{"id":5868,"date":"2014-08-24T16:02:36","date_gmt":"2014-08-24T14:02:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=5868"},"modified":"2014-08-24T16:02:36","modified_gmt":"2014-08-24T14:02:36","slug":"agnes-obel-koeln-21-08-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/agnes-obel-koeln-21-08-2014\/","title":{"rendered":"Agnes Obel &#8211; K\u00f6ln, 21.08.2014"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Philharmonie, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5869\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_2707.jpg\" alt=\"Agnes Obel\" width=\"1000\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_2707.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_2707-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>U-Musik trifft auf E-Musik Konzertsaal Teil 2. Das passte schon besser. Klavier, Cello, Violine. <strong>Agnes Obel<\/strong> in der K\u00f6lner Philharmonie. Zusammen mit ihren Kumpaninnen <strong>Anne M\u00fcller<\/strong> aus Berlin und <strong>Sophie Bayot<\/strong> aus Belgien verzauberte die D\u00e4nin sehr knappe 90 Minuten lang sicherlich alle Anwesenden.<br \/>\nIm Herbst letzten Jahres startete ich meinen ersten Versuch, die Musikerin Agnes Obel live zu sehen. Angetrieben von ihrem sehr guten aktuellen Album <em>Aventine<\/em> wollte ich mir das intim, d\u00fcstere und wundersch\u00f6ne Klavierspiel der Wahlberlinerin in der Frankfurter Paulskirche nicht entgehen lassen. Ich stellte es mir toll vor, im sakralen Ambiente eines Kirchenschiffes sitzend die gro\u00dfen und kleinen Hits das Albums in mich aufzusaugen und wirken zu lassen. In Kirchenraum war meine pers\u00f6nliche Idealvorstellung eines Agnes Obel Konzertes. Aber wie das oft so ist, ich kaufte lange vor dem Termin eine Karte, freue mich wie Bolle und dann, ja dann kommt irgendetwas dazwischen. Was es im Herbst letzten Jahres genau war, ich erinnere nicht mehr genau, sicher irgendein Arbeitskram. Ich wei\u00df nur noch, dass ich mit meinem Ticket, das ich dann verschenkte, jemanden gl\u00fccklich gemacht hatte, der zuvor f\u00fcr die ausverkaufte Veranstaltung keines mehr bekommen hatte.<!--more--><br \/>\nAls im Rahmen der c\/o pop nun erneut die M\u00f6glichkeit bestand, Agnes Obel abseits der normalen Konzertorte zu sehen, war die Sache schnell geritzt. Anlauf Nummer zwei sollte doch klappen. Mir erschien die Philharmonie zwar etwas zu gro\u00df gew\u00e4hlt, und so wunderte ich mich nicht, dass ich noch zwei Wochen vor Termin eine mehr als ausreichende Platzwahl beim Ticketkauf vorfand. Umso \u00fcberraschender war ich dann, dass die Philharmonie beinahe bis auf den letzten Platz besetzt schien. Einzelne freie Pl\u00e4tze oder gar gr\u00f6\u00dfere L\u00fccken konnte ich von meinem Platz aus nicht ausmachen, als ich mich durch die Sitzreihen eiernd und entschuldigend zu meinem Platz quetschte. <em>Aventine<\/em> ( das Album) hat nicht nur mich hinter dem Ofen hervorgelockt, und das zu dieser fr\u00fchen Stunde, Konzertbeginn war um 20 Uhr, sp\u00e4rliche Alternativprogramm der c\/o pop schien ein \u00fcbriges dazu beigetragen haben, dass so viele den Weg in die Philharmonie fanden.<br \/>\nIch hatte einen guten Platz gew\u00e4hlt, zwar etwas weiter weg im hinteren Drittel, aber mit hervorragendem Blick auf die meist knapp ausgeleuchtete B\u00fchne und die drei Musikerinnen.<br \/>\nAgnes Obel begann mit einem Instrumentalst\u00fcck, das ich nichtkannte. Vielleicht war es \u201eLouretta\u201c, ein Song vom 2010er Album <em>Philharmonics<\/em>, mit dem sie sehr oft ein Konzert beginnt. Im Anschluss folgte \u201ePhilharmonic\u201c und ab da war der Rest des Abends faszinierend und enorm einnehmend. Die klassische Instrumentierung Klavier, Cello, Violine, der elfenhafte Gesang, der wahnsinnig klare Klang, alles passte perfekt an diesen Ort und zusammen. Man merkte, dass die drei schon einige Auftritte gemeinsam bestritten hatten, ihr Spiel war ph\u00e4nomenal gut aufeinander abgestimmt.<\/p>\n<p>Dies sei zwar ein klassischer Konzertsaal, so sagte Agnes Obel in ihren Begr\u00fcssungsworten, aber dies sei kein klassisches Konzert. Man k\u00f6nne also ruhig laut sein, aufstehen, reden oder schnarchen. Oh ja, sie sagte schnarchen! Das machte aber niemand, selbst ein H\u00fcsteln war aus dem weitem rund nicht zu vernehmen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr z\u00fcckten einige ihr Mobiltelefon oder Kleinbildkamera, um den ein oder anderen Erinnerungsschnappschuss zu erhaschen. Diese Versuche wurden jedoch vom sehr aufmerksamen Saalpersonal unterbunden. Popmusik im klassischen Raum funktioniert zwar, die Saal-Etikette eines solchen Ortes bleibt aber bitte auch bei einer solchen Veranstaltung bestehen. Gut, kann man so machen. Es blitzt ein Display auf und Sekunden sp\u00e4ter steht jemand in Uniform neben dir und bittet dich, nicht auf den Ausl\u00f6ser zu dr\u00fccken bzw. das Ger\u00e4t auszuschalten. Die Damen und Herren hatten einiges zu tun, sie machten ihren aber nahezu unbemerkt und gelassen.<br \/>\nDas passte schon, Fotos von Agnes Obel gibt es genug und die Beleuchtung war \u00fcberdies nicht schnappschusstauglich. So ersparte einem das Personal den heimischen \u00c4rger \u00fcber nicht gelungene und verrauschte Aufnahmen.<br \/>\nDie Wahlberlinerin spielte in den kommenden Minuten einiges von Aventine und andere Sachen. Die einzelnen Songs waren in der Folge aber nebens\u00e4chlich, das Gesamtkunstwerk Konzert drang mehr und mehr in den Vordergrund. Auch die Anzahl der St\u00fccke und die Abfolge verkamen zur Nebensache. Es wurde ein traumhafter Vortrag, es wurde ein Konzert zum Tr\u00e4umen und, im positiven Sinne, zum wegd\u00f6sen. Mit einem Handstreich hatte Agnes Obel den Saal im Griff. Alle lauschten ergriffen den klaviert\u00f6nen, den sanft eingebauten Loops der Violinisten, den kleinen zarten Zupfgriffen der Cellistin.<br \/>\nEinmal wurde es lauter, \u201eDorian\u201c und wei\u00dfes Scheinwerferlicht durchbrachen die musikalische Stille und die ansonsten vorherrschende rot-blaue Schummerbeleuchtung.<\/p>\n<p>\u201eRiverside\u201c, \u201eWords are dead\u201c oder \u201eChords left\u201c, all das funktionierte sehr, sehr gut. Mein Sitzplatz im hinteren Bereich lud mich f\u00f6rmlich dazu ein, mehrmals die Augen zu schlie\u00dfen, den Kopf an die Sessellehne fallen zu lassen und bed\u00e4chtig zuzuh\u00f6ren. Einfach nur zuh\u00f6ren. Nichts denken, nichts machen. Sitzen und h\u00f6ren. Nur der alle drei bis vier Minuten auftosende Applaus riss mich aus diesen Momenten. Und so verging die Zeit wie im Flug, im Schwebezustand zwischen tr\u00e4umen und beeindruckt sein.<br \/>\nNach \u201eRiverside\u201c k\u00fcndigte Agnes Obel die letzten beiden Songs an. Viel zu fr\u00fch, viel zu fr\u00fch. Drau\u00dfen regnet es doch bestimmt und es ist noch nicht einmal halb zehn.<\/p>\n<p>Das Abendzuckerst\u00fcckchen folgte in der Zugabe. Das sehr sch\u00f6ne <strong>John Cale<\/strong> Cover \u201eI keep a close watch\u201c lie\u00df mich sehr vers\u00f6hnlich stimmend zur\u00fcck. Alles gut! Licht an, Spot aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: Philharmonie, K\u00f6ln Vorband: &#8211; U-Musik trifft auf E-Musik Konzertsaal Teil 2. Das passte schon besser. Klavier, Cello, Violine. Agnes Obel in der K\u00f6lner Philharmonie. Zusammen mit ihren Kumpaninnen Anne M\u00fcller aus Berlin und Sophie Bayot aus Belgien verzauberte die D\u00e4nin sehr knappe 90 Minuten lang sicherlich alle Anwesenden. Im Herbst letzten Jahres startete ich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5869,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ocean_post_layout":"","ocean_both_sidebars_style":"","ocean_both_sidebars_content_width":0,"ocean_both_sidebars_sidebars_width":0,"ocean_sidebar":"","ocean_second_sidebar":"","ocean_disable_margins":"enable","ocean_add_body_class":"","ocean_shortcode_before_top_bar":"","ocean_shortcode_after_top_bar":"","ocean_shortcode_before_header":"","ocean_shortcode_after_header":"","ocean_has_shortcode":"","ocean_shortcode_after_title":"","ocean_shortcode_before_footer_widgets":"","ocean_shortcode_after_footer_widgets":"","ocean_shortcode_before_footer_bottom":"","ocean_shortcode_after_footer_bottom":"","ocean_display_top_bar":"default","ocean_display_header":"default","ocean_header_style":"","ocean_center_header_left_menu":"","ocean_custom_header_template":"","ocean_custom_logo":0,"ocean_custom_retina_logo":0,"ocean_custom_logo_max_width":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_width":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_width":0,"ocean_custom_logo_max_height":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_height":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_height":0,"ocean_header_custom_menu":"","ocean_menu_typo_font_family":"","ocean_menu_typo_font_subset":"","ocean_menu_typo_font_size":0,"ocean_menu_typo_font_size_tablet":0,"ocean_menu_typo_font_size_mobile":0,"ocean_menu_typo_font_size_unit":"px","ocean_menu_typo_font_weight":"","ocean_menu_typo_font_weight_tablet":"","ocean_menu_typo_font_weight_mobile":"","ocean_menu_typo_transform":"","ocean_menu_typo_transform_tablet":"","ocean_menu_typo_transform_mobile":"","ocean_menu_typo_line_height":0,"ocean_menu_typo_line_height_tablet":0,"ocean_menu_typo_line_height_mobile":0,"ocean_menu_typo_line_height_unit":"","ocean_menu_typo_spacing":0,"ocean_menu_typo_spacing_tablet":0,"ocean_menu_typo_spacing_mobile":0,"ocean_menu_typo_spacing_unit":"","ocean_menu_link_color":"","ocean_menu_link_color_hover":"","ocean_menu_link_color_active":"","ocean_menu_link_background":"","ocean_menu_link_hover_background":"","ocean_menu_link_active_background":"","ocean_menu_social_links_bg":"","ocean_menu_social_hover_links_bg":"","ocean_menu_social_links_color":"","ocean_menu_social_hover_links_color":"","ocean_disable_title":"default","ocean_disable_heading":"default","ocean_post_title":"","ocean_post_subheading":"","ocean_post_title_style":"","ocean_post_title_background_color":"","ocean_post_title_background":0,"ocean_post_title_bg_image_position":"","ocean_post_title_bg_image_attachment":"","ocean_post_title_bg_image_repeat":"","ocean_post_title_bg_image_size":"","ocean_post_title_height":0,"ocean_post_title_bg_overlay":0.5,"ocean_post_title_bg_overlay_color":"","ocean_disable_breadcrumbs":"default","ocean_breadcrumbs_color":"","ocean_breadcrumbs_separator_color":"","ocean_breadcrumbs_links_color":"","ocean_breadcrumbs_links_hover_color":"","ocean_display_footer_widgets":"default","ocean_display_footer_bottom":"default","ocean_custom_footer_template":"","osh_disable_topbar_sticky":"default","osh_disable_header_sticky":"default","osh_sticky_header_style":"default","osh_sticky_header_effect":"","osh_custom_sticky_logo":0,"osh_custom_retina_sticky_logo":0,"osh_custom_sticky_logo_height":0,"osh_background_color":"","osh_links_color":"","osh_links_hover_color":"","osh_links_active_color":"","osh_links_bg_color":"","osh_links_hover_bg_color":"","osh_links_active_bg_color":"","osh_menu_social_links_color":"","osh_menu_social_hover_links_color":"","ocean_post_oembed":"","ocean_post_self_hosted_media":"","ocean_post_video_embed":"","ocean_link_format":"","ocean_link_format_target":"self","ocean_quote_format":"","ocean_quote_format_link":"post","ocean_gallery_link_images":"on","ocean_gallery_id":[],"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[845,458,445,1048,254],"class_list":["post-5868","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-konzert","tag-845","tag-agnes-obel","tag-koln","tag-konzert","tag-philharmonie-koln","entry","has-media"],"views":5984,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5868","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5868"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5868\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5868"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5868"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5868"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}