denken musste, dass auch <strong>The Wedding Present<\/strong> eine Bassistin haben. Musikalisch war das jedoch nichts f\u00fcr mich, auf der gro\u00dfen B\u00fchne k\u00f6nnen mich <strong>Cinerama<\/strong> nicht begeistern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Albert Hammond Jr.<\/strong> schon ein wenig mehr. Die <strong>Strokes<\/strong> in klein, kommt es mir in den Sinn. Zumindest zeitweise erinnern mich die Gitarren an die Stammband des Bandleaders. Weit ist <strong>Albert Hammond Jr.<\/strong>, der bei den <strong>Strokes<\/strong> Gitarre spielt, an diesem Abend nicht von den Strokes entfernt. Ich kenne keines seiner Soloalben, ein paar Singles schon. (\u201eEveryone gets a star\u201c, &#8222;Back to the 101&#8220;). <strong>Albert Hammond Jr.<\/strong> spielt sie und ein sch\u00f6nes Cover von \u201eEver fallen in love\u201c obendrauf. Das gefiel mir alles schon besser.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"563\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/omd.jpg\" alt=\"omd\" class=\"wp-image-6949\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/omd.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/omd-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>H\u00f6hepunkt des ersten Barcelona Abends waren jedoch uneingeschr\u00e4nkt <strong>OMD<\/strong> a.k.a. <strong>Orchestral Manoeuvres in the dark<\/strong>.<br>Im Vorhinein hatte ich noch \u00fcberlegt, was ich \u00fcberhaupt vom <strong>OMD<\/strong> kenne. Aufgrund meiner Merkschw\u00e4che f\u00fcr Musiktitel fielen mir keinerlei Songs ein, die ich mit den Engl\u00e4ndern in Verbindung brachte. Klar, 1980er Jahre Kram, Formel eins Ged\u00f6ns. So weit, so gut. Aber alle m\u00f6glichen Keyboards und Synthiesmelodien hatte ich erfolgreich verdr\u00e4ngt.<br>Bis zu den ersten Takten von \u201eEnola Gay\u201c. Dann waren sie wieder da, und mit ihnen all die 80er Klassenfeten, der Tanzschulendiscofox und all das Zeug, das ich manchmal lieber verdr\u00e4ngen m\u00f6chte.<br>Als ich vom hinteren Bereich in Richtung B\u00fchne ging, um mir <strong>Paul Humphreys<\/strong> und <strong>Andy McCluskey<\/strong> aus der N\u00e4he anzuschauen merkte ich f\u00f6rmlich, wie alle um mich herum diesen Song erkannten und wie sie sich sichtlich freuten, ihn zu h\u00f6ren. Es war eine Freude, wie man sie hat, wenn man einem alten Bekannten nach vielen Jahren wieder begegnet. Gut kam man ohne ihn aus, vermisst hat man ihn nicht wirklich, Kontakt gehalten schon eh \u00fcberhaupt nicht. Aber trotzdem muss man l\u00e4cheln und bekommt heimelige Gef\u00fchle, wenn man sich gegen\u00fcbersteht.<br>Und nun standen <strong>OMD<\/strong> auf der B\u00fchne und ich h\u00f6rte \u201eEnola Gay\u201c und ab diesem Moment freute ich mich auf ihren Auftritt.<br>Nach den ersten Liedern musste ich feststellen, dass ich sehr viel von <strong>OMD<\/strong> kenne. Eigentlich kannte ich von den ersten Songs alle. Manchmal dauerte es ein paar Takte, manchmal kam die Erinnerung blitzschnell. Bei \u201eLocomotion\u201c gegen Ende des Konzertes war ich bereits soweit, dass ich wusste, was kam, ohne nur einen Keyboardanschlag geh\u00f6rt zu haben. Himmel hilf, \u201cLocomotion\u201c. F\u00fcrchterlich! Aber es ging noch eine Spur schlimmer: Grausig gruseliger H\u00f6hepunkt des Sets war \u201eSailing on seven seas (of love)\u201c. 1980er Jahre Kitsch wie er besser nicht sein kann. Oder besser \u00fcbler. Es war gut, dass OMD nach einer Stunde die B\u00fchne verlassen mussten. Etwas \u00fcberraschend stellte <strong>Andy McCluskey<\/strong> dies fest, nachdem ihn die B\u00fchnenaufsicht dar\u00fcber per Fingerzeig informiert hatte: \u201eOhh, wir k\u00f6nnen nur noch einen Song spielen: \u201eElectricity\u201c.\u201c Noch so ein Wummer, dieses Mal aber ein ganz Alter: \u201eElectricity\u201c, die allererste <strong>OMD<\/strong> Single kommt wie der erste Song \u201eEnola Gay\u201c mit etwas Gitarre daher. Kein Wunder, beide Songs stammen aus der allersten Bandphase, als die New Romantics Szene noch nicht so synthiedominiert war wie ein paar Jahre sp\u00e4ter ihre Nachfolgerbewegungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz war es gut, dass es nach einer Stunde vorbei war. Man soll ja bekanntlich aufh\u00f6ren, wenn es am sch\u00f6nsten ist. Eigentlich ist das gro\u00dfer Unsinn, aber hier und jetzt traf es die Sache auf den Punkt. Eine Stunde 1980er Jahre Backflash reichen mir v\u00f6llig und verhindern so gerade, dass sich ein altbackener Nachgeschmack einstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das diesj\u00e4hrige Primavera Sound Festival war ein Festival ohne richtiges pers\u00f6nliches Headlinerkonzert. Die gro\u00dfen Konzerte, ja, sie gehen in den letzten Jahren etwas an mir vorbei. Bei unserem ersten Primavera Besuch vor f\u00fcnf Jahren war es die angek\u00fcndigte Pavementreunion, die uns f\u00f6rmlich zu einer Reise nach Barcelona zwang.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6948,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"pretty-paracetamol in concert: %%post_title%%","_seopress_titles_desc":"Das diesj\u00e4hrige Primavera Sound Festival war ein Festival ohne richtiges pers\u00f6nliches Headlinerkonzert. 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